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Fußball WM Disharmonie in der "Equipe Tricolore"

Bei der Gletscher-Wanderung der französischen Nationalmannschaft ist es zu einem Streit zwischen Coach Domenech und Ersatztorwart Coupet gekommen. Danach verließ der Keeper zunächst das Trainingslager der "Blauen".

Sollte der Spaziergang auf einem Gletscher bei Tignes eigentlich den Teamgeist der französischen Nationalmannschaft vor der WM in Deutschland stärken, hat der Ausflug am Ende fast zu einem Eklat geführt. Nach der Wanderung in 3000m Höhe hätte ein Streit zwischen Trainer Raymond Domenech und Ersatztorwart Gregory Coupet fast mit dem WM-Verzicht des Schlussmannes geendet.

Schon nach wenigen Metern auf der Tour hatte Fabien Barthez, den Domenech an Stelle von Coupet zur Nummer eins der "Equipe Tricolore" ernannt hat, über Schmerzen in der Wade geklagt und war nach Tignes zurückgekehrt. Coupet, der von vielen Experten und Fans als der stärkere Torwart angesehen wird, suchte daraufhin das Gespräch mit dem Trainer. Dabei soll der Schlussmann von Abonnement-Meister Olympique Lyon die Form von Barthez und Domenechs Wahl kritisiert haben. Es soll zu einem heftigen, lautstarken Disput gekommen sein.

Nach dem Ausflug packte Coupet seine Koffer, stieg in sein Auto und verließ mit seiner Familie das französische Lager. Erst nach einer knappen Stunde und vielen Telefongesprächen machte er seinen Entschluss rückgängig, berichtete "L´Equipe" am Donnerstag. Eine Abreise von Coupet hätte dazu geführt, dass Frankreich nur mit zwei Torhütern zur WM gefahren wäre, weil nur verletzte Spieler im WM-Aufgebot ersetzt werden können.

"Er hat die Nerven verloren, so etwas passiert. Aber er ist zurückgekommen, und niemand macht viel Aufhebens darum", sagte Domenech. Ein Teamsprecher der Franzosen hatte kurz zuvor noch dementiert: "Seit das Camp begonnen hat, haben es auch andere Spieler für eine Weile verlassen. Da ist nichts Schlimmes dran."

© SID

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