DFB-Pokal-Halbfinale Wölfe lassen in Bielefeld nichts anbrennen

Drei Bundesligisten hatte Arminia Bielefeld schon aus dem Pokal geworfen – gegen den VfL Wolfsburg stieß der Drittligist jedoch an seine Grenzen. Routiniert gewannen die Niedersachsen das Auswärts-Halbfinale mit 4:0.
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Eindrucksvoll zeigte der VfL Wolfsburg Arminia Bielefeld seine Grenzen auf und zog völlig verdient ins Finale ein – die Arminia Fans sangen dennoch. Quelle: Reuters
Arminia Bielefeld - VfL Wolfsburg 0:4 (0:2)

Eindrucksvoll zeigte der VfL Wolfsburg Arminia Bielefeld seine Grenzen auf und zog völlig verdient ins Finale ein – die Arminia Fans sangen dennoch.

(Foto: Reuters)

BielefeldDer VfL Wolfsburg hat das Fußball-Märchen von Favoritenschreck Arminia Bielefeld jäh beendet und erstmals seit 20 Jahren wieder das DFB-Pokalfinale erreicht. Mit gnadenloser Effektivität siegte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking am Mittwoch beim Drittliga-Spitzenreiter 4:0 (2:0) und greift damit am 30. Mai im Finale gegen Borussia Dortmund erstmals nach dem DFB-Pokal. Für die Arminia ist dagegen die Pokal-Reise nach den sensationellen Siegen gegen die Bundesligisten Berlin, Bremen und Gladbach an der vorletzten Hürde gestoppt.

Zweimal Maximilian Arnold (8. und 54.), Luiz Gustavo (31.) und Ivan Perisic (51.) machten vor 26 137 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena den zweiten Final-Einzug perfekt. 1995 hatte der VfL beim bisher einzigen Finale 0:3 gegen Gladbach verloren. Für die Bielefelder geht es dagegen ab jetzt nur noch um die Zweitliga-Rückkehr, bereits am Samstag könnte gegen den Zweiten Holstein Kiel der vorentscheidende Schritt gelingen.

„Wir werden um unser Leben laufen“, hatte Arminia-Torhüter Alexander Schwolow vor dem Spiel versprochen. Mit entsprechend hoher Lauf- und Kampfbereitschaft traten die von den eigenen Fans frenetisch unterstützten Ostwestfalen auch auf. Doch gegen die fußballerische Klasse des Bundesliga-Zweiten stieß die Mannschaft von Trainer Norbert Meier schnell an ihre Grenzen. Sicher in der Defensive und routiniert in der Spielanlage ließen sich die Niedersachsen von der hitzigen Atmosphäre nicht anstecken.

Dabei profitierte der VfL vom frühen Führungstor. Nach einem Fehlpass von Stephan Salger setzte Daniel Caligiuri seinen Teamkollegen Arnold gut in Szene. Der Youngster ließ Schwolow keine Chance. Die Arminia drängte auf eine schnelle Antwort, zu nennenswerten Torchancen kam sie aber nicht. Allenfalls bei Standards wurde es mal ein wenig gefährlich.

Mit der Führung im Rücken konnten dagegen die Wolfsburger ihr Spiel aufziehen. Scheiterte Ivan Perisic in der 27. Minute noch an Schwolow, war es vier Minuten später passiert. Nach einem Freistoß von Ricardo Rodriguez und einer Kopfball-Vorlage von Bas Dost nickte Luiz Gustavo zur 2:0-Führung ein.

Dost war im Vergleich zur Gladbach-Niederlage wieder ins Team gerückt, dagegen musste Weltmeister André Schürrle zunächst erneut auf der Bank Platz nehmen. Im Mittelfeld führte Jungstar Kevin De Bruyne wieder Regie. Der Belgier musste nach einer frühen Gelben Karte aber aufpassen und wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit sicherheitshalber von Trainer Dieter Hecking ausgewechselt.

„Blitzeis am Elfmeterpunkt“
„Das ist für dich, Trainer“
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Spiegel Online legt den Schwerpunkt auf den Sieger der Partie, Borussia Dortmund: „Dortmund triumphiert im Pokal über Bayern: Das ist für dich, Trainer.“ Gemeint ist die Abschiedstournee von Coach Jürgen Klopp, der vorerst zum letzten Mal mit dem BVB gegen Bayern angetreten ist. Und die Mannschaft seither hinter sich weiß.

„Bayern schickt den BVB nach Berlin“
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Das Sportportal Spox schreibt: „Borussia Dortmund hat seine letzte Chance auf einen Titel in dieser Saison gewahrt.“ Allerdings haben die Bayern auch noch die Chance, nach Berlin zu fahren – wenn auch zum Champions-League-Finale.

„Blitzeis am Elfmeterpunkt“
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„Beim DFB-Pokalfinale verlässt der scheidende BVB-Trainer Jürgen Klopp München hüpfend als Sieger“, titelt die Online-Ausgabe der Zeit.

„Hau bloß ab! Und komm bald wieder!“
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Das Fußballmagazin 11Freunde widmet sich am Mittwoch ausführlich der Szene, in der der jubelnde Jürgen Klopp an seinem Gegenüber Pep Guardiola vorbeizog – ausgelassen jubelnd.

„Klopps Traum lebt“
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Der Kicker spricht von einem „Höllenspiel“. Mit Klopps Traum ist noch eine Titelfeier mit dem BVB auf dem Dortmunder Borsigplatz gemeint.

„Ein Signal der Hoffnung für die Bundesliga“
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Das sieht der Berliner Tagesspiegel in der Niederlage der Bayern. Und kommentiert: „Pech? War auch dabei. Bei den vier Elfmetern, die sie im finalen Entscheidungsschießen vergaben, die ersten beiden so tollpatschi, dass zum vierten der Torhüter Manuel Neuer antreten musste, weil sich kein anderer mehr blamieren wollte.“ Die Niederlage sei aber keineswegs unverdient.

„Aus allen Träumen gerutscht“
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Die Süddeutsche Zeitung schreibt unter anderem: „Am Dienstagabend, im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund, aber war da kein Klappstuhl, und so stand Guardiola, die Hände in den Hosentaschen vergraben. So sah er, wie Lahm ausrutschte. Er sah, wie Alonso ausrutschte. Er sah, wie Götze verschoss. Er sah, dass Neuer an die Latte schoss.“

Aufpassen mussten auch die Wolfsburger zu Beginn der zweiten Halbzeit, als Florian Dick einen Freistoß aus fast 35 Metern an die Latte setzte und Klos den Ball anschließend über das Tor drosch (47.). Als die Bielefelder gerade wieder etwas Hoffnung schöpften, schlugen die Wölfe erneut im Stile einer Spitzenmannschaft zu.

Nach einer Kombination über De Bruyne und Caligiuri war Perisic aus kurzer Entfernung zur Stelle. Und es kam noch schlimmer: Arnold beseitigte nur vier Minuten später im zweiten Versuch letzte Zweifel am Endspiel-Einzug. Dort kommt es zur Neuauflage des Halbfinal-Duells aus dem Vorjahr. Vor gut einem Jahr hatte sich der BVB 2:0 durchgesetzt. Die Bielefelder Fans zeigten sich von dem Aus ihres Teams indes unbeeindruckt und feierten das Team während des Spiels sowie noch minutenlang nach dem Schlusspfiff unverdrossen.

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  • dpa
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