FC Bayern München Hoeneß sitzt wieder auf seinem Stammplatz

Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, dass Uli Hoeneß' Steuerschuld größer sein soll als bislang bekannt. Der Ex-Präsident des FC Bayern zeigt sich davon unbeeindruckt und schaut sich wieder ein Heimspiel an.
Update: 29.03.2014 - 17:10 Uhr Kommentieren
So erlebte Uli Hoeneß das Heimspiel gegen Hoffenheim
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Um kurz vor halb vier sucht der verurteilte Steuersünder seinen Platz in der Allianz-Arena. Hoeneß war am 13. März vom Münchner Landgericht der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden.

Bayern Munich's former president Uli Hoeness speaks to supporters after the final whistle in the German first division Bundesliga soccer match against Hoffenheim in Munich
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Hoeneß genießt die Zuneigung der Bayern-Anhänger, die zu ihm halten.

Bayern Munich's former president Hoeness signs autographs after the final whistle in the German first division Bundesliga soccer match against Hoffenheim in Munich
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Die Fans mögen ihren Uli immer noch: Der verurteilte Steuerbetrüger schreibt Autogramme und lässt sich fotografieren.

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„Willkommen zurück“: Uli Hoeneß winkt einem Zuschauer zu. Es sind seine letzten Wochen in Freiheit: Hoeneß muss voraussichtlich nach Ostern seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Landsberg antreten.

FC Bayern München - 1899 Hoffenheim
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Uli Hoeneß sitzt neben Adidas-Chef Herbert Hainer (li.) auf der VIP-Tribüne. Hainer ist Hoeneß' Nachfolger als Chef des Aufsichtsrates der Bayern. Unten rechts Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp sowie der designierte Hoeneß-Nachfolger als FCB-Präsident, Karl Hopfner. Unten links Helmut Markwort (mit Schal), ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der Bayern und Mit-Herausgeber des Focus.

Former Bayern Munich president Hoeness reacts as Munich scores against Hoffenheim during the German first division Bundesliga soccer match in Munich
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Die VIP-Gäste des FC Bayern jubeln über ein Tor des FC Bayern. Uli Hoeneß (Mitte) bleibt sitzen und zeigt erst einmal keine Reaktion.

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Doch dann kann auch er nicht anders: Zusammen mit den anderen Mächtigen des FC Bayern beklatscht er das zweite Tor. Oben rechts steht Martin Winterkorn, Aufsichtsratsmitglied bei den Bayern und VW-Chef.

MünchenUli Hoeneß soll noch mehr als die bislang bekannten 28,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, dass die Steuerfahndung Rosenheim, die derzeit die kompletten Unterlagen des Hoeneß-Kontos bei der Züricher Vontobel Bank durcharbeitet, bereits eine hinterzogene Summe von mehr als 30 Millionen Euro errechnet hat. Die Berechnungen seien noch nicht abgeschlossen, ein Steuerbescheid noch nicht erstellt.

Erst wenn Hoeneß seine Schulden beim Staat beglichen hat, steht ihm die Möglichkeit einer so genannten Halbstrafe offen. Damit müsste er lediglich eine 21-monatige Haftstrafe verbüßen und könnte bereits nach drei Monaten Freigänger werden. Hoeneß und seine engsten Berater trafen sich dem Focus zufolge, um eine Strategie für den Umgang mit den Finanzbehörden vorzubereiten und Hoeneß eine möglichst kurze Haftdauer zu ermöglichen.

Der Angeprangerte reagierte auf den Bericht nicht, zeigte sich aber erstmals nach seiner Verurteilung wieder im Stadion: Hoeneß schaute sich am Samstag das Bundesliga-Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim in der Allianz-Arena an.

Tags zuvor hatte das Landgericht Hamburg das Magazin „Stern“ wegen dessen Berichterstattung über den verurteilten Steuerstraftäter Hoeneß zu einer Unterlassungserklärung in vier Punkten verurteilt. Der „Stern“ schrieb auf seiner Internetseite, er solle „nicht mehr über Hinweise eines anonymen Informanten zu Millionensummen und Transaktionen auf seinem Konto in der Schweiz berichten dürfen“.

Das Magazin kündigte Berufung vor dem Oberlandesgericht gegen diese erstinstanzliche Entscheidung an: Der „Stern“ habe „Hoeneß seinerzeit frühzeitig mit den neuen Hinweisen konfrontiert und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Davon hatte Hoeneß abgesehen.“ Dessen Anwalt Nesselhauf erklärte: „Das Urteil entspricht der Sach- und Rechtslage.“

Hoeneß war am 13. März wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Tags darauf hatte er erklärt, auf eine Revision zu verzichten. Seine Ämter als Präsident und Aufsichtsratschef von Bayern München legte er nieder. Hoeneß muss voraussichtlich nach Ostern seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Landsberg antreten.

  • sid
  • dpa
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