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Fußball Nationalmannschaft Klinsmanns WM-Kader mit zwei dicken Überraschungen

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat sein Aufgebot für die WM in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) bekanntgegeben. Zum Kader werden auch David Odonkor, Mike Hanke und Thomas Hitzlsperger gehören.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat bei der Nominierung seines 23-köpfigen Aufgebots für die Weltmeisterschaft mit dem Verzicht auf Schalkes Stürmer Kevin Kuranyi für eine große Überraschung gesorgt. Dafür nominierte er fast sensationell den Dortmunder David Odonkor, der noch nie zuvor im A-Team gestanden hatte. Er stand bislang lediglich in den U19- bzw. U21-Auswahlteams des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Außerdem berief Klinsmann am Montag in Berlin den Wolfsburger Mike Hanke für den Sturm, obwohl er auf Grund der Roten Karte beim Confederations Cup in den ersten beiden WM-Spielen noch gesperrt ist. Zudem sind der Leverkusener Jens Nowotny in der Abwehr und der Mönchengladbacher Oliver Neuville im Angriff dabei. Keine Berücksichtigung fanden Patrick Owomoyela (Werder Bremen) und Fabian Ernst (Schalke 04), die beide ebenso wie Kuranyi auf Abruf stehen.

Der 35-malige Nationalspieler Kuranyi hatte in seinen 20 Länderspielen in der Ära Klinsmann zehn Tore erzielt und war damit neben Kapitän Michael Ballack und Lukas Podolski der erfolgreichste Schütze. Zuletzt befand sich der frühere Stuttgarter, der schon beim Italien-Länderspiel vom Bundestrainer nicht berücksichtigt worden war, jedoch in einer Formkrise. In der DFB-Auswahl hatte der Schalker zuletzt am 21. Juni 2005 beim 2:2 gegen Argentinien getroffen, in seinen folgenden acht Länderspielen blieb er ohne Torerfolg.

In der Abwehr erhielt erwartungsgemäß der Leverkusener Jens Nowotny den letzten freien Platz. Der 32 Jahre alte Routinier von Bayer Leverkusen setzte sich gegen Manuel Friedrich von Mainz 05 und Lukas Sinkiewicz (1. FC Köln) durch. Im Aufgebot steht auch der verletzte Dortmunder Christoph Metzelder, der derzeit wegen eines Muskelfaserrisses nicht einsatzfähig ist.

Im Mittelfeld vergab der Bundestrainer das letzte Ticket an Odonkor. Auch dessen Teamkollege Sebastian Kehl ist dabei, obwohl der Ex-Freiburger (Außenbanddehung im Sprunggelenk) ebenso wie Metzelder momentan angeschlagen ist. Der Stuttgarter Thomas Hitzlsperger fand ebenfalls Berücksichtigung. Für den Münchner Edel-Joker Mehmet Scholl war dagegen kein Platz frei.

Klinsmann hat allerdings bis 24 Stunden vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels gegen Costa Rica am 9. Juni in München die Möglichkeit, Spieler noch nachzunominieren. Dafür müsste er mit einem ärztlichen Attest nachweisen, dass sich ein Spieler aus seinem 23-er WM-Kader verletzt hat.

Das 23-köpfige deutsche WM-Aufgebot:

Tor: 1 Jens Lehmann (FC Arsenal), zwölf Oliver Kahn (Bayern München), 23 Timo Hildebrand (VfB Stuttgart)

Abwehr: drei Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), 17 Per Mertesacker (Hannover 96), vier Robert Huth (FC Chelsea), 21 Christoph Metzelder (Borussia Dortmund), sechs Jens Nowotny (Bayer Leverkusen), 16 Philipp Lahm (Bayern München), zwei Marcell Jansen (Borussia Mönchengladbach)

Mittelfeld: sieben Bastian Schweinsteiger (Bayern München), 19 Bernd Schneider (Bayer Leverkusen), acht Torsten Frings (Werder Bremen), fünf Sebastian Kehl (Borussia Dortmund), 18 Tim Borowski (Werder Bremen), 13 Michael Ballack (Bayern München), 22 David Odonkor (Borussia Dortmund), 15 Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart)

Angriff: elf Miroslav Klose (Werder Bremen), 20 Lukas Podolski (1. FC Köln), 14 Gerald Asamoah (Schalke 04), zehn Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach), neun Mike Hanke (VfL Wolfsburg)

Auf Abruf: Robert Enke (Hannover 96), Manuel Friedrich (FSV Mainz 05), Patrick Owomoyela (Werder Bremen), Fabian Ernst (Schalke 04), Paul Freier (Bayer Leverkusen), Kevin Kuranyi (Schalke 04)

© SID

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