Fußball-Bundesliga HSV verpasst Überraschung gegen Bayern

Von wegen klare Angelegenheit! Erst durch ein Tor in der 88. Minute kommt der FC Bayern zum Sieg beim HSV. Das könnte das Ende für Coach Labbadia in Hamburg gewesen sein. Der Spieltag in der Zusammenfassung.
Hamburgs Lewis Holtby und Bayerns Joshua Kimmich im Ballduell. Quelle: Reuters
Kampf um den Ball

Hamburgs Lewis Holtby und Bayerns Joshua Kimmich im Ballduell.

(Foto: Reuters)

HamburgDer Hamburger SV hat in der Fußball-Bundesliga eine Überraschung gegen den FC Bayern München knapp verpasst. Das Team des stark kritisierten Bruno Labbadia musste sich dem Rekordmeister am Samstag nur durch ein Tor von Nationalspieler Joshua Kimmich in der 88. Minute mit 0:1 geschlagen geben. Die Bayern verteidigten mit dem fünften Sieg im fünften Spiel die Tabellenführung vor Borussia Dortmund. Im Verfolger-Duell schaffte Eintracht Frankfurt durch ein Tor in der Nachspielzeit noch ein 3:3 gegen Hertha BSC. Borussia Mönchengladbach schob sich durch ein 2:0 gegen den weiter sieglosen FC Ingolstadt auf Platz vier vor. Bayer Leverkusen gelang durch einen Dreierpack von Chicharito mit dem 3:2 beim FSV Mainz 05 der zweite Saisonsieg. Der FC Augsburg gewann mit 1:0 gegen Darmstadt 98.

Borussia Mönchengladbach - FC Ingolstadt 2:0 (1:0)

Kräfte schonen für den Champions-League-Schlager gegen den FC Barcelona war nicht drin. Die Ingolstädter verlangten mit ihrer aggressiven Spielweise der heimstarken Borussia wie schon in der vergangenen Saison alles ab. In Sachen Chancenverwertung wussten die Gladbacher aber zu überzeugen. Lars Stindl brachte die Borussia gleich mit der ersten Möglichkeit auf die Siegerstraße (42.). Entschieden war das Spiel aber erst nach dem Tor von Oscar Wendt (76.). Damit feierte der Champions-League-Teilnehmer den zehnten Bundesliga-Heimsieg in Serie. Ingolstadt bleibt mit nur einem Zähler aus fünf Spielen im Tabellenkeller.

FSV Mainz 05 - Bayer Leverkusen 2:3 (2:1)

Was wäre Bayer Leverkusen ohne Javier „Chicharito“ Hernández. Schon in der vergangenen Saison war der Mexikaner mit 17 Toren in 28 Spielen der überragende Spieler der Werkself. Nun steht er schon wieder bei vier Toren in vier Liga-Spielen. In Mainz schoss der Stürmer den Leverkusener Sieg mit drei Toren (32./66./90.+2) im Alleingang heraus. Yunus Malli (31.) und Stefan Bell (35.) hatten für die Gastgeber getroffen. Beide Teams weisen nun sieben Punkte auf.

Hamburger SV - FC Bayern München 0:1 (0:0)

Eigentlich wurde vor dem Spiel nur über die Höhe des Bayern-Sieges diskutiert. Zu ungleich waren die Voraussetzungen zwischen dem Krisen-Club HSV und dem souveränen Spitzenreiter aus München. Umso überraschender, dass die Hanseaten bis zur 88. Minute die Null halten konnten, dann sorgte der neue Torjäger Joshua Kimmich mit seinem vierten Treffer in den vergangenen vier Pflichtspielen aber doch für den standesgemäßen Münchner Sieg. Für Bruno Labbadia könnte es das letzte Spiel als Hamburgs Trainer gewesen sein, bereits in den Tagen vor dem Spiel war über seine Ablösung diskutiert worden.

FC Augsburg - SV Darmstadt 98 1:0 (0:0)

Geschenke für seine alte Liebe hatte Dirk Schuster nicht übrig. Der Coach sicherte sich mit dem FC Augsburg gegen seinen alten Club SV Darmstadt 98 drei Punkte. Im Sommer hatte Schuster die Lilien, mit denen er von der Dritten bis in die Erste Liga durchmarschiert war, nach dreieinhalb Jahren in Richtung Augsburg verlassen. Herzlich ging es aber auf dem Rasen nicht zu. Darmstadts Leon Guwara sah kurz vor der Pause nach einem rüden Foul die Gelb-Rote Karte (45.). Danach war der Weg frei: Alfred Finnbogason schoss den FCA-Sieg heraus (47.). Der Isländer erzielte damit sieben der vergangenen 15 Augsburger Treffer.

„Hosen-Gate“, reißfeste Kondome und eine Partie Memory
„Ich denke 80 Prozent von euch und ich kraulen sich auch mal an den Eiern."
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Podolski ist nominiert, weil er die „Hosen-Gate“-Debatte um Bundestrainer Joachim Löw bei der EM mit entwaffnender Offenheit beendete.

„Man muss nicht immer das Salz in der Suppe suchen.“
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Philipp Lahm ist bei den Bayern ein zuverlässiger Leistungsträger, seine Interviews tendieren dagegen zur Langeweile. Da hatte sein Versprecher nach dem 2:2 bei Benfica Lissabon seltenen Unterhaltungswert.

„Herr Gauland, ich bin zwar nicht Ihr Nachbar, aber ich kann Ihnen sagen: Sie haben nicht alle Latten am Zaun.“
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Ex-Nationalspieler Mario Basler sprach Klartext, nachdem sich AfD-Politikers Alexander Gauland rassistisch über Jerome Boateng geäußert hatte.

„Eine Partie Memory zwischen Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach wäre ein Desaster.“
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Der Journalist Günter Klein brachte die peinlichen Erinnerungslücken der Verantwortlichen rund um die Aufarbeitung der Affäre zur WM 2006 auf den Punkt.

„Der Sinn und Zweck war, da habe ich mich beirren lassen von meine Kompetenz, was ich nie getan habe.“
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Ex-Fußballer Thorsten Legat vergaloppierte sich so manches Mal verbal. Für den Fußballspruch des Jahres wurde allerdings nur einer seiner denkwürdigen Sätze nominiert.

„Es macht Spaß, uns zuzuschauen – auch wenn ich selbst nicht zugeschaut habe.“
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Thomas Müller ist selten um einen Spruch verlegen. Nach dem 5:0 über den Hamburger SV versuchte er deshalb schnell, seinen Logikfehler auszumerzen.

„Die Dreifachbelastung kann er nicht mehr schaffen – er ist ja jetzt verheiratet.“
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Dass Bastian Schweinsteiger über den Zenit seiner sportlichen Leistungsfähigkeit hinaus ist, war bei der Europameisterschaft nicht zu übersehen. Doch Uwe Seeler fand noch einen weiteren Grund für den Rücktritt Schweinsteigers aus der Nationalmannschaft.

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC 3:3 (2:1)

Sechs Tore, ständig wechselnde Führungen - Frankfurt und die Hertha boten ein Spitzenspiel mit höchstem Unterhaltungswert. Nach dem 3:3 (2:1) sind beide Teams mit zehn Punkten vorerst weiter im oberen Tabellendrittel der Liga anzutreffen. Treffsicher präsentierte sich bei den Berlinern Torjäger Vedad Ibisevic, der zweimal traf (19./58.). Zugleich waren es seine Bundesliga-Tore Nummer 94 und 95, womit er seinen bosnischen Landsmann Sergej Barbarez einholte. Außerdem traf Alexander Esswein (65.) für die Hertha. Für Frankfurt waren der in dieser Saison so stark aufspielende Mexikaner Marco Fabian (39.), Torjäger Alex Meier (45.) und Michael Hector (90.) erfolgreich.

  • dpa
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