DFB-Testspiel in Amsterdam Müde Nullnummer gegen „Oranje“

Mit einer Nullnummer gegen die Niederlande verabschiedet sich die DFB-Elf in die Winterpause. Spielkontrolle statt Ballzauber stand im Regieplan beider Mannschaften. So blieben Torchancen Mangelware.
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Wenig Ideen, kaum Chancen, keine Tore
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Niederlande - Deutschland 0:0
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Boateng, Schmelzer, Schweinsteiger, Kroos, Badstuber, Khedira, Klose, Özil: Gleich auf acht Spieler musste Jogi Löw im Prestigeduell gegen die Niederlande verzichten. Entsprechend überraschend war die Startaufstellung der DFB-Elf.

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Statt Klose bot Löw im Sturmzentrum Mario Götze auf. Dahinter kam neben Reus und Müller Lewis Holtby von Beginn an zum Einsatz. Für Schweinsteiger und Khedira spielten Gündogan und Bender im defensiven Mittelfeld.

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Aber auch Bonds-Coach Louis van Gaal musste in Amsterdam mit Wesley Sneijder, Jeremain Lens, Kevin Strootman, Luciano Narsingh und Robin van Persie auf einige wichtige Kräfte verzichten.

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Die deutsche Elf war zunächst darauf bedacht, in der Defensive gut zu stehen, um bei Ballverlusten der Hausherren schnell nach vorne zu spielen. Doch bis zur 20. Minute hatte keines der beiden Teams auch nur einmal auf das gegnerische Tor geschossen.

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Dann aber machte die DFB-Elf das Spiel schnell. Der Schalker Benedikt Höwedes bediente von der linken Seite Götze. Doch der Versuch des Dortmunders den Ball an Innenverteidiger Heitinga vorbeizulegen scheiterte (21.).

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Sechs Minuten später war es erneut eine Koproduktion von Höwedes und Götze die für Gefahr vor dem Niederländischen Tor sorgte. Wieder passte der Schalker in den Strafraum. Aber auch dieses Mal wurde Götzes Schuss geblockt.

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Die „Elftal“ verschleppte oftmals das Tempo und versuchte es dann mit überraschenden Kontern. Ein Zauberpass des Schalkers Afellay auf Robben sorgte nach einer halben Stunde für die größte Chance der Niederländer. Der Bayern-Star spielte seinen Vereinskollegen Neuer aus, verlor beim Torschuss allerdings den Halt. Chance vertan. Allerdings stand Robben beim Afellay-Pass im Abseits.

AmsterdamMit viel Disziplin und dosierter Offensive hat die Fußball-Nationalmannschaft ihr turbulentes EM-Jahr mit einer soliden Nullnummer in den Niederlanden beendet. Ohne acht Stammkräfte hatte Bundestrainer Joachim Löw seiner jungen Reservisten-Auswahl am Mittwochabend in Amsterdam taktische Kontrolle als oberstes Gebot verordnet. Lohn war das 0:0, das nach dem Schweden-Schock die Defensiv-Diskussion nicht über den Jahreswechsel am Kochen hält. „Wir haben sehr positionstreu gespielt und sehr diszipliniert und das war nach den letzten Ergebnissen wie gegen Schweden das Wichtigste“, lobte Löw.

Vor 51.000 Zuschauern zeigten beide Mannschaften erstaunlich wenig Angriffsleidenschaft - besonders Oranje hatte enorm viel Respekt und wollte die dritte Niederlage innerhalb eines Jahres gegen das DFB-Team unbedingt vermeiden. Das Jahr 2012 wurde von der Löw-Auswahl mit acht Siegen, zwei Remis und vier Niederlagen beendet.

Auch die Spieler waren erleichtert über das zu Null. „Es war sicher kein spektakuläres Spiel. Aber man kann sich in so einem Spiel die Sicherheit wiederholen“, erklärte Mats Hummels. „Wir haben nicht viele Chancen zugelassen und kein Gegentor bekommen, das ist positiv“, stellte Kapitän Philipp Lahm fest. Torhüter Manuel Neuer bemerkte zum Niveau der Partie: „Keine der beiden Mannschaften wollte einen Fehler machen. Deshalb sah es vielleicht etwas zäh aus.“

So viel Improvisationskunst wie in seinem 89. Spiel als Bundestrainer hatte Löw noch nicht aufbringen müssen, doch die aus der Not heraus geborene deutsche Mannschaft bewies hohe taktische Disziplin und imponierte zumindest mit ihrem Teamwork. Angeführt von dem spielfreudigen Marco Reus fand die Elf auch wieder die zuletzt vermisste Balance zwischen Offensive und Defensive.

Eine mutige Entscheidung traf der Bundestrainer mit dem Einsatz des erst am Montag nachnominierten Lewis Holtby auf der Özil-Position im zentralen Mittelfeld. Der etatmäßige U 21-Kapitän steigerte sich nach nervösem Beginn. Nicht minder überraschend kam die Rolle für Mario Götze, der nominell Sturmspitze spielte, aber auch anderswo auf dem Feld auftauchte. Auf der Doppel-Sechs machten Ilkay Gündogan und Lars Bender ihre Sache als Vertreter des Stammduos Schweinsteiger/Khedira erstaunlich gut und ließen Oranje-Spielmacher Rafael van der Vaart wenig Raum. Für die letzten Minuten durfte auch noch Roman Neustädter als 53. Neuling unter Löw Länderspiel-Luft schnuppern.

Huntelaar nur auf der Bank
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