FC Bayern verliert Der Titelkampf ist wieder spannend

Uli Hoeneß ist wieder im Stadion - prompt verliert der FC Bayern. Nach dem 1:2 in Mainz mahnt Rummenigge eine Leistungssteigerung beim Liga-Gipfel in Dortmund an. Bei einer weiteren Niederlage lägen beide fast gleichauf.
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Jhon Cordoba dreht nach seinem Tor zum 2:1-Siegtreffer gegen die Bayern ab. Foto: Karl-Heinz Hofmann Quelle: dpa
Bayern München - FSV Mainz 05

Jhon Cordoba dreht nach seinem Tor zum 2:1-Siegtreffer gegen die Bayern ab. Foto: Karl-Heinz Hofmann

(Foto: dpa)

MünchenJetzt liegt im Kampf um die Meisterschaft wieder Spannung in der Luft. Nach dem überraschenden 1:2 des FC Bayern gegen den FSV Mainz 05 beim Stadion-Comeback von Uli Hoeneß und dem gleichzeitigen 2:0 der Dortmunder in Darmstadt fahren die Münchner alles andere als entspannt zum Liga-Gipfel am Samstag.

„Wenn wir mit acht Punkten Vorsprung nach Dortmund gefahren wären, wären wir etwas entspannter gewesen mit Blick auf die Tabelle“, erklärte der verstimmte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Das wird jetzt natürlich ein Spiel, wo wir sicherlich nicht verlieren dürfen. Ich hoffe, dass wir es am Samstag besser machen als heute.“

Das werde man, versicherte der ehemalige Dortmunder Robert Lewandowski. „Ich weiß, wir werden in Dortmund viel besser spielen und effektiver“, versprach der am Mittwochabend einmal nicht zum Zuge gekommene Torjäger.

Der Treffer von Arjen Robben (64. Minute) vor 75 000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Fußball-Arena war zu wenig gegen eine taktisch sehr gut eingestellte Mainzer Mannschaft, die sich physisch stark und mit viel Mut vorstellte.

„Uns war die Geschichte von vor fünf Jahren nicht so wichtig“, erinnerte Gäste-Coach Martin Schmidt an einen lange vergangenen Mainzer Coup in München: „Wir wollten eine eigene Geschichte schreiben.“ Jairo Samperio (26.) und Jhon Cordoba (86.) ärgerten die Bayern-Profis und Tribünengast Hoeneß.

„Ich hätte ihm gerne einen Sieg gewünscht, aber leider war das nicht der Fall“, sagte Rummenigge zu Hoeneß. „Ich habe mich mehr aufs Spiel konzentriert. Aber er war vor dem Spiel sicherlich glücklich, dass er wieder hier im Stadion zu Besuch war nach langer Zeit.“

Dortmund kann auf zwei Punkte verkürzen

Neuer Fifa-Chef feiert Hoeneß Entlassung

Auf noch komfortable fünf Punkte ist der Münchner Vorsprung in der Tabelle auf den BVB zusammengeschrumpft. „Regeneration und an das nächste Spiel denken“, sagte Bayern-Coach Pep Guardiola zur Marschroute für die kurze Zeit bis zum Topspiel in Dortmund.

Nach seiner erst vierten Bundesliga-Heimniederlage mit den Bayern hob der Katalane einmal mehr die große Herausforderung für seine Stars in dieser Saison hervor. „Keine Mannschaft in der deutschen Geschichte hat viermal in Folge die Bundesliga gewonnen“, erklärte Guardiola. „Wir müssen noch viel arbeiten, um unseren Titel zu verteidigen.“


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Meister und Herbstmeister

„Wir sind nicht Mülleimer für andere Menschen"
Erhitzt
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Der Zwist zwischen Referee Felix Zwayer und Schmidt erhitzte die Gemüter. Schmidt hatte sich den Anweisungen des Schiedsrichters, den Innenraum des Stadions zu verlassen, aus Ärger über den Führungstreffer des BVB widersetzt und damit für ein Novum in der Bundesliga-Historie gesorgt. „Ich habe da natürlich eine Vorbildfunktion und der bin ich heute auch nicht gerecht geworden. Ich bin zu stur gewesen“, bekannte Schmidt.

