Historischer Sieg Volkswagen krönt Investment im Frauenfußball

Der VfL Wolfsburg hat in einem mitreißenden Spiel den Champions-League-Titel verteidigt. Das ist auch ein großer Erfolg für den Autohersteller VW. Doch die kräftigen Finanzspritzen für die Fußballerinnen sorgen für Neid.
Update: 23.05.2014 - 10:54 Uhr Kommentieren
So gelang den Wölfinnen der historische Triumph
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Geschafft: Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg bejubeln in der Nacht von Lissabon ihren zweiten Champions-League-Titel. Ein Jahr nach dem überraschenden Erfolg gegen Olympique Lyon in London gewannen die Norddeutschen gegen den schwedischen Club Tyresö FF dank einer Energieleistung nach der Pause mit 4:3.

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Da war es Nationalspielerin Lena Goeßling (3. von rechts) am Ende auch egal, dass sie in der ersten Halbzeit einen schmerzhaften Cut unterm Auge davongetragen hatte.

huGO-BildID: 37103218 Tyreso's Marta, right, from Brazil, and coach Tony Gustavsson leave the pitch at the end of the Women's Champions Lea
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Tränen dagegen bei der brasilianischen Ausnahmespielerin Marta: Zusammen mit ihrem Trainer Tony Gustavsson marschierte sie bedröppelt zur Übergabe der Silbermedaillen. Dabei hatte zunächst wenig auf eine Schlappe der Schwedinnen hingedeutet...

huGO-BildID: 37098858 Players of Tyreso pose for a team picture prior to the Women's UEFA Champions League final between Tyreso and Wolfsburg at
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Sie waren zwar vorab als Außenseiter tituliert worden. Der Verein ist pleite, das Insolvenzverfahren eröffnet und die Zukunft ungewiss...

huGO-BildID: 37099884 Wolfsburg's forward Alexandra Popp (C) vies for the ball with Tyreso's midfielder Caroline Seger (L) and Tyreso'
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Doch der schwedische Vize-Meister startete druckvoll und überraschte den Titelverteidiger damit offensichtlich. Die Niedersachsen kamen mit der Favoritenrolle offensichtlich nicht zurecht. Alexandra Popp und Co. sahen sich zunächst in die Defensive gedrängt.

Tyresoe FF vs VfL Wolfsburg
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Zwar erspielte sich der VfL durch Alexandra Popp und Martina Müller kleine Möglichkeiten. Doch die Skandinavierinnen agierten wesentlich torgefährlicher – und hatten Erfolg. Marta narrte die komplette Wolfsburger Defensive und ließ Nationaltorhüterin Almuth Schult mit einem kraftvollen Schuss keine Abwehrchance – 0:1 in der 28. Minute.

huGO-BildID: 37099839 Tyreso's Spanish forward Veronica Boquete celebrates after scoring during the UEFA Women's Champions League final foo
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Nur zwei Minuten später lief die Amerikanerin Christen Press von den VfL-Abwehrspielerinnen nahezu unbedrängt einmal diagonal über den Platz und bediente die Spanierin Verónica Boquete in der Mitte, die Schlussfrau Schult abermals keine Abwehrchance ließ – 0:2.

LissabonDie Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben als erste deutsche Mannschaft ihren Titel in der Champions League verteidigt. Ein Jahr nach dem überraschenden Erfolg gegen Olympique Lyon in London gewannen die Norddeutschen am Donnerstagabend in Lissabon gegen den schwedischen Club Tyresö FF dank einer großen Energieleistung nach der Pause mit 4:3 (0:2) und wiederholten ihren Coup aus dem Vorjahr.

Vor mehr als 8000 Zuschauern im Estádio do Restelo waren die Schwedinnen durch Marta (28. Minute) und Verónica Boquete (30.) vor der Pause in Führung gegangen. Doch nach dem Seitenwechsel sorgten Alexandra Popp (47.), Fußballerin des Jahres Martina Müller (53.), das eingewechselte Geburtstagskind Verena Faißt (68.) und erneut Müller (80.) für die Wende. Die Brasilianerin Marta hatte den Außenseiter in der 56. Minute noch einmal in Führung gebracht.

„Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit sensationell gespielt, und ich bin richtig stolz auf sie“, schwärmte Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann nach dem schweißtreibenden Endspiel. „Das ist der Charakter der Mannschaft. Wir haben in der Halbzeit wohl die richtigen Worte gefunden: Das ist schließlich ein Champions-League-Finale - und das kann's doch noch nicht sein.“

Auch Wolfgang Niersbach war total begeistert. „Das war in der zweiten Halbzeit eine überragende und sensationelle Leistung“, meinte der DFB-Präsident und betonte: „Das war Super-Werbung für den Frauenfußball im Allgemeinen und für den deutschen Frauenfußball im Speziellen.“

Wie das Männerteam, das sich dank millionenschwerer Investitionen in der Bundesliga etabliert hat, werden auch die Fußballerinnen vom Volkswagen-Konzern gesponsert, der die VfL Wolfsburg Fußball GmbH als hundertprozentige Tochtergesellschaft trägt. Der benachbarte Autobauer ist der größte Geldgeber, hinzu kommen mehr als 20 weitere kleinere Partner. 

Die GmbH hat insbesondere in den vergangenen vier Jahren ihre Bemühungen intensiviert, neben den Männern auch eine Frauenmannschaft in die Spitze der höchsten deutschen Spielklasse zu führen. Mit Erfolg: 2013 feierte die Mannschaft von Trainer Ralf Kellermann das Triple aus DFB-Pokalsieg, Deutscher Meisterschaft und Champions-League-Titel. Und nun verteidigt es den Titel in der Königsklasse. Was soll da noch kommen?

Wolfsburg-Etat ist Liga-Spitze
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