Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

„Großer Schritt“ Schalke kämpft, Magath lobt

Stück für Stück kämpft sich der FC Schalke 04 aus der Krise und besinnt sich auf alte "Knappen"-Tugenden wie Leidenschaft, Moral und Siegeswillen.
Felix Magath am Spielfeldrand. Quelle: DAPD

Felix Magath am Spielfeldrand.

dpa GELSENKIRCHEN. "Wir haben uns in das Spiel gearbeitet und gekämpft. Das war ein großer Schritt vorwärts", lobte Trainer Felix Magath die Beharrlichkeit, mit der sein Team durch die Tore von Jefferson Farfán (73. Minute) und Klaas-Jan Huntelaar (85.) den wichtigen 2:0 (0:0)-Sieg gegen Benfica Lissabon erzwang. "Leidenschaft in die Waagschale zu werfen, war das richtige Zeichen", befand auch Christoph Metzelder. Nun müsse man sich allmählich auch "spielerisch verbessern".

Mit dem ersten Saisonsieg sei man "richtig drin in der Champions League", betonte Metzelder. Nun gelte es, das gewonnene Selbstvertrauen für eine Aufholjagd in der Bundesliga zu nutzen. "Wir dürfen nicht vergessen, dass wir da hinterherhinken. Schon am Samstag stehen wir in Nürnberg in der Pflicht." Auch Magath richtete seinen Fokus nach dem ersten Heimsieg seit dem 17. April (3:1 gegen Mönchengladbach) auf die nächsten Aufgaben: "Die werden nicht leicht. Aber wir haben die Basis gelegt, um auch in der Bundesliga erfolgreich zu sein."

Zumindest hat Magath nach drei Pflichtspielen ohne Niederlage (zwei Siege) einige Sorgen weniger. In der bisherigen Problemzone Abwehr deuteten sich endlich Lösungen an, nachdem der Trainer im neunten Pflichtspiel schon die achte Formation ausprobierte. Erstmals in dieser Saison blieb Schalke ohne Gegentor. Neben Metzelder verdiente sich dessen Überraschungsnebenmann Kyriakos Papadopoulos für seinen Auftritt als Innenverteidiger Bestnoten.

Der erst 18 Jahre alte Grieche, im Sommer für zwei Mill. Euro von Olympiakos Piräus gekommen, warf sich in jeden Ball, präsentierte sich lauf- und zweikampfstark. So blieb dem technisch starken portugiesischen Meister auch im 18. Europacupspiel in Deutschland ein Sieg verwehrt. "Benfica hat wieder nicht den deutschen Fluch brechen können", schrieb die Sportzeitung "O Jogo".

Nach dem Ausfall des gesperrten Benedikt Höwedes (Rot beim 0:1 in Lyon) entschied sich Magath gegen den verunsicherten Routinier Nicolas Plestan und vertraute dem "Riesentalent" Papadopoulos. Zum Saisonstart in Hamburg (1:2) hatte der Youngster im defensiven Mittelfeld noch enttäuscht, spielte danach nur noch gegen Hannover wenige Sekunden.

"Auf seiner angestammten Position hat er stark gespielt und großen Anteil daran, dass wir erstmals zu Null gespielt haben", lobte Magath. Torhüter Manuel Neuer schwärmte gar: "Papa ist erst 18 und liefert in der Champions League so eine starke Leistung ab. Das war eine Top-Empfehlung. Unsere Abwehr stand nicht mehr da wie ein Schweizer Käse." Eine große Baustelle aber bleibt: Hinten rechts enttäuschte der Japaner Atsuto Uchida auf der ganzen Linie.

Verlass ist auf die Offensive. Huntelaar bewies mit dem vierten Treffer im vierten Spiel nacheinander seinen Torriecher. Selbst Magath wundert sich, dass der Niederländer keine Eingewöhnungszeit brauchte und "schon so oft getroffen hat". Auch vom Peruaner Farfán, den Magath statt des Abräumers Jermaine Jones aufbot, erwartet der Coach regelmäßig solche Auftritte. "Er hat nach hinten gut gearbeitet und hatte starke Aktionen nach vorn. Ein Spieler mit seinem Potenzial muss aber öfter jemand sein, der uns hilft, Spiele zu gewinnen."

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Serviceangebote