DFB-Pokal Vierte Einwechslung ab sofort möglich

Dauert ein Pokalspiel länger als neunzig Minuten, geht einigen Spielern schon einmal die Puste aus. Dem können Trainer nun entgegenwirken: Im Falle einer Verlängerung ist ab sofort eine vierte Einwechslung erlaubt.
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Im DFB-Pokal dürfen künftig nicht mehr nur drei, sondern vier Spieler eingewechselt werden – sollte die Partie in die Verlängerung gehen. Quelle: dpa
Neue Regelung

Im DFB-Pokal dürfen künftig nicht mehr nur drei, sondern vier Spieler eingewechselt werden – sollte die Partie in die Verlängerung gehen.

(Foto: dpa)

Frankfurt/MainIn Spielen des DFB-Pokals ist ab sofort eine vierte Einwechslung im Falle einer Verlängerung möglich. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag mitteilte, wurde ein entsprechender Beschluss des Präsidiums vom International Football Association Board (IFAB) genehmigt. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern soll diese Regelung bereits in der nächsten Runde greifen und auch für die gesamte Spielzeit 2017/2018 Bestand haben. Alle deutschen Vereine, die in den beiden Wettbewerben noch vertreten sind, hatten der Teilnahme an dem Pilotprojekt zuvor zugestimmt.

Bei den Pokalspielen bedeutet dies: Geht eine Partie in die Verlängerung, können die Trainer von ihrem Recht einer vierten Auswechslung Gebrauch machen. „Wir sind froh, dass alle Vereine den sportlichen Nutzen dieser Regelung sehen. Wir haben die Belastung der Spieler im Blick und die Trainer haben nun eine Möglichkeit mehr, diese zu steuern“, sagte Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung.

Kann Mainz den 2. März wiederholen?
1. FSV Mainz 05 - FC Bayern München (Freitag, 20:30 Uhr)
1 von 10

Das letzte Duell ging an die Mainzer: Vier Minuten vor dem Abpfiff traf Joker Jhon Córdoba am 2. März dieses Jahres zum 2:1-Sieg in München. Die letzten vier Heimspiele gegen den Rekordmeister verloren die 05er jedoch mit 1:10 Toren. Der Branchenführer unterlag in den letzten beiden Pflicht-Gastspielen allerdings und gewann nur zwei der letzten sechs.

Prognose: Mainz (10 Prozent Siegchance) 0:2 München (71 Prozent)

Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr)
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Raffael und Kruse schossen am 15. März 2014 ein 2:1 beim damaligen Tabellenzweiten heraus – den einzigen Gladbacher Sieg in den letzten 15 Auftritten bei der Namenscousine, die neun der letzten zehn Heimpartien gegen die Gladbacher gewann. Von den letzten 16 Ligapartien in der Fremde gewannen die Gladbacher nur das bedeutungslose Saisonfinale in Darmstadt (2:0). In dieser Saison verbuchten sie auswärts erst einen Punkt und mit zwei die wenigsten Treffer aller Klubs.

Prognose: Dortmund (55 Prozent Siegchance) 2:1 Mönchengladbach (24 Prozent)

Bayer 04 Leverkusen - SC Freiburg
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Die einzige Niederlage der Leverkusener in den letzten neun Heimspielen gegen die Breisgauer, von denen sie sieben gewannen, wurde Trainer Robin Dutt zum Verhängnis. Nach dem 0:2 am 31. März 2012 musste der vorherige Freiburger gehen. Die Breisgauer verloren die letzten drei Begegnungen mit elf Gegentoren. Ihren letzten Sieg in der Fremde feierten sie mit einem 3:1 in Bremen, womit sie ihre bislang einzigen Auswärtspunkte holten.

Prognose: Leverkusen (49 Prozent Siegchance) 2:1 Freiburg (29 Prozent)

VfL Wolfsburg - Hertha BSC Berlin
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Mit jeweils zwei Treffern gewannen die Wolfsburger die letzten drei Heimspiele gegen die Berliner. Salomon Kalou sorgte am 24. September 2014 mit dem Tor zum 1:0 in der Hauptstadt für den einzigen Sieg der Berliner in den letzten sechs Duellen, in denen die alte Dame nie mehr als einen Treffer erzielte. Die Wolfsburger warten seit dem 3:1 gegen Absteiger Stuttgart vom 14. Mai mehr als ein halbes Jahr auf einen Heimsieg.

Prognose: Wolfsburg (39 Prozent Siegchance) 1:1 Berlin (33 Prozent)

SV Werder Bremen - FC Ingolstadt 04
5 von 10

Kein Punkt, kein Tor - das ist die Bremer Bilanz aus den beiden Pflichtspielen gegen die Ingolstädter, deren 1:0 in Bremen vom 19. September 2015 mehr als ein Jahr lang als letzter Auswärtssieg in ihren Annalen stand. Die Serie riss beim Debüt von Trainer Maik Walpurgis mit einem 1:0 in Darmstadt. Bremens neuer Trainer Alex Nouri verlor die letzten beiden Heimspiele, führte aber auch Regie bei den bislang einigen Punktgewinnen im Weserstadion, den 2:1-Erfolgen gegen Wolfsburg und Leverkusen.

Prognose: Bremen (37 Prozent Siegchance) 1:1 Ingolstadt (37 Prozent)

TSG 1899 Hoffenheim - 1. FC Köln
6 von 10

Der Senegalese Demba Ba sicherte mit seinem Tor zum 2:0 am 9. Mai 2009 den Erfolg gegen die Elf von Trainer Christoph Daum - und damit in der ersten Bundesligasaison der Hoffenheimer ihren bis heute einzigen Heimsieg gegen Köln. Auch in den letzten neun Duellen, von denen fünf Remis endeten, gelang der TSG kein Dreier. Die Hoffenheimer sind neben Leipzig als einziges Team ungeschlagen. Mit sieben Unentschieden, zuletzt drei in Folge, sind sie die Remis-Könige der Liga.

Prognose: Hoffenheim (34 Prozent Siegchance) 1:1 Köln (40 Prozent)

RB Leipzig - FC Schalke 04 (Samstag, 18:30 Uhr)
7 von 10

Sieben Siege in Folge mit insgesamt 18:6 Toren, dazu die meisten Treffer der Liga – die Sachsen sind auch nach zwölf Runden bester Aufsteiger aller Zeiten, obwohl sie siebenmal auswärts und erst fünfmal zu Hause antraten. Die seit sieben Ligapartien ungeschlagenen Schalker verloren keine der letzten zwölf Pflichtaufgaben, von denen sie zehn gewannen. Ihr nächster Sieg ist ihr 650. in der Bundesliga. Davon ist der Neuling aus dem Osten noch weit entfernt.

Prognose: Leipzig (43 Prozent Siegchance) 2:1 Schalke (34 Prozent)

  • dpa
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