DFL Bundesliga-Report 2015 Deutscher Fußball feiert zehnten Umsatzrekord

Die erste Bundesliga ist ein Milliardengeschäft, das floriert. Der Umsatz steigt zweistellig. Nur fünf Klubs der 18 Erstligisten haben rote Zahlen. Auch in der zweiten Liga sind die Umsätze deutlich höher.
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Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL. Quelle: dpa

Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Bundesliga hat in der Saison 2013/14 den zehnten Umsatzrekord in Folge erzielt. Mit 2,45 Milliarden Euro sei der Vorjahreswert um 12,9 Prozent gesteigert worden, teilte die DFL Deutsche Fußball Liga am Mittwoch mit. 13 der 18 Klubs schrieben schwarze Zahlen. Das sei einer mehr als im Vorjahr.

Auf der Ausgabenseite erreichte die Personalkostenquote mit 36,8 Prozent einen deutlich geringeren Wert als in den vergangenen Jahren. Diese Ziffer gibt das Verhältnis von Spieler- und Trainergehältern zum Gesamtumsatz wieder. Zum Vergleich: Laut UEFA liegt der Durchschnittswert in Europa bei 65 Prozent.

Die 2. Bundesliga setzte deutlich weniger um. Auch die zweite Garde verbuchte jedoch mit 458 Millionen Euro ebenfalls einen Umsatzrekord. Das entspricht einem Zuwachs von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Personalkostenquote lag auch hier deutlich unter 40 Prozent, wie die DFL bei der Vorstellung des Bundesliga Reports 2015 in Frankfurt am Main erklärte.

„Der deutsche Profifußball hat in den letzten Jahren sein solides finanzielles Fundament genutzt, um eine hervorragende sportliche Entwicklung zu nehmen“, erklärte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

Die Zukunftsperspektiven seien weiterhin positiv, denn das wirtschaftliche Wachstum der Bundesliga sei ungebrochen. Dies bilde die Grundlage für die künftige Leistungsfähigkeit der Clubs und lasse sie ebenso ihre gesellschaftliche Verantwortung in vielfältiger Hinsicht wahrnehmen, sagte Seifert.

Mit mehr als 875 Millionen Euro an Steuern und Abgaben bleibe der Lizenzfußball ein bedeutender Steuerzahler, betonte die DFL. In den vergangenen fünf Jahren belief sich das Steueraufkommen auf insgesamt fast vier Milliarden Euro. Der Profifußball sei zudem ein starker Jobmotor: 48.830 Menschen (plus acht Prozent gegenüber dem Vorjahr) arbeiteten in der Saison 2013/14 in direkter Anstellung oder durch Beauftragung der Lizenzclubs.

Die beste Bundesliga-Elf aller Zeiten
Tor: Manuel Neuer
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Hält nicht nur, sondern spielt auch mit: Manuel Neuer lässt Torwart-Titanen wie Oliver Kahn oder Sepp Maier hinter sich. Der 28-Jährige Welttorhüter schaffte den Sprung in die Bundesliga beim FC Schalke 04. 2011 wechselte Neuer nach München und wurde 2014 mit der DFB-Elf Weltmeister. In der Abstimmung erreichte Neuer den 6. Platz.

Die „Sport Bild“ hat fünf erfolgreiche Trainer der Bundesliga-Geschichte über die größten Stars der Bundesliga-Geschichte abstimmen lassen. Zur Jury gehörten Ottmar Hitzfeld, Rudi Gutendorf, Otto Rehhagel, Armin Veh, Markus Weinzierl und „Sport Bild“-Autor Raimund Hinko.

Abwehr: Franz Beckenbauer
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Fünfmal Deutscher Meister, viermal Pokalsieger – und Weltmeister: Franz Beckenbauer absolvierte 424 Spiele in der Bundesliga für den FC Bayern München und den Hamburger SV. Der Libero mit der eleganten Spielanlage wurde von der Jury zum besten Bundesliga-Spieler aller Zeiten gewählt.

Abwehr: Philipp Lahm
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Führte die DFB-Elf als Kapitän zum Weltmeistertitel 2014: Philipp Lahm wurde mit dem FC Bayern bereits fünfmal Deutscher Meister und fünfmal Pokalsieger – und ist noch nicht einmal am Ende seiner Karriere angelangt. Bislang kam der 31-Jährige in 324 Bundesliga-Spielen für den VfB Stuttgart und Bayern München zum Einsatz, schoss dabei zwölf Tore. Im Ranking der 100 größten Bundesliga-Stars aller Zeiten belegt Lahm den 8. Platz, auf der Position des Verteidigers ist er hinter Beckenbauer jedoch Zweiter.

Abwehr: Andreas Brehme
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Schoss die Deutsche Nationalmannschaft 1990 mit einem verwandelten Elfmeter zum dritten Weltmeister-Titel: Andreas Brehme (l., hier gegen Hasan Salihamidzic) bestritt 301 Spiele in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern und den FC Bayern München. Deutscher Meister wurde er 1987 mit dem FC Bayern und 1998 sensationell mit Aufsteiger Kaiserslautern. In der „Sport Bild“-Abstimmung landete Brehme auf Platz 18 – und ist damit drittbester Abwehrspieler.

Mittelfeld: Lothar Matthäus
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Rekordnationalspieler und Weltfußballer des Jahres: Lothar Matthäus erreichte insgesamt den dritten Platz – und ist damit der beste Mittelfeldspieler der Bundesliga aller Zeiten. Der heute 53-Jährige wurde unter anderem siebenmal Deutscher Meister. Für Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern München absolvierte er insgesamt 464 Spiele.

Mittelfeld: Günter Netzer
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Popstar im Gladbacher Mittelfeld: Günter Netzer (r., am 20.12.1972 gegen den machtlosen Freiburger Torhüter Urban Klausmann) erzielte in 230 Bundesliga-Spielen für Mönchengladbach 82 Tore. Der heute 70-Jährige wurde zum insgesamt fünftbesten Spieler aller Zeiten gewählt und ist damit zweitbester Mittelfeldspieler.

Mittelfeld: Wolfgang Overath
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Kölner Kultfigur: Wolfgang Overath (l., hier am 06.10.1973 in Köln gegen Bayern-Abwehrspieler Georg Schwarzenbeck) kam beim 1. FC Köln in 409 Spielen zum Einsatz und erzielte 84 Treffer. Mit den Geißböcken wurde der heute 71-Jährige 1964 Deutscher Meister. In der Abstimmung belegt Overath den 7. Platz und ist somit drittbester Mittelfeldakteur.

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