Champions-League-Sensation VfL Wolfsburg blamiert Real und Ronaldo

Die Sensation ist zum Greifen nahe: Der VfL Wolfsburg hat Real Madrid mit einem 2:0 schockiert und die Superstar-Armada um Cristiano Ronaldo zur Verzweiflung gebracht. Das Rückspiel wird ein heißer Tanz.

Wolfsburg-Coach Hecking: „Haben verdient 2:0 gewonnen“

WolfsburgMit einer grandiosen Vorstellung hat der VfL Wolfsburg das Starensemble von Real Madrid frustriert und schnuppert an einer der größten Sensationen der Champions League. Mit dem 2:0 (2:0) im Viertelfinal-Hinspiel brachte der Fußball-Bundesligist Cristiano Ronaldo und Co. zur Verzweiflung. Der Einzug ins Semifinale der Königsklasse scheint im Rückspiel am kommenden Dienstag im ehrwürdigen Estadio Santiago Bernabeu plötzlich realistisch.

Ricardo Rodriguez (18. Minute) per Foulelfmeter und Maximilian Arnold (25.) erzielten vor 26 400 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Tore zum nicht für möglich gehaltenen Erfolg gegen die enttäuschenden Königlichen - einem der größten Siege der Vereinsgeschichte.

Wolfsburg zeigte sich im eigentlich ungleichen Duell nach den enttäuschenden Leistungen in der Bundesliga taktisch und spielerisch auf Topniveau. Julian Draxler und Arnold waren im ersten Champions-League-Viertelfinale der Wolfsburger Clubgeschichte die Antreiber. Real, zum 14. Mal unter den besten Acht der Glitzerliga, blieb nach dem Clásico-Erfolg gegen den FC Barcelona weit hinter den eigenen Ansprüchen.

Die erste gute Nachricht hatte es für Wolfsburg schon vor dem Anpfiff gegeben: Naldo konnte in der Innenverteidigung nach fünfwöchiger Pause wegen seiner Schulter-Eckgelenkgssprengung sein Comeback geben. Trainer Dieter Hecking freute sich über die Rückkehr seines „Stabilisators“, der wie der überragende Sechser Josuha Guilavogui der VfL-Deckung mächtig Halt gab.

Zehn Gründe, um neidisch auf CR7 zu sein
Er arbeitet hart und redet gern darüber
1 von 10

Muskeln, Technik, Kraft: CR7 arbeitet sehr hart an seinem Körper und seinen fußballerischen Fähigkeiten. Dass fast jeder Profi-Fußballer auf europäischem Top-Niveau mehr Zeit auf dem Trainingsgelände verbringt als mit seiner Familie ist normal. Dass CR7 oft und gerne über sein Trainingspensum spricht, trägt hingegen nicht unbedingt zu seiner Beliebtheit bei.

Er kriegt alle hübschen Supermodels ab
2 von 10

Sie war fast fünf Jahre an Cristiano Ronaldos Seite: Das russische Topmodel Irina Shayk. Im Januar diesen Jahres kam dann die Trennung. Angeblich sollen beide auch schon neue Partner haben. Und wenn nicht, ist es auch egal. Denn Ronaldo ist einer der bestbezahlten Sportler der Welt und hat den Luxus, jedes hübsche Supermodel der Welt zu erobern.

Verträge mit einigen der meist gehassten Vereine
3 von 10

2003 spielte Cristiano Ronaldo bei den „Red Devils“, dort gewann er sofort die Herzen der United-Fans. Manchester United wird geliebt und gehasst zugleich. Und das gilt auch für Real Madrid in Spanien. Der Portugiese ist eindeutig ein Gewinner-Typ. Kein Wunder also, dass er für die erfolgreichsten Vereine der Welt spielt. Nach dem teuersten Transfer der Fußballgeschichte (94 Millionen Euro) ist „CR7“ seit Sommer 2009 bei Real Madrid unter Vertrag.

