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Der Fall des Miroslav K. Deutschland, ein Sommerloch

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Es war mehr als ein Lebenszeichen. Auf dem Fußballplatz würde man seine Aussagen als versuchten Befreiungsschlag bezeichnen. Er sprach von „Lügengeschichten“ und einer „Schmutzkampagne“. Was „auf ihn und seine Familie eingeprasselt“ sei, dass seine „Frau schwanger ist von einem Mitspieler und all das Zeug“ wies Klose entschieden zurück. Sehr, sehr glücklich sei er mit seiner Familie, aber er werde dem Urheber des Ungemachs zum „gegebenen Zeitpunkt eine Retourkutsche“ verpassen. Nur über seine berufliche Zukunft verlor Klose mal wieder kein Wort.

Er sagte nur, dass die für ihn wichtigen Leute Bescheid wüssten. Wahrscheinlich werde er zum FC Bayern wechseln, hatte Klose dem Bundestrainer anvertraut. Nur stellte sich auch Joachim Löw die Frage, die sich jeder stellt: „Wann?“

Aus München und Bremen war in den vergangenen Tagen wenig Erhellendes zu vernehmen. Wenigstens Franz Beckenbauer meldete sich gewohnt textsicher zu Wort und forderte sowohl die Bayern, also seinen eigenen Verein, als auch Werder Bremen zu einer schnellen Einigung im Fall Klose auf. „Ganz offensichtlich belastet ihn die unsichere Situation zwischen Bremen und Bayern. Er braucht eine Entscheidung, wie es weitergeht“, schrieb Beckenbauer in seiner Kolumne in der „Bild“-Zeitung.

Werder-Manager Klaus Allofs beteuerte im „Kicker“ einmal mehr, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass Klose schon im Sommer Bremen verlasse. In der „Welt“ wies er jedoch darauf hin, dass man bei bestimmten Spielern „eine Entscheidung im Sinne des Vereins revidieren und überdenken“ müsse, ergänzte aber den Nachsatz, dass das aber „nicht ausschließlich“ auf Miroslav Klose bezogen sei.

Das letzte Wort sprach gestern der Bundestrainer. Er bat den zum Sommerloch-Thema verkommenden Fall „Klose“ nicht weiter zu thematisieren. Klose werde gegen die Slowakei von Beginn an auflaufen und schließlich sollten sich alle auf dieses Spiel – das letzte Länderspiel der Saison – konzentrieren. Ach ja, und Clemens Fritz spielt in der Anfangself für Roberto Hilpert im rechten Mittelfeld. Nur so am Rande.

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