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„Kaiser“ tanzt auf allen Hochzeiten Beckenbauer zog die Fäden bei Red-Bull-Deal

Franz Beckenbauer tanzt auf allen Hochzeiten: Der "Kaiser" kann sich nun wirklich nicht über einen leeren Terminkalender beklagen, ein Termin jagt den anderen und seine Verpflichtungen als Präsident des Organisationskomitees der WM 2006, als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender von Bayern München nehmen die restliche Zeit in Anspruch. Trotzdem hat Deutschlands bekanntestes Fußball-Gesicht doch noch Zeit gefunden und entscheidend zum Kauf des US-Fußball-Klubs New York/New Jersey Metrostars durch den Getränkehersteller Red Bull beigetragen.

"Franz hat den Kontakt hergestellt, er war bei jedem Gespräch dabei, das wir geführt haben. Er hatte die Vision, uns mit Red Bull zusammenzubringen", erklärte Don Garber, Präsident der US-Profiliga Major League Soccer (MLS). Dreimal hatten sich Vertreter der MLS und der bisherigen Metrostars-Eigentümer mit Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz und dessen Berater und Freund Beckenbauer in Österreich getroffen, seit Donnerstag ist der Deal perfekt.

Mateschitz und sein Sport-"Reich"

Für die Metrostars, die ab sofort Red Bull New York heißen, soll der auf ein Privatvermögen von vier Mrd. Euro geschätzte Mateschitz 30 Mill. Euro bezahlt haben. Zu seinem Sport-"Reich" gehören bereits die Formel-1-Teams Red Bull und Toro Rosso, darüber hinaus der Eishockey- und der Fußball-Klub in Salzburg, die beide unter dem Firmennamen in der ersten österreichischen Liga spielen. Seine beiden Fußball-Klubs sollen künftig kooperieren.

Außerdem erwarb Mateschitz für weitere angeblich 20 Mill. Euro 50 Prozent der Anteile sowie die Namensrechte am neuen Stadion des Klubs in Harrison/New Jersey, das zur Saison 2008 bezugsfertig sein soll. Gebaut und betrieben wird die Arena von der "Anschutz Entertainment Group" (AEG) des Milliardärs Philip Anschütz, bisher Eigentümer der Metrostars war. Zu AEG gehören auch die deutschen Eishockey-Klubs Eisbären Berlin und Hamburg Freezers.

Meilenstein für die MLS

Vom Einstieg des Getränkeherstellers in New York versprechen sich vor allem die Funktionäre der MLS eine Menge, obwohl die Liga selbst am Verkauf des Klubs nicht direkt beteiligt war. "Dies ist ein Meilenstein für MLS. Es ist die bedeutendste Einzel-Investition in der Geschichte unserer Liga", schwärmte MLS-Boss Garber. Alexi Lalas, Ex-US-Nationalspieler und Manager der New Yorker, nannte den Deal "phänomenal" und versprach: "Die Fans werden jetzt Dinge sehen, die es in der MLS noch nie gegeben hat."

Der ehemalige Klub des deutschen Rekord-Nationalspielers Lothar Matthäus war in der 1996 gegründeten MLS allerdings bislang höchst erfolglos. Weiter als bis ins Halbfinale sind die Metrostars nie gekommen.

© SID

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