Katastropheneinsatz in Brasilien Regenfälle bedrohen deutsches WM-Camp

Hüfthohes Wasser in den Straßen, evakuierte Einwohner und Katastropheneinsatz: Das brasilianische Santo André, wo die deutsche Fußball-Nationalelf wohnen soll, ist überschwemmt. Und die Regenzeit beginnt gerade erst.
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So wohnen die DFB-Stars bei der WM 2014

Salvador/BahiaAlarmstufe in Santa Cruz Cabrália: Nach sintflutartigen Regenfällen steht die ganze Region im brasilianischen Nordosten unter Wasser. In wenigen Stunden regnete es am Sonntag mit 200 Millimetern Niederschlägen soviel wie sonst in vier Monaten. Hüfthoch steht das Wasser in den Straßen der kleinen Dörfer im Süden des Bundesstaates Bahia. Dort, wo in wenigen Wochen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Quartier beziehen will.

Vorerst mussten rund 600 Menschen evakuiert werden. 236 Häuser sind derzeit unbewohnbar. Private Organisationen sammeln Lebensmittel, Decken, Mineralwasser und Kleider für die Menschen. Das Stromnetz der Region wurde ausgeschaltet, die Bevölkerung gegen Diphterie und Typhus geimpft.

Alles Routine für die Feuerwehr, Katastrophenschutz und die Erste-Hilfe-Stationen in der Region – Überschwemmungen sind hier üblich. Deswegen schaffen es die Katastrophenmeldungen nur selten in die lokalen Schlagzeilen.

Doch diesmal ist das anders: „Regen bedroht das Trainingszentrum der deutschen Nationalelf“ berichtet „A Tarde“, die führende Tageszeitung Bahias. Denn ausgerechnet in dem von Regenkatstrophen geplagten Gebiet im malerischen Südbahia soll ab Juni die deutsche Nationalmannschaft residieren – so hat es der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entschieden.

In einer eigens errichteten Hotelanlage am Meer sollen die Kicker und der Betreuerstab wohnen – und sich im nahe gelegenen Trainingszentrum auf drei Fußballplätzen für die Spiele vorbereiten.

Beim DFB bleibt man trotz der aktuellen Regenfälle gelassen. Man gehe davon aus, das Camp wie geplant am 8. Juni zu beziehen, heißt es aus der Zentrale in Frankfurt. „Bis dahin ist wirklich alles fertig, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel“, sagte vor wenigen Tagen auch Christian Hirmer, der Bauherr des deutschen Quartiers „Campo Bahia“, der Süddeutschen Zeitung.

Die Münchner Immobilien- und Modegruppe Hirmer, der das 15.000-Quadratmeter-Gelände gehört, baut die Hotelanlage zusammen mit privaten Investoren. Ob sie vom DFB für die Nutzung bezahlt werden – so richtig klar ist das noch nicht.

Auf alle Fälle versprechen sich die Investoren durch die Publicity einen Aufschwung der Immobilienpreise in der Gegend, die bisher vor allem als Alterswohnsitz wohlhabender Ex-Pats deutscher Konzerne aus São Paulo bekannt ist.

Im Juni und Juli ist in Süd-Bahia Regenzeit
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4 Kommentare zu "Katastropheneinsatz in Brasilien: Regenfälle bedrohen deutsches WM-Camp"

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  • Schon mal was von Geografie und Wetterverhältnissen in bestimmten Regionen und Jahreszeiten gehört? Da waren doch wieder neunmal Kluge bei der Auswahl des Domizils für die deutschen Starkicker am Werk. Jung, dynamisch und erfolglos!

  • die natur lässt sich eben nicht kaufen. sollen sie halt wasserball spielen.

  • Hauptsache Hirmer wird seine Hütten los. Geschickt eingefädelt hat er's ja, war auch beim korrupten DFB nicht anders zu erwarten. (UEFA, FIFA, NOK, IOC – alles zeigt mafiöse Strukturen, warum sollte es im DFB anders sein)?

  • Zitat : Im Juni und Juli ist in Süd-Bahia Regenzeit

    - da sind doch die gleichen Dilettanten am Werke, wie sonst auch !

    Heisst wohl, neues Quartier suchen........die besten sind wohl aber schon ausgebucht !

    Sehr schlimm wird es aber nicht kommen, zumal D in der Vorrunde ä ausscheidet ( bei diesem Trainer...:-) !

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