DFB-Pokalfinale Mit einem Kraftakt zum Double

Der FC Bayern München hat sein Double verteidigt. In der Verlängerung setzten die Bayern den Konkurrenten Dortmund in einer Taktikschlacht matt. Es hätte auch anders kommen können.
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Ausgelassen bejubeln die Bayern-Spieler den Pokalsieg, Kapitän Phillip Lahm reckt die Siegertrophäe in den Abendhimmel von Berlin. Quelle: dpa

Ausgelassen bejubeln die Bayern-Spieler den Pokalsieg, Kapitän Phillip Lahm reckt die Siegertrophäe in den Abendhimmel von Berlin.

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BerlinManchmal muss es eben ein Kraftakt sein. Es war die 107. Minute als Arjen Robben den Ball über die Linie drückte und Richtung Marathontor des Berliner Olympiastadions abdrehte – dort wo die Bayern-Fans standen.

Mit einer kräftezehrenden Taktikschlacht hatten sich die beiden Mannschaften wie schon 2013 in London ein Duell geliefert, an dessen Ende der Sieger wieder Bayern München heißt. Mit 2:0 setzten sich die Münchener am Ende im 71. Pokalfinale gegen die Rivalen aus Dortmund im 71. Pokalfinale vor 76.197 Zuschauern.

Robben erlöst Bayern in der Verlängerung
Manuel Neuer
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Borussia Dortmund –FC Bayern München 0:2 n.V. (0:0)

Mit Bayern München und Borussia Dortmund standen sich im Endspiel des DFB-Pokals die beiden Top-Mannschaften der Bundesliga gegenüber. Die Bayern waren nach dem Sinkflug der vergangenen Wochen fest entschlossen, das Double zu holen – und überraschten mit ihrer Aufstellung.

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Borussia Dortmund ? FC Bayern München
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Neben den drei Startelf-Rückkehrern Boateng, Lahm und Götze, durfte sich auch Bayern-Youngster Höjbjerg über einen Platz von Anfang an freuen. Der FCB begann mit einem 3-3-2-2-System und stellte das Zentrum dicht. Die Borussia stand hoch und attackierte schon früh – kam mit dem taktischen Kniff der Bayern aber nicht so richtig klar.

Borussia Dortmund ? FC Bayern München
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Die Anfangsphase gehörte klar den Bayern: Müller (4.) und Robben (6.) hatten schon früh gute Möglichkeiten, scheiterten aber beide an BVB-Keeper Weidenfeller. Auch danach kombinierten die Münchener sich immer wieder in Strafraumnähe, doch im entscheidenden Moment hatte meistens ein Dortmunder seinen Fuß dazwischen.

Borussia Dortmund ? FC Bayern München
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Mit zunehmender Spieldauer verflachte das Bayern-Spiel etwas. In dieser Phase gab es viel Mittelfeldgeplänkel mit aggressiv geführten Zweikämpfen zu sehen. Für Bayern-Kapitän Lahm ging es nach einer halben Stunde nicht mehr weiter. Für ihn kam Ribery.

Borussia Dortmund ? FC Bayern München
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Kurz vor Schluss dann die erste Chance für die Dortmunder: Großkreutz schickte Lewandowski in den Strafraum, wo der Pole aus zehn Meter knapp über das Tor schoss. Dann ging es für die Teams in die Kabine.

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Von Offensivdrang war auch zu Beginn der zweiten Hälfte nichts zu sehen, beide Mannschaften kamen vorsichtig aus der Kabine: Bayern schob sich den Ball hin und her, Dortmund machte die Räume eng und wartete auf eine gute Kontermöglichkeit.

Borussia Dortmund - FC Bayern München
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Für Aufregung sorgte ein Kopfball von Hummels: Sahin zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, wo Lewandowski auf Hummels verlängerte. Der Innenverteidiger köpfte aufs Tor, Dante rettete mit einer eingesprungenen Aktion – der Ball war dabei aber wohl schon hinter der Linie. Eine Millimeterentscheidung.

Ein versöhnliches Ende der Saison, heißt es nun. Aber warum eigentlich nur versöhnlich? Nach der schnellsten Meisterschaft aller Zeiten und mit dem 17. Pokalsieg der Vereinsgeschichte dürfte das Krisengerede, das in München in den vergangenen Wochen kursierte, schnell wieder verstummen. „Heute ist einfach nur feiern, bis es kein Ende mehr gibt. Wir sind einfach nur glücklich. Kompliment auch an Dortmund, die auch heute wieder sehr stark waren“, freute Bayerns Jerome Boateng sich nach dem Spiel.

Es hätte allerdings auch anders kommen können. In der 65. Minute wurde den Dortmundern von Schiedsrichter Florian Meyer ein regulärer Treffer aberkannt. Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels hatte einen Ball knapp über die Linie gedrückt – bevor Dante klärte. Eine Millimeterentscheidung. Schiedsrichter Florian Meyer gab den Treffer nicht. Möglich, dass die Partie danach einen anderen Verlauf genommen hätte. So fiel in der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer – und der Sieger hieß am Ende Bayern München.

Dortmund Trainer wirkte nach dem Spiel reichlich angefressen. „Alle meine Ersatzspieler standen schlechter als der Linienrichter und haben gesehen, dass der Ball drin war. Um den vor der Linie wegzuschlagen, hätte Dante dem Cirque du soleil angehören müssen“. Auch an der übrigen Schiedsrichterleistung ließ Klopp kein gutes Haar. „Wir sind seit Jahren vorne in der Fair-Play-Tabelle, aber werden behandelt als würden wir alle durch die Gegend treten.“

Guardiolas taktische Kniffe
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