Fußball Bundesliga Spiel eins nach Schaaf: Werder weiter sieglos

Werder Bremen hat seine Negativ-Serie auch im ersten Spiel nach der Ära von Trainer Thomas Schaaf nicht beenden können. Die Norddeutschen verloren beim 1. FC Nürnberg 2:3.
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Zum Abschied aus Bremen zwei Tore: Kevin de Bruyne Quelle: SID

Zum Abschied aus Bremen zwei Tore: Kevin de Bruyne

(Foto: SID)

NürnbergWerder Bremen hat seine Negativ-Serie auch im ersten Spiel nach der Ära von Trainer Thomas Schaaf nicht beenden können. Die Norddeutschen verloren eine sportlich nahezu bedeutungslose Begegnung beim 1. FC Nürnberg 2:3 (1:0). Mit dem 13. Spiel ohne Sieg in Serie verabschiedete sich Werder mit einem Klub-Negativrekord aus der Saison.

Der starke Kevin de Bruyne hatte Bremen mit seinem Tor (37.) auf den ersten Dreier seit dem 9. Februar hoffen lassen. Doch Nürnbergs Verteidiger Per Nilsson glückte mit seinem sechsten Saisontor (61.) noch der Ausgleich für den lange schwachen Club, Sebastian Polter (81.) und Tomas Pekhart (88.) legte nach. Für Werder traf noch Kevin de Bruyne (90.).

Fortuna weint, 1899 hofft – und Augsburg feiert
Hoffenheim's Vestergaard reacts during the German first division Bundesliga soccer match against Borussia Dortmund in Dortmund
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Borussia Dortmund – TSG 1899 Hoffenheim 1:2 (1:0)
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Hannover 96 – Fortuna Düsseldorf 3:0 (1:0)
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Die Schlussminuten im Abstiegskampf waren an diesem letzten Spieltag an Dramatik kaum zu überbieten: Ein furioser Endspurt der Hoffenheimer und eine couragierte Entscheidung des Schiedsrichters in der Nachspielzeit sorgten für eine Wechselbad der Gefühle bei den Kraichgauern und Fortuna Düsseldorf. Aber der Reihe nach:

Abschlusstabelle nach dem 34. Spieltag

Borussia Dortmund's Lewandowski scores a goal against Hoffenheim during the German first division Bundesliga soccer match in Dortmund
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Den größten Brocken bei der Mission Klassenerhalt hatte am 34. Spieltag die TSG Hoffenheim zu stemmen. Der Tabellensechszehnte musste bei Borussia Dortmund drei Punkte holen, um weiter die Chance auf Liga eins zu wahren. Doch die Dortmunder waren das spielbestimmende Team und gingen nach 45 Minuten mit einer 1:0-Führung durch Lewandowski in die Pause. Die beste Gäste-Chance vergab Salihovic völlig allein vor Weidenfeller (37.).

Hannover 96 - UD Levante
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Zu diesem Zeitpunkt lag Düsseldorf trotz eines 0:1-Rückstands gegen Hannover aber dank eines Zwei-Punkte-Vorsprungs auf die Kraichgauer auf dem Relegationsplatz. Auch als Ya Konan in Hälfte zwei für die Niedersachsen nachlegte änderte sich an dieser Konstellation nichts. Doch binnen fünf Minuten drehte sich das Blatt.

Hoffenheim's Salihovic and Firmino celebrate a goal against Borussia Dortmund during the German first division Bundesliga soccer match in Dortmund
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In der 77. Minute verwandelte Salihovic einen Foulelfmeter zum Ausgleich. Damit waren die Hoffenheimer bis auf einen Punkt an Düsseldorf herangerückt …

huGO-BildID: 31142969 Dortmund goalkeeper Roman Weidenfeller fouls Hoffenheim's Sven Schipplock for a penalty and a red card during the German f
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Nur fünf Minuten später entschied Schiedsrichter Jochen Dress erneut auf Elfmeter, nachdem BVB-Keeper Weidenfeller den heranstürmenden Schipplock unsanft von den Beinen holte.

