FC Liverpool Neue Debatte um Klopps Trainingsmethoden

Ex-Liverpool-Trainer Graeme Souness wundert sich über die Anzahl an Oberschenkelverletzungen bei den Reds. Er hält das Training für den Grund. Coach Jürgen Klopp und ein Profi widersprechen der Klublegende.
Der Liverpool-Coach kann die Kritik an seinen Trainingsmethoden nicht verstehen. Quelle: dpa
Jürgen Klopp

Der Liverpool-Coach kann die Kritik an seinen Trainingsmethoden nicht verstehen.

(Foto: dpa)

LiverpoolJürgen Klopp steht trotz des nahen Einzugs ins englische Ligapokal-Finale im Zentrum einer Debatte um sein Personal und seine aggressive Taktik. Nach der Verletzung von zwei weiteren Leistungsträgern des FC Liverpool beim 1:0-Sieg im Halbfinal-Hinspiel bei Stoke City kam bei Coach Klopp nur wenig Freude auf. „Es liegt ein extrem großer Schatten über dem Spiel, den wir nicht ignorieren können“, sagte der Fußballlehrer.

Weil nun auch Philippe Coutinho und Dejan Lovren pausieren müssen und damit die Liste der Ausfälle auf elf anwuchs, machte sich der Trainer entgegen seiner bisherigen Haltung für Verstärkungen im Winter stark. „In einer Situation ohne Innenverteidiger sollten wir darüber nachdenken“, sagte Klopp. Neben Lovren werden Martin Skrtel, Mamadou Sakho und wohl auch Kolo Toure bei Klopps FA-Cup-Debüt am Freitag in Exeter nicht einsatzbereit sein.

„Wir haben drei verletzte Innenverteidiger, möglicherweise auch einen vierten. Das ist nicht so lustig“, erklärte der 48-Jährige. In den englischen Medien wird immer wieder der Dortmunder Neven Subotic als Neuzugang gehandelt. Klopp trainierte den Serben bereits in Mainz und zuletzt beim BVB.

Großkreutz fix beim VfB, Sané nach Manchester?
Tönnies will trotz Traumofferte für Sané hart bleiben
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Der FC Schalke 04 will Jung-Nationalspieler Leroy Sané trotz einer angeblichen Traumofferte aus England nicht verkaufen. „Es liegt bislang kein offizielles Angebot vor. Wenn es ein Interesse an Leroy gibt, bestätigt das unsere hervorragende Nachwuchsarbeit auf Schalke. Wir haben aber entschieden, Leroy nicht abzugeben, und der Spieler will Schalke auch nicht verlassen“, sagte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies der „Bild“-Zeitung (Dienstag). Das Blatt hatte am Montag von einem angeblichen Angebot über 55 Millionen Euro durch den englischen Spitzenclub Manchester City berichtet.

Leroy Sané
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Sané hat bei Schalke einen Vertrag bis 2019. „Schalke ist für Leroy der beste Ort, an dem er sein kann.“ Ein Transfer im Winter sei „kein Thema“, sagte dessen Berater Jürgen Milewski der „Bild“ und ließ damit Raum für neue Transferspekulationen um seinen wertvollen Klienten vor der kommenden Saison. Sané hatte im November beim 0:2 in Frankreich in der Nationalmannschaft sein Debüt gefeiert und hat gute Chancen bei der EM im Sommer dabei zu sein. Der 19 Jahre alte Stürmer gilt als eines der größten deutschen Fußball-Talente.

Kevin Großkreutz
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Der Transfer von Weltmeister Kevin Großkreutz zum VfB Stuttgart ist perfekt. Der vielseitig einsetzbare Flügelspieler erhalte einen Vertrag bis zum Sommer 2018, sagte ein Vereinssprecher am Mittwoch. Nach dpa-Informationen überweist der Fußball-Bundesligist für den Wechsel rund eine Million Euro an Galatasaray Istanbul, wo Großkreutz im vergangenen halben Jahr unter Vertrag gestanden hatte. „Ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe“, sagte Großkreutz, der bei VfB die Rückennummer 15 erhält. Mit dem Wechsel zu den abstiegsbedrohten Schwaben endet für den 27-Jährigen eine mehrmonatige Leidenszeit.

