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Friedrich Curtius Der DFB-Generalsekretär will dem Verband eine neue Struktur geben

Friedrich Curtius steht unter Druck. Nach dem Scheitern des DFB-Präsidenten Grindel muss er nun zeigen, wie ernst es ihm mit der Modernisierung ist.
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Der DFB-Generalsekretär propagiert seit Langem die Modernisierung des Verbands. Quelle: action press
Friedrich Curtius

Der DFB-Generalsekretär propagiert seit Langem die Modernisierung des Verbands.

(Foto: action press)

Düsseldorf Friedrich Curtius ist zwar erst 43 Jahre alt. Und doch hat er schon eine recht lange Sportfunktionärskarriere hinter sich. Nach seinem Jura-Studium in Heidelberg und der anschließenden Promotion kam er 2006 zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) – weil er ganz vorn dabei sein wollte bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land.

Ganz vorn dabei ist er seitdem immer gewesen. Beim DFB war er Referent im Generalsekretariat, danach Büroleiter des später wegen der „Sommermärchen-Affäre“ zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Niersbach. Seit 2016 ist er als Generalsekretär selbst der höchste hauptamtliche Angestellte im Verband. Doch so viel Druck wie jetzt, nach dem Scheitern des DFB-Präsidenten Reinhard Grindel, lag noch nie auf ihm.

„Es ist für die verbliebenen Verantwortlichen beim DFB zwingend nötig, sich mit Sport-, Ethik- und Wirtschaftsberatern zusammenzusetzen und zu überlegen, welche Struktur man sich als Verband in Zukunft geben will“, sagt Hans-Joachim Eckert, der frühere Ethikchef des Fußball-Weltverbands Fifa, dem Handelsblatt.

Eine zwingend nötige Reform sieht auch Curtius: „Wir machen uns seit geraumer Zeit Gedanken über eine notwendige, möglichst weitgehende Trennung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs und des ideellen Bereichs beim DFB“, sagt er.

Eine Möglichkeit wäre, dass ein DFB-Vorsitzender künftig hauptamtlich tätig ist. Allerdings: Viel Zeit bleibt Curtius nicht. Es wird für den Funktionär, der seit Langem die Modernisierung des Verbands propagiert, Zeit, die Hinterzimmer-Diplomatie zu beenden.

Im März 2016 wurde Curtius vom Präsidium berufen und vom DFB-Bundestag für drei Jahre im Amt bestätigt. Ein neuer Präsident, der derzeit gesucht wird und auf der kommenden Versammlung im September gewählt werden soll, könnte sich dann auch für die Berufung eines neuen Generalsekretärs einsetzen. Denn auch Curtius Amtszeit endet dann.

In der Vergangenheit kam mit einem neuen Präsidenten allerdings nicht immer auch ein neuer Generalsekretär. Fürsprecher wie auch Kritiker von Curtius finden sich beim DFB genügend. „Curtius ist intelligent und zuverlässig“, sagt ein Spitzenfunktionär. „Aber alles, was er erreicht hat, verdankt er doch Strippenziehen im Verbandsapparat.“ Dass Curtius DFB-Präsident wird, scheint derzeit ausgeschlossen. Man suche außerhalb des Präsidiums, heißt es aus der DFB-Zentrale in Frankfurt.

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