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„Financial Fairplay“ Uefa zieht harten Finanzkurs durch

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Spanien ist ein Vorbild an Undurchsichtigkeit

Noch geht es um Präzedenzfälle - und noch bleibt Zeit, bis die Vorschriften mit voller Härte gelten. Um in der Spielzeit 2013/14 zu den europäischen Wettbewerben zugelassen zu werden, darf das Defizit der beiden vorherigen Jahre zusammen 45 Millionen Euro nicht übersteigen. Ab 2015/16 verschärft sich die Regel: Dann dürfen in den drei Jahren zuvor insgesamt nicht mehr als 30 Millionen Euro Verlust angefallen sein. Ab der Saison 2018/19 sinkt die jährlich erlaubte Defizitgrenze auf fünf Millionen Euro.

Wer einen Vorgeschmack auf die Findigkeit der Fußballvereine in Sachen Finanzen haben möchte, der kann nach Spanien schauen: Hier rätselt das halbe Land über einen Transfer, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Hauptdarsteller ist der hochverschuldete Erstligist Real Saragossa, der sich zwar im Insolvenzverfahren befindet, trotzdem aber gerade einen neuen Torwart von Benfica Lissabon verpflichtet hat - für eine Ablöse von mehr als acht Millionen Euro. Saragossa selbst zahlt jedoch nur 86.000Euro für den Spieler, den Rest begleicht eine andere Gesellschaft - eine Art Mietmodell.

Undurchschaubare Transfers

Das Konstrukt ist so kompliziert, dass selbst die portugiesische Börsenaufsicht bei Benfica Lissabon nachfragen musste. Die Transferrechte hat offenbar ein auf der Insel Jersey ansässiger Investmentfonds erworben, dem der Präsident von Saragossa angehören und bei dem ein Spielerberater die Fäden ziehen soll. Durch welche Kanäle das Geld genau fließt, ist bisher im Dunkeln geblieben.

Klar ist nur eines: Auf die Finanzexperten der Uefa wird in Zukunft viel Arbeit zukommen.

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