Finanzen in der Champions League Warum der BVB den AS Monaco schlägt

Die heiße Phase der Champions League geht los. Im Viertelfinale sind mit Borussia Dortmund und Bayern München zwei deutsche Teams dabei. Klar ist bereits: Mindestens ein finanziell schwächeres Team kommt ins Halbfinale.
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Borussia Dortmund beim Abschluss-Training vor dem ersten Duell mit dem AS Monaco. Im finanziellen Vergleich hat der BVB klar die Nase vorn. Quelle: AFP
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Borussia Dortmund beim Abschluss-Training vor dem ersten Duell mit dem AS Monaco. Im finanziellen Vergleich hat der BVB klar die Nase vorn.

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DüsseldorfSportlich ist der AS Monaco sicher ein harter Brocken für Borussia Dortmund. Heute will der BVB im ersten Viertelfinale der Champions League zuhause die Grundlage fürs Weiterkommen legen. Trotz der gelben Wand erwarten Experten ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Denn vor allem offensiv ist der französische Tabellenführer in dieser Saison extrem stark.

Wirtschaftlich dagegen ist der Abstand zum BVB deutlich. Der Umsatz der Dortmunder ist rund vier Mal so hoch – genauso wie der Firmenwert, den die Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG errechnet hat: 830 Millionen Euro gegenüber 195 Millionen Euro. Was vor allem daran liegt, dass der BVB in den vergangenen drei Geschäftsjahren 47 Millionen Euro verdient hat, Monaco aber nur 1,2 Millionen Euro.

Dieser gewaltige Unterschied zwischen beiden Vereinen hat vor allem zwei Gründe: Monaco verdient extrem wenig Geld durch Stadionbesucher. Zudem ist der Umsatz mit Fanartikeln und Sponsoren vergleichsweise überschaubar. Die Haupteinnahmequelle – neben Transfers – sind die Einnahmen aus Fernsehrechten.

Weniger krass ist der Unterschied zwischen beiden Klubs, wenn man Gehälter und Kader vergleicht. Der BVB bilanzierte für die Saison 2015/16 rund 140 Millionen Euro an Personalkosten für seine Profi-Mannschaft aus, Monaco dagegen nur 82 Millionen Euro, wie KPMG berichtet. Klar ist heute schon, dass diese Kosten weiter steigen werden, vermutlich sogar zweistellig.

Im Vergleich der acht Viertelfinalisten haben die Franzosen die mit Abstand schwächsten Finanzdaten. Was sich letztlich auch im Kaderwert ausdrückt: Knapp 200 Millionen Euro schätzt Transfermarkt.de den Wert der Spieler, beim BVB ist diese Summe fast doppelt so hoch – mit viel Potenzial nach oben, weil etliche Spieler noch sehr jung sind.

Auf Augenhöhe liegen beide Vereine in ihrer Transferpolitik und im Ausgabeverhalten. Der BVB hat in den vergangenen drei Spielzeiten als einziger Viertelfinalist mit Spielerverkäufen einen deutlichen Gewinn erzielt, Monacos Bilanz ist ausgeglichen. Das ist ungewöhnlich: Die meisten englischen Klubs, aber auch Real Madrid, Barcelona, Juventus Turin oder Bayern München sind hier deutlich im Minus.

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