Der bestbezahlte Fußballer der Welt
4 von 10

Laut Forbes ist Cristiano Ronaldo der bestbezahlteste Fußballer der Welt. Allein im vergangenen Jahr hat Real Madrid 52 Millionen Dollar auf Ronaldos Konto überwiesen. Insgesamt verdiente der Fußballstar 80 Millionen Dollar (61,8 Millionen Euro). Zusätzliche 28 Millionen kommen von seinen Werbepartnern, und von denen gibt es viele.

Er ist einfach ein fantastischer Spieler
5 von 10

Er schießt Tore, spielt Traumpässe, zirkelt traumhafte Freistöße ins Tor: es gibt viele Gründe den Fußballer CR7 zu lieben. Deswegen gibt es auch kaum jemanden, der etwas an Cristiano Ronaldos fußballerischen Qualitäten auszusetzen hat. Trotzdem: Wenn er bei der gegnerischen Mannschaft spielt, schlägt die Bewunderung in Hass um.

Er gewinnt zu viele Ballon d'Ors
6 von 10

Weltfußballer wird Cristiano Ronaldo. Das scheint mittlerweile ein ungeschriebenes Gesetz der Wahlen zum Ballon d'Or zu sein. Bereits zum dritten Mal erhielt die Trophäe des Weltfußballers des Jahres. Zweimal gewann er die Auszeichnung zu Europas Fußballer des Jahres. Grund genug für viele Ronaldo zu hassen.

Er ist attraktiv
7 von 10

CR7 um Smoking mit Fliege: Bei Frauen kommt Ronaldo gut an. Seine Gel-Haare, das sonnengebräunte Gesicht und die rasierten Augenbrauen sorgen aber auch für Häme. Vielerorts muss er sich deswegen bei Auswärtsspielen seines Vereins Real Madrid homophobe Beschimpfungen durch die gegnerischen Fans anhören.

Im Angriff gab Henrique sein Startelf-Debüt. Der Brasilianer, im Winter für 4,5 Millionen Euro vom FC Goiás geholt, war manchmal etwas überhastet, sorgte aber für reichlich Schwung über die rechte Seite und bereitete das zweite Tor von Arnold nach Traumpass von Draxler sehenswert vor.

Es hätte aber alles anders kommen können. Schon nach 70 Sekunden schoss Cristiano Ronaldo den Ball ins Tor. Hauchdünn abseits, entschied Schiedsrichter Gianluca Rocchi korrekt. Karim Benzema (14.) entwischte Dante, doch VfL-Torwart Diego Benaglio parierte bravourös. Real hätte führen müssen, als André Schürrle in einem Zweikampf mit Casemiro zu Fall kam. Rocchis Elfmeter-Entscheidung war vertretbar, aber hart für Real.

Rodriguez störte das nicht. Der schon von den Königlichen umworbene Schweizer ließ sich auch von den Mätzchen von Real-Torwart Keylor Navas nicht irritieren und sorgte für die Wolfsburger Führung. Real wirkte konsterniert. Wolfsburg spielte seinen Stil weiter und legte nach. Arnold war in ungewohnter Mittelstürmerposition zur Stelle und krönte den vom blendend aufgelegten Julian Draxler eingeleiteten Angriff mit dem 2:0.

Nun hatte Wolfsburg sogar Lust und Laune, ein bisschen zu zaubern. Henrique und Draxler spitzelten sich den Ball zu. Real staunte - und vergab seine wenigen Möglichkeiten wie Benzemas Kopfball (32.), einen Distanzschuss von Toni Kroos (37.) oder einen Freistoß durch Bale (45.). Der Franzose Benzema musste zudem kurz vor der Pause mit einer Knieverletzung raus.

Die große Real-Offensive blieb auch im zweiten Durchgang aus. Cristiano Ronaldo lamentierte viel und wurde von den Zuschauern mit Pfiffen bedacht. Auch Weltmeister Kroos konnte kaum Akzente setzen. Wolfsburg war wacher, energischer, spielte sein taktisches Konzept beharrlich runter. Schürrle (69.) bot sich sogar noch die große Chance zum dritten Tor, sein Schuss ging knapp drüber. Der eingewechselte Max Kruse (89.) scheiterte zudem noch an Navas.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Champions-League-Sensation - VfL Wolfsburg blamiert Real und Ronaldo

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%