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Krisengipfel Verrückter Nachmittag in Hamburg

In einer packenden und hochdramatischen Partie ist dem 1. FC Köln beim Hamburger SV der Befreiungsschlag geglückt, auch dank des glücklichen Händchen seines Trainers. Die Hamburger hingegen stecken nun tief in der Krise.
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Wie Köln den HSV endgültig in die Krise schickte
Hamburg SV - 1. FC Köln
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Wie schon am letzten Spieltag hieß es für die Kölner Vorletzter gegen Schlusslicht - gegen den Hamburger SV stand also ein echtes Kellerduell auf dem Plan. Am Ende beiwesen die Kölner die besseren Nerven als die Hanseaten, die trotz mehrfacher Führung die Punkte noch abgeben mussten.

(Foto: dpa)
Gruendungsmitglieder HSV und Koeln in der Krise
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Den Trainern stand die Anspannung vor dem Keller-Duell ins Gesicht geschrieben. Sowohl Michael Oenning auf Seiten des HSV...

(Foto: dapd)
Stale Solbakken
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...als auch FC-Coach Stale Solbakken würden im Falle einer Niederlage gehörig unter Druck geraten.

(Foto: dpa)
Hamburger SV - 1. FC Koeln
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Die Ansage der HSV-Fans nach den dürftigen Ergebnissen der letzten Wochen war klar.

(Foto: dapd)
Hamburger SV - 1. FC Koeln
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Denn besseren Start erwischten eindeutig die Hanseaten. Bereits nach 12 Minuten brachte Mladen Petric die Hausherren vom Elfmeterpunkt aus in Führung.

(Foto: dapd)
Hamburger SV - 1. FC Koeln
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Doch zehn Minuten später war der Kölner Adil Chihi zur Stelle, der plötzlich mutterseelenallein vor dem Tor der Gastgeber auftauchte und eine Vorlage von Novakovic mühelos einschieben konnte.

(Foto: dapd)
Hamburg SV - 1. FC KölnSlobodan Rajkovic im Zweikampf mit Kölns Novakovic.
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Mit einem 1:1 ging es für beide Teams in die Halbzeit. Nach dem Pausentee brachte Solbakken mit Lukas Podolski frischen Wind in die Kölner Angriffsbemühungen. Der Nationalstürmer revanchierte sich umgehend und legte mustergültig für Milivoje Novakovic (l.) auf, der zur Kölner Führung einnetzte.

(Foto: dpa/picture alliance)

HamburgSowohl der Hamburger SV als auch der 1. FC Köln wollten sich mit einem Sieg im Kellerduell des vierten Bundesliga-Spieltages ein wenig Luft verschaffen. Heraus kam am Ende eine bis zum Schluss hochspannende Partie - mit dem besseren Ende für die Gäste aus der Domstadt, die mit ihrem Last-Minute-Erfolg die Rote Laterne an den Bundesliga-Dino weiterreichen konnten. Beim ersten Saisonsieg seiner Mannschaft bewies FC-Coach Stale Solbakken bei seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen, HSV-Trainer Michael Oenning dürfte nach der erneuten Niederlage hingegen eine stürmische Woche bevorstehen.

Die Norddeutschen unterlagen dem zweiten Fehlstarter der Saison am Samstag daheim mit 3:4 (1:1) und gaben dabei in der dramatischen Schlussphase den ersehnten Sieg noch aus der Hand. Die Gastgeber waren per Foulelfmeter durch Mladen Petric (11. Minute) in Führung gegangen und hatten nach den Toren von Neuzugang Slobodan Rajkovic (59.) und Son Heung-Min (62.) schon auf den ersten Punkte-Dreier hoffen dürfen. Doch die Domstädter, für die zunächst Adil Chihi (21.) und Milivoje Novakovic (49.) getroffen hatten, drehten dank Christian Clemens (84.) und Kevin McKenna (88.) am Ende noch die Partie. Erstmals seit viereinhalb Jahren steht der HSV damit am Tabellenende.

Trainer Michael Oenning ging in die fünfte Partie mit einer zum fünften Mal veränderten Aufstellung - ganz neu formierte er die Innenverteidigung mit Heiko Westermann und Rajkovic. Der 22-jährige Serbe war erst am Mittwoch verpflichtet worden und stand schon nach drei Trainingseinheiten in der Startelf. Der beim 0:5 bei Bayern München wegen einer Grippe fehlende Petric zeigte sich als einzige Spitze von Beginn an engagiert und forderte die Bälle.

Joker McKenna setzt den Schlusspunkt

HSV-Trainer Michael Oenning sieht schweren Zeiten entgegen. Quelle: dapd

HSV-Trainer Michael Oenning sieht schweren Zeiten entgegen.

(Foto: dapd)

Den umstrittenen Strafstoß, den Schiedsrichter Florian Meyer nach einem Foul von Pedro Geromel an Dennis Aogo pfiff, verwandelte der Kroate sicher. Damit erhöhte Petric seine Bilanz gegen Köln auf neun Treffer in den letzten sechs Partien. Am 19. März gegen die Geißböcke hatte der 30-Jährige sogar seinen bislang einzigen Dreierpack erzielt. Nach dem Kontertor des marokkanischen Nationalspielers Chihi, der auf dem rechten Flügel reichlich gute Szenen hatte, wirkte der HSV mehr und mehr verunsichert. Vereinzelt gab es Pfiffe unter den 51.289 Besuchern.

Gäste-Coach Stale Solbakken hatte damit überrascht, dass er Nationalspieler Lukas Podolski trotz überstandener Grippe zunächst auf der Bank gelassen hatte. Als er den abgesetzten Kapitän nach der Halbzeit für den Ex-HSVer Miso Brecko einwechselte, sprühte der Kölner vor Angriffslust und startete sofort einen Alleingang über die linke Hamburger Seite. Ohne Gegenwehr konnte er zielgenau auf Novakovic passen, der mühelos einschob. Torhüter Jaroslav Drobny machte keine gute Figur, als er auf der Linie kleben blieb.

Schon fast abgeschrieben, bäumte sich der HSV gegen die drohende Niederlage auf und traf durch den stämmigen Rajkovic, der den Abraller von Son erwischte. Der Koreaner brachte die so schlecht gestarteten Norddeutschen dann mit seinem Treffer sogar wieder in Front. Per Skjelbred wollte nachlegen, traf aber wie Heiko Westermann nach neun Minuten nur die Latte.

Der eingewechselte Kölner Clemens glich dann gegen die schlecht sortierte HSV-Abwehr zum 3:3 nach einer Ecke aus. Drei Minuten vor Schluss bewies Solbakken wieder ein glückliches Händchen: in McKenna brachte er den Torschützen zum 4:3, bei dem Drobny wieder vor seinem Tor umherirrte und die Defensive versagte.

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  • dpa
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