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„Financial Fairplay“ Uefa zieht harten Finanzkurs durch

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Die Uefa muss die Finanz-Tricks erkennen

Wie weit die Uefa den Finanztricks der Klubs einen Riegel vorschieben könne, werde sich zeigen, meint Maennig. "Man kann Vermögen auf viele Arten verschieben: einen Fonds oder ein Unternehmen im Ausland gründen, Angestellte bezahlen, die zur Familie eines Spielers gehören - oder statt eines Gehalts Geschenke in Form von Autos oder Häusern übergeben", erläutert er. "Wichtig ist, dass die Uefa solche Tricks erkennt und die Regeln anpasst. Zumindest werden manche Vereine in Spanien und Italien nicht mehr ganz so wild haushalten können wie bisher." In Spanien verzögerte sich der Saisonstart nach Spielerstreiks wegen ausstehender Gehälter, auch Italiens Profis streikten am ersten Spieltag.

Optimistischer zeigen sich deutsche Fußballfunktionäre. Auf die Frage nach vermeintlichen Schlupflöchern äußert Holger Hieronymus, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL): "Bei einem Workshop im Juni mit Vertretern der Uefa und der Bundesliga sind diesbezüglich keine Fragen offengeblieben." Liga-Präsident Reinhard Rauball zählt auf den Uefa-Chef: "Das Thema wird ganz eng mit der Bewertung der Amtszeit von Platini verknüpft bleiben. Es wird für ihn wichtig sein, wie das in der Praxis umgesetzt wird."

Harter Kurs bei Manipulation

Hart durchgegriffen hat Platini bei Klubs, denen Spielmanipulationen zur Last gelegt werden. Den türkischen Meister Fenerbahce Istanbul schloss der nationale Verband auf Druck der Uefa von der Champions League aus. Der Klub klagt vor dem Internationalen Sportgerichtshof und fordert die Teilnahme ein. Der griechische Klub Olympiakos Volos wurde wegen Spielmanipulationen von allen europäischen Wettbewerben suspendiert.

Nächste Woche beginnt die Gruppenphase der Champions League - mit Meister Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Bayern München sind drei deutsche Klubs dabei. Gegen Manchester City, einen Gegner der Bayern, hat die Uefa eine Untersuchung eingeleitet. Der Klub gehört Scheich Mansour bin Zayed al Nahyan aus Abu Dhabi und ist das Paradebeispiel eines von einem reichen Mäzen aufgepäppelten Vereins. Gerade hat Manchester City einen Zehn-Jahres-Vertrag mit Etihad unterzeichnet. Die Fluggesellschaft aus Abu Dhabi überweist 400 Millionen Pfund - es ist einer der größten Sponsoring-Deals der Sportgeschichte. Anhand von Benchmarks will die Uefa nun prüfen, ob das Abkommen gegen das Financial Fair Play verstößt.

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Spanien ist ein Vorbild an Undurchsichtigkeit
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