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EM-Qualifikation Deutschland und die „Wilde 13"

Mit dem höchsten Auswärtssieg in der 106-jährigen Verbandsgeschichte hat die deutsche Nationalmannschaft ihre Pflichtaufgabe beim Fußball-Zwerg San Marino souverän gemeistert und die Tabellenspitze in der EM-Qualifikations-Gruppe D übernommen und zugleich einen beeindruckenden Beweis ihrer neuen Charakterstärke abgeliefert.
Thomas Hitzelsperger und Bastian Schweinsteiger feiern den Sieg gegen San Marino. Foto: ap

Thomas Hitzelsperger und Bastian Schweinsteiger feiern den Sieg gegen San Marino. Foto: ap

SERRAVALLE. Gestärkt vom neuen WM-Selbstbewusstsein zeigten Lukas Podolski und Co. eine konzentrierte und hochprofessionelle Leistung und kamen beim Weltranglisten-191. folgerichtig zu einem 13:0 (6:0)-Kantersieg. Nach dem 1:0-Auftakterfolg gegen Irland weist die Auswahl des deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf dem Weg zur Endrunde nach Österreich und der Schweiz die Optimalausbeute von sechs Punkten aus zwei Spielen vor.

Viermal Lukas Podolski (12., 43., 64. und 71.), je zweimal Miroslav Klose (30. und 45.+1), Bastian Schweinsteiger (29. und 47.) und Thomas Hitzlsperger (66. und 73.), Michael Ballack (35.), Manuel Friedrich (87.) und Bernd Schneider (90., Handelfmeter) machten mit ihren Toren den höchsten deutschen Auswärtssieg perfekt. Zuvor tauchte der 9:1-Erfolg am 11. März 1934 in Luxemburg in den Rekordbüchern des deutschen Fußball-Bundes auf. Zugleich verbuchte die DFB-Elf den höchsten Sieg seit dem 1. September 1940 (13:0 gegen Finnland).

Ein echter Gradmesser wird allerdings erst der nächste deutsche Gegner in der Qualifikations-Gruppe D sein. Am 11. Oktober in Bratislava wartet mit der Slowakei ein Team anderen Kalibers auf den WM-Dritten, auch wenn es am Mittwoch ein 0:3 gegen Tschechien gab. „Wir haben jetzt sechs Punkte gemacht, das ist eine gute Basis.

Man hat gesehen, dass die Mannschaft viel Freude an einem schönen Spiel haben wollte“, lobte Löw den Torhunger seiner Spieler. Auch Kapitän Ballack war bester Laune: „Ich glaube, man kann sehr zufrieden sein, wenn man 13 Tore macht. So haben wir uns das vorgestellt.“ Der vierfache Schütze Podolski sagte: „Wir wollten Tore machen, wie es der Trainer angesprochen hat. Das ist uns gelungen.“

Im dritten Länderspiel unter Bundestrainer Joachim Löw war es der erwartete Spaziergang der deutschen Elf. Der WM-Dritte war der Mannschaft San Marinos, die ausschließlich aus Amateuren besteht, in allen Belangen überlegen. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor von Student Aldo Simoncini, der sich in der Vorbereitung Tennisbälle auf das Tor schießen lassen hatte, um die Schüsse der deutschen Angreifer zu simulieren.

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