Artem Krawez
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Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat den ukrainischen Nationalspieler Artem Krawez auf Leihbasis von Dynamo Kiew verpflichtet. Die Schwaben bestätigten am Montag, dass der Angreifer einen Vertrag bis zum Saisonende erhält. Krawez bestritt bislang zwölf Länderspiele für die Ukraine, er gehört auch zum Kader der Mannschaft, die bei der EM-Endrunde in Frankreich 2016 Vorrundengegner von Weltmeister Deutschland ist.

Pierre-Emerick Aubameyang
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Angeblich 57 Millionen Euro will der FC Arsenal aus London für Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund bieten. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte: „Zunächst einmal hat er einen Vertrag bis Ende Juni 2020“. Gleichzeitig machte er klar, dass niemand unverkäuflich ist. „Man darf nie den Fehler machen, zu glauben, dass ein Verein wie der BVB von einem Spieler abhängig ist. Wir sind von keinem abhängig“, sagte Watzke.

Ilkay Gündogan
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„Wir sind mittlerweile so gut aufgestellt, dass wir immer wieder Ersatzlösungen anbieten können", glaubt Watzke. Das gilt wohl auch mit Blick auf Ilkay Gündogan. Der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat zuletzt seine Bemühungen um den Nationalspieler intensiviert. Laut eines Berichts der Gazzetta dello Sport ist Juve bereit, mehr als 30 Millionen Euro für den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler zu zahlen.

Wunschspieler für viele
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Gündogan gilt als Wunschspieler von Juve-Trainer Massimiliano Allegri. Doch auch andere europäische Top-Klubs sollen an Gündogan dran sein. Dazu gehört - wie sollte es anders sein - Manchester City mit seinem designierten neuen Trainer Pep Guardiola.

Die Engländer nahmen am Mittwoch erst mal Mittelfeldprofi Marko Grujic von Roter Stern Belgrad unter Vertrag, liehen den 19-Jährigen aber zunächst sofort wieder an den serbischen Hauptstadtverein aus. Der Leihvertrag endet am Saisonende, danach soll Grujic für Liverpool spielen. Der Transfer des serbischen U21-Nationalspielers war das erste Wechselgeschäft von Klopp als Coach des Premier-League-Clubs überhaupt, wie Liverpool bestätigte.

Derweil übte ein Ex-Liverpool-Coach Kritik an den Trainingsmethoden. „Fünf Oberschenkelverletzungen auf einmal können kein Zufall sein“, monierte Graeme Souness, der die Reds zwischen 1991 und 1994 coachte. „Ein neuer Trainer kam und sprach sofort vom Gegenpressing über das gesamte Spielfeld. Es ist schwer so über 90 Minuten zu arbeiten. Ich denke, sie müssen gucken, wie sie jetzt trainieren wollen.“

Denn sonst wird es nach Meinung des ehemaligen schottischen Nationalspielers ungemütlich für die Klopp-Mannschaft. „Der Club muss das irgendwie hinbekommen, sonst kann es dir eine ganze Saison ruinieren“, erklärte Souness.

Klopp kann den Vorwurf nicht verstehen. „Wir trainieren nicht. Wir regenerieren nur“, sagte der frühere Mainzer Profi und ergänzte: „Wenn Sie mich auch für die Oberschenkelverletzungen verantwortlich machen wollen, ist das okay.“ Auch Liverpools Nationalspieler Adam Lallana widerspricht Souness. „Wir haben so viele Spiele zuletzt gemacht, da haben wir in den Einheiten mehr regeneriert als intensiv trainiert“, sagte er dem „Liverpool Echo“.

Sportlich gesehen läuft es wieder für Klopp. Das 1:0 in Stoke durch den Treffer von Jordon Ibe (37. Minute) öffnete das Tor zum Ligapokalfinale weit auf. Nach der 0:2-Pleite in der Liga bei West Ham United habe sein Team „eine großartige Reaktion gezeigt. Ich bin stolz auf die Leistung“, schwärmte der Liverpool-Coach. „Das passiert also, wenn sie ihn ärgerlich machen: Drei Tage mit dem Team arbeiten und schon ist Jürgen Klopp 90 Minuten von Wembley entfernt“, schrieb die Zeitung „Daily Mail“ (Mittwoch).

  • dpa
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