Schmidt über Zwayer
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Erst nach der Spielunterbrechung räumte Schmidt seinen Platz in der Coaching-Zone und verfolgte die restliche Partie laut Bayer-Kapitän Stefan Kießling von der Kabine aus. Doch es dürfte seiner Position in den nun folgenden Ermittlungen nicht zuträglich gewesen sein, dass er erneut über Zwayer klagte: „Dass der Schiedsrichter bei freier Sicht diesen Elfmeter nicht pfeift, vielleicht auch, weil ich vorher zu emotional war. Ich hoffe nicht, dass es so war, aber mir fällt keine andere Erklärung dazu ein.“

Spielunterbrechung in Leverkusen
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Schmidt stellte indirekt eine Verbindung zwischen seiner Verbannung und einer Fehlentscheidung des Referees wenige Minute später her. Zwayers Reaktion auf diese Anschuldigung fiel kurz und knapp aus: „Kein Kommentar.“ Allerdings räumte der Schiedsrichter ein, das von Schmidt angesprochene klare Handspiel des Dortmunders Sokratis im Strafraum übersehen zu haben: „Dazu muss ich sagen, dass wir bedauerlicherweise falsch entschieden haben. Wenn wir die Perspektive der Fernsehbilder gehabt hätten, hätten wir auf Elfmeter entschieden.“

Völler ist erregt
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„Was haben sie eigentlich mit dem Roger Schmidt? Es ist doch viel wichtiger, dass er keinen Elfmeter gepfiffen hat, oder finden sie nicht? Was meinen Sie? Wer hat uns denn mehr geschadet, der Roger Schmidt oder der Schiedsrichter?“ Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen, Rudi Völler, diskutierte vor der Kamera und mit den Schiedsrichtern über die strittigen Szenen im Spiel Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund. Natürlich ist Schmidt nicht der erste Coach, dem der Kragen platzte. Einer seiner Vorgänger war sein heutiger Vorgesetzter Rudi Völler. Eine kleine Aufstellung der Übungsleiter, die schon einmal verhaltensauffällig geworden sind ...

Völlers Ausraster
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Es sollte nur ein harmloses Interview nach einem eher gewöhnungsbedürftigen 0:0 gegen Island werden. Doch ARD-Moderator Waldemar Hartmann bekam nach einer Kritik am Auftritt des Teams den geballten Zorn des damaligen Bundestrainers (oder korrekt: Teamchefs) Rudi Völler zu spüren. Aus dem Coach, unter dem Deutschland 2002 überraschend Vizeweltmeister wurde, platzten Aussagen heraus, die sich über Wochen und Monate angesammelt hatten. Beispiel gefällig? „Ihr müsst doch mal von eurem hohen Ross runter kommen, was ihr euch immer alle einbildet, was wir für einen Fußball in Deutschland spielen müssen. Der Günter, was die früher für einen Scheiß gespielt haben, da konntest du doch früher überhaupt nicht hingehen, die haben doch früher Standfußball gespielt“, polterte Völler unter anderem gegen Günter Netzer. Hartmann wurde unterstellt, sich vor der Sendung drei Weizenbiere zu genehmigen. Und Völler ließ den ganzen Abend mit seiner Schelte nicht locker. Später entschuldigte er sich bei den Betroffenen – aber nie für den Kern seiner Aussage.

Napoli gegen Borussia Dortmund
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Beim Champions-League-Auftakt 2013 in Neapel sind Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp alle Sicherungen durchgebrannt. Der Hintergrund ...

Klopps Ausraster
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Als Higuain in der 29. Minute für Neapel traf, flippte Jürgen Klopp völlig aus und schrie den vierten Offiziellen an. Der hatte zuvor verhindert, dass der blutende Neven Subotic zurück aufs Feld kommt – damit hatte der vierte Offizielle aus Klopps Sicht wohl eine Mitschuld am Tor. Schiedsrichter Proenca schickte Klopp auf die Tribüne.

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