Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Champions League Juve träumt vom Titel

Seite 2 von 2:
„Große Trainer, fantastische Spieler, Marktoperationen in Millionenhöhe“

Mit dem Erfolg in der Champions League, in der Bayern München und Borussia Dortmund ausschieden, kommt der kommerzielle Erfolg fast automatisch. Juventus legte dazu gute Zahlen vor: Im Februar meldete Turin einen Nettogewinn von 72 Millionen Euro für das erste Halbjahr (das Geschäftsjahr folgt der Fußballsaison und endet am 31. Juli).

Im Jahr davor waren es noch 30,3 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz lag bei 314,9 Millionen Euro, 121,8 Millionen davon aus dem Transfergeschäft – ein Plus von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zudem kamen 107,2 Millionen von TV-, Radio- und Presserechten, 36,5 Millionen aus der Werbung und von Sponsoren und 27,7 Millionen aus dem Ticketverkauf.

„Es handelt sich zwar immer noch um einen Pennystock, aber der sportliche Erfolg zählt, und ich glaube, dass Juventus von den vier Finalmannschaften die größten Chancen hat, die Champions League zu gewinnen“, sagt Analyst Marcus Silbe von der Oddo Seydler Bank. Der italienische Fußball habe sich gefangen und Juventus mit dem Verkauf von Spielern wie Paul Pogba an Manchester United viel Geld eingenommen. Für die Rally der Juventus-Aktie macht er die Gemengelage von sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg verantwortlich, „das kommt nicht aus dem Nichts“.

Mit dem Verkauf von Kingsley Coman an Bayern München kommen im nächsten Geschäftsjahr noch mal rund 20 Millionen Euro in die Kasse. „Große Trainer, fantastische Spieler, Marktoperationen in Millionenhöhe, die nur die Spitze des Eisbergs von viel wichtigeren Investitionen sind“, das ist nach Ansicht eines Händlers in Mailand das Erfolgsrezept. Dazu komme, dass das Unternehmen unterkapitalisiert sei im Vergleich zu den beiden Mailänder Vereinen Inter und AC Milan, die beim kürzlich erfolgten Übergang an chinesische Investoren mit 650 und 520 Millionen Euro bewertet worden seien.

Juventus Turin, mit offiziellem Namen Juventus Football Club S.p.A, ist untrennbar eng mit der ehemaligen Autostadt und der Fiat-Familie Agnelli verbunden. An der Spitze des Rekordmeisters in Italien steht seit 2010 als Präsident Andrea Agnelli. Der 41jährige, Cousin von FCA-Chef John Elkann, sitzt natürlich auch im Vorstand von FCA und Exor, der Familienholding der Agnellis. Schon sein Vater Umberto war Präsident.

Die „Juve“ gilt als das Juwel im Familienschatz. Die Familie Agnelli ist über Exor Haupteigner des Vereins und hat 63,7 Prozent der Aktien im Besitz. Zehn Prozent hält die britische Investmentgesellschaft Lindsell und der Rest ist im Streubesitz. An der Börse ist der Klub seit Dezember 2001.

Hartnäckig hält sich ein Gerücht in Italien, dass die Besitzer den Streubesitz aufkaufen und Juve von der Börse nehmen könnten, um dann Anteile an einen strategischen Partner zu zahlen. Offizielle Stellungnahmen gibt es dazu nicht. Die Aussicht auf den Pokalsieg in der Champions League wird den Preis des Fußballvereins aber weiter in die Höhe treiben und die Investoren locken.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Champions League - Juve träumt vom Titel

0 Kommentare zu "Champions League: Juve träumt vom Titel"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote