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Gewerkschaft fürchtet Beeinträchtigungen ihrer Mitglieder Fluglotsen drohen mit Streiks während der WM

Nach dem Schienenverkehr drohen nun auch dem Luftverkehr massive Beeinträchtigungen durch Arbeitskämpfe während der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Fluglotsen-Gewerkschaft GdF befürchtet durch die bis Jahresende geplante Privatisierung der bundeseigenen Deutschen Flugsicherung (DFS) Beeinträchtigungen für ihre Mitglieder und will deshalb Standards notfalls mit einem Streik vertraglich festlegen.

HB BERLIN. Kommenden Dienstag werde die Tarifkommission über einen Rationalisierungsschutz-Vertrag entscheiden, sagte GdF-Sprecher Marek Kluzniak am Samstag und bestätigte damit einen "Spiegel"-Bericht. Wenn der Schutzvertrag beschlossen werde, solle mit der DFS darüber verhandelt werden. "Wir gehen davon aus, dass wir uns bei den Verhandlungen mit der DFS nicht in der Friedenspflicht befinden." Es könne sein, dass gegebenenfalls auch während der am 9. Juni beginnenden Fußball-WM gestreikt werde.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) würde dies bedauern, sie reagiere jedoch nur auf die jüngste Entwicklung, sagte Kluzniak. Durch die Privatisierungspläne würde das Sicherheitsniveau stark abgesenkt, der Wirtschaftlichkeit werde Vorrang vor der Sicherheit eingeräumt und die sozialen Standards würden abgebaut. Sollte es zu Streiks kommen, sei seine Gewerkschaft nur dazu verpflichtet, einen Notdienst aufrecht zu erhalten.

Auch die Bahn-Gewerkschaft GDBA hatte bereits angekündigt, notfalls mit Streiks gegen den geplanten Verkauf des Staatsunternehmens zu kämpfen. Bei der Fußball-WM will die Bahn zahlreiche Sonderzüge einsetzen, um Besucher zwischen den verschiedenen Spielorten zu befördern. Die Bahn soll nach dem Willen der Bundesregierung spätestens bis 2011 an die Börse gehen. Zeitpunkt und Form der Privatisierung sollen bis Frühsommer diesen Jahres entschieden sein.

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