Referee Drees shows a red card to Borussia Dortmund's Weidenfeller during the German first division Bundesliga soccer match against Hoffenheim in Dortmund
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Für den Schlussmann gab es Rot ...

Borussia Dortmund's Grosskreutz puts on goalkeeper shirt of Weidenfeller during German first division Bundesliga soccer match against Hoffenheim in Dortmund
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... und Großkreutz musste sich Torwarttrikot- und handschuhe überstreifen, weil Trainer Klopp bereits dreimal gewechselt hatte.

Schaaf fehlte nach seiner "einvernehmlichen" Trennung vom SVW am vergangenen Mittwoch zwar erstmals seit 15. Mai 1999 auf der Bremer Bank, sein Name war dennoch in aller Munde. Die Werder-Profis hatten ihr Aufwärmprogramm mit grünen T-Shirts begonnen, auf die der Spruch "Danke Thomas! Niemals geht man so ganz" aufgedruckt war.

Nach einigen Minuten liefen die Spieler zu den 4000 Werder-Fans in die Gäste-Kurve und warfen diesen die Shirts zu. Die Anhänger hatten zahlreiche Plakate zu Ehren von Schaaf, den sie ausdauernd besangen, mitgebracht - darunter das der Ultras mit der Aufschrift: "Thomas Schaaf - einer von uns".

Schaafs bisherige Assistenten Wolfgang Rolff ("Wir wollen für Thomas gewinnen") und Matthias Hönerbach, die für dieses eine Spiel die Verantwortung trugen, setzten auf ein 4-4-2-System mit Raute im Mittelfeld und rückten damit vom zuletzt gespielten 4-2-3-1 ab.

Neben Nils Petersen stand im Angriff Joseph Akpala erstmals seit dem 7. Spieltag in der Startformation. Werders letztes Aufgebot, dem kurzfristig auch Abwehrspieler Sokratis (Adduktoren) fehlte, war in der ersten Hälfte die klar bessere und gefährlichere Mannschaft.

Das lag allerdings fast ausschließlich an de Bruyne, der 46.157 Zuschauern immer wieder zeigte, warum ihn Borussia Dortmund holen möchte. Seine Flanke auf Petersen köpfte dieser übers Tor (25.), seinen ersten Schuss parierte Torhüter Raphael Schäfer (27.). Dann köpfte Petersen erneut über das Tor, diesmal hatte Zlatko Junuzovic vorbereitet (32.). Der tauschte darauf mit de Bruyne die Position, rückte auf die "Zehn" und bereitete das 0:1 vor. De Bruyne schloss mit einem schönen Heber über Schäfer ab. Unmittelbar vor der Pause musste Schäfer erneut gegen den starken Belgier retten.

Insgesamt war beim Duell des Tabellen-13. mit den 14. aber zu spüren, dass es für beide Mannschaften um nicht mehr viel ging. Der letzte Wille, der letzte Biss in den Zweikämpfen sowie die letzte Genauigkeit fehlten häufig.

In der zweiten Halbzeit war beim Club zumindest das Bemühen zu erkennen, die Saison mit einem Erfolgserlebnis zu beenden. Trainer Michael Wiesinger brachte mit Sebastian Polter, der vor dem Spiel verabschiedet wurde (zurück zum VfL Wolfsburg), eine zweite Spitze (59.). Doch es war der beste Club-Torschütze der Saison, Nilsson, der das 1:1 besorgte. Nach einer Ecke köpfte der Schwede den Ball an den rechten Pfosten, verwertete aber den Abpraller gedankenschnell.

Bremen war weiter nur sporadisch gefährlich. De Bruyne traf bei einem Gegenstoß das Außennetz (64.). Auf der anderen Seite verpasste Polter aus kurzer Distanz das mögliche 2:1 (75.).

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