Fußball Bundesliga Die Bayern sehen blau

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Erfolg in Blau: Die Hoffenheimer Boubacar Sanogo (re.) und Demba Ba (li.) bejubeln den Treffer zum 2:0 gegen Cottbus durch Sanogo; Ba hatte das 1:0 erzielt. Foto: dpa Quelle: dpa

Erfolg in Blau: Die Hoffenheimer Boubacar Sanogo (re.) und Demba Ba (li.) bejubeln den Treffer zum 2:0 gegen Cottbus durch Sanogo; Ba hatte das 1:0 erzielt. Foto: dpa

(Foto: dpa)

Hertha will sich für die Champions League qualifizieren, doch dafür gibt es überzeugendere Anwärter - wie 1899 Hoffenheim. Bei der Einweihung der neuen Rhein-Neckar-Arena blieben die Badener zwar die Spielkunst vieler Hinrunden-Auftritte schuldig, aber das war Trainer Ralf Rangnick nur recht. "Es war klar, dass es keinen Zauberfußball geben würde", sagte er hinterher. Zum einen lasse das der frische Rasen auf absehbare Zeit nicht zu, zum anderen fehlten mit den Offensivkräften Ibisevic, Obasi (verletzt) und Carlos Eduardo (gesperrt) drei Spieler, die für den Hoffenheimer Angriffsfußball stehen.

Ibisevic wird wegen eines Kreuzbandrisses sogar für den Rest der Saison ausfallen. Als Ersatz warben die Hoffenheimer in dieser Woche Boubacar Sanogo von Werder Bremen an - und dem ersten Eindruck nach war das eine gute Entscheidung. Rangnick hatte Sanogo, der in Bremen kaum zum Einsatz kam, mit Videos früherer Tore stimuliert. Das half - der Stürmer traf gegen Energie Cottbus zum 2:0-Endstand in der 63. Minute. Das 1:0 hatte in der 28. Minute Demba Ba besorgt, der momentan einzig Verbliebene des etatmäßigen Sturms. Die aus den Verletzungen folgende Systemumstellung von 4-3-3 auf 4-4-2 sorgte zusammen mit dem schwierigen Untergrund für einen eher britischen Spielstil bei den Hoffenheimern - bezeichnenderweise fielen beide Tore nach Luftkämpfen. "Wir haben gesehen, dass lange Bälle ein probates Mittel sind", sagte Ralf Rangnick.

Von der Meisterschaft will beim Aufsteiger aber noch niemand sprechen - ganz anders als bei den Bayern. Mit Ausnahme von Klubchef Rummenigge war den Münchenern nach Spielschluss in Hamburg kaum anzumerken, dass sie gerade durch ein Tor von Mladen Petric in der 44. Minute mit 0:1 verloren hatten. Im Gegenteil: "Wenn wir unsere Leistung bringen, wird uns in der Bundesliga keiner stoppen und das Wasser reichen können", verkündete Außenverteidiger Philipp Lahm nach dem Spiel. Auch Uli Hoeneß zeigte sich optimistisch: "Wir wollen Meister werden, und zwar nicht nach 18, sondern nach 34 Spieltagen. Dann werden wir oben sein."

Starke Sprüche, die so manch unliebsame Erkenntnis des Abends überdecken sollten. Erstens: Torwart Michael Rensing bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Zweitens: Franck Ribéry kann auch ziemlich schlecht spielen. Und vor allem: Die Bayern liegen in der Tabelle jetzt nicht mehr auf einen der Plätze, die zur Qualifikation für die Champions League berechtigen. Die Teilnahme an Europas Königsklasse aber ist für ihr Selbstverständnis mindestens genauso wichtig wie das Fernglas bei der Konkurrenz.

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