Deloitte Football Finance 2017 Das krasse Gehaltsgefälle im Fußball

Die Gehälter der Profi-Fußballer wachsen zweistellig auf Rekordhochs. In einer Saison fließen in den fünf großen Ligen 8,2 Milliarden Euro an Kicker. Der Beratungskonzern Deloitte über das Gehaltsgefälle im Fußball.
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Die bestbezahlten Fußballer 2018
Toni Kroos
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Der einzige deutsche Spieler bei den Königlichen von Real Madrid ist bereits zigfacher Millionär. Doch die knapp 27 Millionen US-Dollar, die Kroos laut dem Telegraph in der Saison 2016/17 verdient haben soll, konnte der Fernschussspezialist in der aktuell beendeten Spielzeit wohl nicht halten. In den kürzlich veröffentlichten Forbes-Top-100 der bestbezahlten Athleten dieser Welt sind neun Fußballer vertreten – der 28-Jährige ist nicht dabei.

Platz 9: Sergio Agüero
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In seinem 291. Spiel für Manchester City erzielte der Stürmer zum 199. Mal einen Treffer, womit er nun die vereinsinterne Torschützenliste anführt. Zur Feier dieses Erfolgs schenkte ihm sein Sponsor Puma ein Paar goldene Fußballschuhe. Nach dem Ende seines bis 2020 laufenden Arbeitsvertrags will er zurück in seine argentinische Heimat.

Jahresgehalt: 17 Millionen Euro

Werbeeinnahmen: 6 Millionen Euro

Gesamtverdienst: 23 Millionen Euro

Platz 8: Luis Suarez
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Nach einer bombastischen Saison im Trikot des FC Barcelona scheint die einstige Beiß-Attacke während der WM 2014 allmählich vergessen. Der Uruguayer arbeitet unter anderem mit Adidas und Gatorade sowie einigen asiatischen Firmen wie Tronsmart, Gome und Tourism Malaysia zusammen.

Jahresgehalt: 19,9 Millionen US-Dollar

Werbeeinnahmen: 7 Millionen US-Dollar

Gesamtverdienst: 26,9 Millionen US-Dollar

Platz 7: Wayne Rooney
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Wirtschaftlich hat der Wechsel von Manchester United zum FC Everton dem in die Jahre gekommenen Stürmerstar nicht geschadet. Der 32-Jährige ist weiter der bestverdienende englische Fußballer.

Jahresgehalt: 22 Millionen US-Dollar

Werbeeinnahmen: 5 Millionen US-Dollar

Gesamtverdienst: 27 Millionen US-Dollar

Platz 6: Oscar
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Vor eineinhalb Jahren ist der Brasilianer dem Ruf des Geldes gefolgt und spielt seither in China. In Shanghai verdient er außerordentlich, muss die Weltmeisterschaft aber auch von Zuhause aus sehen.

Jahresgehalt: 25,9 Millionen US-Dollar

Werbeeinnahmen: 1,5 Millionen US-Dollar

Gesamtverdienst: 27,4 Millionen US-Dollar

Platz 5: Paul Pogba
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Der einst fulminanteste Transfer der Geschichte – Manchester United legte 105 Millionen Euro auf den Tisch – konnte sein Jahresgehalt innerhalb eines Jahres laut Forbes um rund sieben Millionen US-Dollar in die Höhe treiben.

Jahresgehalt: 25 Millionen US-Dollar

Werbeeinnahmen: 4,5 Millionen US-Dollar

Gesamtverdienst: 29,5 Millionen US-Dollar

Platz 4: Gareth Bale
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Der Waliser hat eine schwierige Saison hinter sich. Bei den Königlichen hat er seinen Stammplatz verloren, für die Weltmeisterschaft hat sich Wales auch nicht qualifiziert. Der Blick aufs Konto dürfte den Stürmerstar aber zumindest etwas trösten.

Jahresgehalt: 28,6 Millionen US-Dollar

Werbeeinnahmen: 6 Millionen US-Dollar

Gesamtverdienst: 34,6 Millionen US-Dollar

DüsseldorfDie Spieler in England, Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich sind die größten Profiteure des Fußball-Booms in Europa. Die Klubs in den fünf großen Ligen der Welt zahlten in der Saison 2015/16 zehn Prozent mehr an ihre Topkicker. Insgesamt stieg das Gehaltsniveau auf den Rekordwert von 8,2 Milliarden Euro, errechnete der Beratungskonzern Deloitte in der Studie „Annual Review of Football Finance 2017“.

Im Schnitt fließt in den fünf großen Ligen Europa zwischen 50 und 70 Prozent der Klubumsätze als Gehalt an die Spieler, errechnete Deloitte weiter. Die Bundesliga-Klubs fallen hier durch die niedrigste Quote auf, Italien hat den Berechnungen zufolge die höchste. Wie wichtig das kickende Personal ist, zeigt auch diese Zahl: 57 Prozent der Zusatzeinnahmen flossen zuletzt ins Gehalt.

Zwar verdienen Spitzenfußballer in allen fünf Ligen viel mehr als sie im Rest ihres Lebens ausgeben können. Dennoch ragt England in mehrfacher Hinsicht heraus: Die Premier League ist das Gehaltsparadies im Fußball. Mehr als drei Milliarden Euro flossen 2015/16 von den 20 Klubs an ihre gut 1000 Akteure.

Das entspricht absolut einem Anstieg um mehr als 300 Millionen Euro gegenüber der Vorsaison. Noch erstaunlicher ist jedoch dieser Vergleich: Die Gesamtgehaltsumme liegt mindestens doppelt so hoch wie in Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich. Auffällig ist hier: Das Niveau der französischen Liga fällt bereits deutlich ab.

Diese Gehaltslücke erklärt dann auch, warum so viele Topkräfte aus Frankreich im Ausland spielen und diesen Schritt bereits sehr früh gehen. Außerdem verwundert es nicht mehr, dass französische Klubs sportlich in Europa keine Rolle spielen und sich – abgesehen von Paris Saint Germain – auf ihre Rolle als Ausbildungsvereine beschränkt haben.

Kuriosität am Rande: Wie gespalten der französische Markt ist, zeigt auch diese Zahl von Deloitte: Die Gehaltszahlungen des von Scheichs finanzierten Topklubs Paris St. Germain stiegen in der betrachteten Saison um 15 Prozent auf 292 Millionen Euro. Das entspricht fast 30 Prozent der Lohnausgaben der gesamten französischen Liga.

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