Champions League Leverkusen gegen den Achtelfinalfluch

Seit der Einführung des Champions-League-Achtelfinales hat Bayer Leverkusen kein einziges Mal diese Runde der letzten 16 überstanden. Ausgerechnet gegen Vorjahresfinalist Atlético Madrid soll sich das nun ändern.
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Der einstige Torschützenkönig Stefan Kießling hat in dieser Erstligasaison erst viermal getroffen. Quelle: dpa
Stefan Kießling und Bayer in der Krise

Der einstige Torschützenkönig Stefan Kießling hat in dieser Erstligasaison erst viermal getroffen.

(Foto: dpa)

LeverkusenAusgerechnet gegen Vorjahresfinalist Atlético Madrid will Bayer Leverkusen seinen Königsklassen-Fluch beenden. Noch nie seit Einführung der K.o.-Runde hat der Fußball-Bundesligist ein Champions-League-Achtelfinale überstanden.

Trainer Roger Schmidt gab sich vor der schweren Aufgabe gegen Spaniens Meister am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) optimistisch, schränkte aber ein: „Wenn man gegen den Fast-Champions-League-Sieger spielt, ist man nur Außenseiter. Wir brauchen zwei hervorragende Tage, das ist klar“, sagte Schmidt. „Aber wir sind nicht chancenlos.“

Alle bisherigen Bayer-Versuche, ein K.o.-Achtelfinale zu überstehen, endeten mit dem Aus: Gegen Paris St. Germain 2014, den FC Barcelona 2012 und den FC Liverpool 2005 schied die Werkself unter den besten 16 aus. Schmidt diesmal: „Wir wollen nicht, dass schon Endstation für uns ist.“

„Bei uns ist jeder motiviert, dieses Spiel zu gewinnen“, sagte Bayers südkoreanischer Angreifer Heung-Min Son vor dem Hinspiel. Kapitän Simon Rolfes weiß um die Schwere der Aufgabe: „Dieses Los ist eine große Herausforderung. Aber wir trauen uns zu, Atlético Probleme zu bereiten.“

Dabei scheint bei Bayer gerade wieder die fast traditionelle Rückrunden-Misere zu beginnen. Fußball-Sportchef Rudi Völler wirkte schon ein wenig erschrocken nach dem 2:2 von Augsburg. Wieder nicht gewonnen, in der Tabelle von Rang drei nach der Hinrunde auf den sechsten Platz abgerutscht. Das ist eindeutig zu wenig, um den hohen Eigenansprüchen des Vereins gerecht werden zu können. Das Ganze tue „im Moment sehr weh“, befand Völler.

„Natürlich habe ich Sorge um die europäische Qualifikation“ - Völler weiß, dass die Situation aktuell alles andere als behaglich ist. Das Mindestziel Europa League ist zwar realistisch. Das Wunschvorhaben Völlers und seiner Mitstreiter, direkt in die Königsklasse zu kommen und wieder um Champions-League-Millionen zu spielen, scheint aber akut gefährdet.

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