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Frauenfußball WM 2015 „Kunstrasen ist keine Diskriminierung“

Für die Fifa ist es „Unsinn“, im Spiel auf Kunstrasen Diskriminierung zu sehen. Die Einnahmen durch die Lizenzierung der künstlichen Spielfläche nennt der Generalsekretär des Weltfußballverbands „Peanuts“.
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Der „Kunstrasen-Krieg“ („turf war“) warf einen Schatten auf die WM-Auslosung. Quelle: dpa

Der „Kunstrasen-Krieg“ („turf war“) warf einen Schatten auf die WM-Auslosung.

(Foto: dpa)

OttawaDie Fußballweltmeisterschaft der Frauen im kommenden Sommer in Kanada wird auf Kunstrasen ausgetragen. Weltfußballverband Fifa und der kanadische Fußballverband CSA halten an dem Konzept fest. Ein Erfolg der Spielerinnen, die vor dem Menschenrechtstribunal der Provinz Ontario gegen die Verwendung von Kunstrasen klagen, weil sie darin eine Diskriminierung gegenüber den auf Naturrasen spielenden Männern sehen, ist nicht abzusehen. Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke bezeichnet es schlicht als „Unsinn“ und „verrückt“, das Spiel auf Kunstrasen als Diskriminierung zu bezeichnen.

In Ottawa-Gatineau wurden am Samstag die sechs Gruppen für die Vorrunde der WM ausgelost. Aber der „Kunstrasen-Krieg“ („turf war“) warf einen Schatten auf die Auslosung. Ob er auch die WM beeinflussen wird, die vom 6. Juni bis 5. Juli in Kanada ausgetragen wird, muss sich noch zeigen. Prominente Spielerinnen unter Führung von US-Star Abby Wambach wollen weiter erreichen, dass die Spiele nicht auf Kunstrasen, sondern auf Naturgras ausgetragen werden. Dem Verfahren „Abby Wambach und Spielerinnen von Nationalteams, die am FIFA-Frauen-Weltcup Kanada 2015 teilnehmen“, hat sich den Dokumenten zufolge ein Großteil des deutschen Teams angeschlossen, darunter Weltfußballerin Nadine Angerer, Melanie Behringer, Pauline Bremer, Babett Peter und Alexandra Popp.

Die Spielerinnen nennen die Entscheidung, die Spiele auf Kunstrasen auszutragen, „illegal“ und „eine Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts“. Männern werde nicht zugemutet, auf Kunstrasen zu spielen, während sie auf einer „zweiklassigen“ Spielfläche antreten müssten, die zudem Verletzungsrisiken berge. CSA und Fifa bestreiten, dass Kunstrasen eine höhere Verletzungsgefahr birgt. Die Fifa betont, dass der heute für Fußball entwickelte Kunstrasen hohen Qualitätsansprüchen genüge und nicht zweiklassig sei. Die Fifa zertifiziert Kunstrasen mit einem oder zwei Sternen. Dafür müssen die Hersteller von Kunstrasen Lizenzgebühren zahlen.

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