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Eröffnungsspiel in München, Finale in Berlin Innerdeutsches Duell vor dem ersten Anpfiff

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"Deutschland erhält die einmalige Chance, sich im allerbesten Licht als weltoffenes Land darzustellen", sagte Bundesinnenminister Otto Schily zur separaten Eröffnungsfeier - und nannte die bayerisch- preußischen Konflikte um den WM-Auftakt kleinkariert. Die Botschaft kam offenbar an: München, das noch 1974 bei der letzten WM im Lande Schauplatz des Finalsiegs der Deutschen gegen die Niederlande (2:1) war, will sich 2006 erneut als Fußball-Hauptstadt präsentieren.

Dazu sollen nicht nur die sechs WM-Partien im neuen Stadionrund beitragen: "Vier Wochen Party", so lautet das ehrgeizige Motto der lokalen Organisatoren. 2,4 Mill. ? lässt sich die Stadt ihr WM-Begleitprogramm kosten. Zum Zentrum der Fete wurde der Olympiapark auserkoren, auf dessen 850 000 Quadratmeter großem Areal ein Open- Air-Fan-Park entstehen soll. Dazu beherbergt München das Hauptpressezentrum, aus dem insbesondere die elektronischen Medien ihre WM-Berichterstattung präsentieren.

Trotz 50 Mrd. ? Schulden holte auch der Berliner Senat für das große Ereignis gut 80 Mill. ? aus der leeren Staats- Schatulle. 46 Mill. ? davon flossen neben den 196 Mill. ? vom Bund in die Komplettsanierung des Olympiastadions, etwa 30 Mill. ? sind für weitere WM-Maßnahmen in der Infrastruktur am und rund um das wunderschön restaurierte Olympiastadion vorgesehen.

Berlin hat seine Chance erkannt und die Hausaufgaben gewissenhaft erledigt. Die Wirtschaft hat mitgezogen. Der Tourismus boomt schon jetzt und treibt mit der WM die Rekordzahlen des Vorjahres von erstmals mehr als 13 Mill. Übernachtungen weiter in die Höhe. Im kommenden Fußball-Jahr bietet Berlin seinen Gästen erstmals mehr als 80 000 Hotelbetten. Auch verkehrstechnisch ist Berlin reif für die WM. Zudem will sich die Stadt im ansehnlichen, vom Innenministerium mit 30 Mill. ? finanzierten Kulturprogramm seine erste Tabellenposition in der Liga der zwölf deutschen WM-Städte nicht nehmen lassen. Die Spitze internationaler Künstler, Schauspieler und Musiker tritt in Berlin auf.

In München will das Referat für Arbeit und Wirtschaft nach der Auslosung der Gruppenspiele am 9. Dezember das WM-Fieber richtig schüren. Auf ihrer Homepage (www.muenchen.de) hat die bayrische Landeshauptstadt eigens einen Link zur WM eingerichtet. Denn eine Studie im Rahmen der EM 2004 in Portugal hat ergeben, dass WM- Touristen sich "frühzeitig und vorrangig" via Internet über die Spielorte informieren. Die WM soll ausländische Touristen und Investoren für München begeistern. Denn auch nach der WM soll ein München-Besuch "in" sein: 2008 findet die 850-Jahr-Feier statt, und 2010 steigt das 200. Oktoberfest.

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