DFB-Pokal BVB siegt nach Elfmeterkrimi - Pokalschreck Lotte schaltet 1860 aus

Im Elfmeterschießen setzt sich Borussia Dortmund gegen Hertha BSC durch. Für Aufsehen sorgt weiter Drittligist Lotte. In der Runde der besten Acht muss Schalke beim FC Bayern antreten, Außenseiter Lotte empfängt den BVB.
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Spieler von Borussia Dortmund feiern ihren Sieg über Hertha BSC. Quelle: AP
Borussia Dortmund

Spieler von Borussia Dortmund feiern ihren Sieg über Hertha BSC.

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BerlinBorussia Dortmund kann nach einem Zittersieg im Elfmeterkrimi gegen Hertha BSC weiter auf seine vierte Finalteilnahme im DFB-Pokal in Serie hoffen. Der Vierte der Fußball-Bundesliga besiegte die Berliner am Mittwoch im Elfmeterschießen mit 3:2. Nach 90 Minuten und der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.

Pokalschreck Sportfreunde Lotte schaltete unterdessen auch Zweitligist 1860 München aus und steht als einziger Drittligist im Viertelfinale. Keine Überraschungen gab es dagegen in Hannover und Sandhausen, dort schafften die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und FC Schalke 04 den Sprung in die Runde der besten Acht.

Lotte als letzter verbliebener Drittligist empfängt im Viertelfinale Borussia Dortmund, Titelverteidiger FC Bayern hat ein Heimspiel gegen den FC Schalke, wie die Auslosung in der Nacht zum Donnerstag ergab. Eintracht Frankfurt empfängt Zweitligist Arminia Bielefeld, zwischen dem Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach gibt es ein weiteres Bundesliga-Duell.

Lottes dritter Streich, Dortmund behält die Nerven
Wintereinbruch in Lotte
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Bevor die Sportfreunde Lotte am Mittwochabend gegen den TSV 1860 Lotte antreten konnte, musste erstmal Schnee geräumt werden: Ein Wintereinbruch über Nacht hatte das Feld unter einer acht Zentimeter dicken Schneeschicht begraben. Lange war unklar, ob die Partie überhaupt würde stattfinden können. Nach einem öffentlichen Aufruf wurde der Rasen von zahlreichen Helfern rechtzeitig wieder freigeräumt.

SF Lotte - TSV 1860 München 2:0
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Und das gespielt werden konnte lohnte sich für die Heimmannschaft! Der Drittligist dominierte gegen die eine Liga höher spielenden „Löwen“ aus München komplett und feierte einen so verdienten wie sogar souveränen 2:0 Sieg. Die Sportfreunde erwiesen sich damit einmal mehr als Favoritenschreck dieser Pokalsaison: Zuvor hatten sie bereits Bayer Leverkusen und Werder Bremen aus dem Wettbewerb geworfen.

SV Sandhausen - FC Schalke 04 1:4
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Dem Außenseiter keine Chance ließ der FC Schalke 04. Nach einem 1:1 Achtungserfolg gegen Bayern München am Wochenende zeigten die Königsblauen in Sandhausen einen bravourösen Auftritt und ließen nie Zweifel an einem Favoritensieg aufkommen. Bei einem Pausenstand von 3:0 war das Spiel schon nach der ersten Halbzeit entschieden.

SV Sandhausen - FC Schalke 04 1:4
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Der SV Sandhausen hatte sich zuvor durchaus Hoffnung auf eine Überraschung gemacht: Die Kurpfälzer waren immerhin mit zwei Siegen und 5:0 Toren in die Zweitliga-Rückrunde gestartet. Gegen die eigentlich kriselnden Schalker wurde der Klassenunterschied aber deutlich. Durch Andrew Wooten glückte den Sandhausern immerhin der zwischenzeitlich 1:3 Anschluss- und letztlich Ehrentreffer (64.).

Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:2
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Ein gedrehtes Spiel und ein Torwart als Held: Reichlich zu bieten hatte die Partie des Zweitliga-Zweiten Hannover 96 gegen den derzeitigen Bundesliga-Überflieger Eintracht Frankfurt. Letztlich gab es das beanspruchte der Favorit vom Main das bessere Ende für sich.

Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:2
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Dabei gingen die Hannoveraner in der 57. Minute zunächst durch Harnik in Führung – Tawatha (62.) und Seferovic (66.) der nach krassem Fehler von Hannovers Prib freie Bahn hatte, drehten das Spiel innerhalöb von zehn Minuten. Dramatisch wurde es in der Schlussphase: Mit der letzten Aktion bekam 96 einen Elfmeter zugesprochen – in der 96. Minute. Doch Salif Sané schoss schwach, Hradecky hielt – und die Frankfurter jubelten.

Borussia Dortmund - Hertha BSC 1:1 n.V, 3:2 im Elfmeterschießen
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Nicht ohne Extrazeit aus kamen Borussia Dortmund und Hertha BSC Berlin. Bei leichten Feldvorteilen für die Borussia ging die „alte Dame“ aus Berlin in der 27. Minute durch Kalou in Führung. Unmittelbar nach der Pause egalisierte dann Reus für Dortmund (47.). Bei diesem Ergebnis blieb es – und das bemerkenswerteste Ereignis der Verlängerung war eine gelbe und dann gelb-rote Karte gegen Dortmunds Sokratis wegen penetranten Meckerns.

Wie schon im vergangenen Jahr scheiterte Hertha BSC wieder an Borussia Dortmund, dieses Mal jedoch schon im Achtelfinale und im Elfmeterschießen. Vladimir Darida, Fabian Lustenberger und Salomon Kalou vergaben für die Hertha, der Fehlschuss des Dortmunders Christian Pulisic fiel nicht mehr ins Gewicht. Nach 90 Minuten und nach der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Die Gastgeber konnten ihre Chancen in der Anfangsphase nicht nutzen, Kalou brachte die Hertha nach Flanke von Niklas Stark in Führung (27. Minute). Marco Reus glich kurz nach der Pause für die Dortmunder aus (47.). Die Westfalen können daher weiter auf ihre vierte Finalteilnahme in Serie hoffen und setzten ihren sportlichen Aufwärtstrend fort.
In der Bundesliga läuft es für Eintracht Frankfurt rund, auch im Pokal dürfen die Hessen weiter vom Finale träumen. Trotz eines 0:1-Rückstandes gegen Hannover 96 drehte das Team von Trainer Niko Kovac die Partie und zog ins Viertelfinale ein. Stürmer Martin Harnik brachte die Gastgeber zunächst in Führung (57.). Binnen sechs Minuten drehte die Eintracht durch Treffer von Taleb Tawatha (62.) und Haris Seferovic (66.) das Spiel. Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky hielt in der Nachspielzeit einen Elfmeter von Salif Sané (90.+6). Die Hessen können damit weiter auf ihre erste Final-Teilnahme seit 2006 hoffen.

Die Sportfreunde Lotte bleiben der Pokalschreck des diesjährigen Wettbewerbs. Nach den Bundesligisten Werder Bremen und Bayer Leverkusen scheiterte nun auch Zweitligist TSV 1860 München am Drittliga-Neuling. Jaroslaw Lindner (26. Minute) und Kevin Freiberger (58.) schossen das 2:0 (1:0) von Lotte heraus und machten ihren kleinen Club um 1,265 Millionen Euro reicher. Rund eine Million Euro hatte schon das Mitwirken im Achtelfinale gebracht. Dabei ist Lotte erst zum dritten Mal überhaupt im DFB-Pokal dabei. Für die Löwen mit ihrem neuen Trainer Vitor Pereira setzte es die nächste Enttäuschung.
Dank einer effektiven Chancenverwertung ist der FC Schalke erstmals seit sechs Jahren ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Beim zuvor seit fünf Spielen unbesiegten Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen setzte sich der Revierclub glanzlos und souverän mit 4:1 (3:0) durch. Mit einem Dreierpack innerhalb von acht Minuten sorgten Alessandro Schöpf (38.), Winter-Neuzugang Daniel Caligiuri (43.) und Verteidiger Naldo (45.+1) noch vor der Halbzeit für die Entscheidung. SVS-Angreifer Andrew Wooten (64.) gelang im erstmals mit 14.500 Zuschauern ausverkauften Hardtwaldstadion der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Gegen die ansonsten harmlosen Gastgeber sorgte der eingewechselte Jewgen Konopljanka (71.) wenig später für den Endstand. Letztmals hatten die Schalker 2011 die Runde der besten acht Teams erreicht - und waren anschließend Pokalsieger geworden.

  • dpa
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