Nach Borussia-Fehlstart Sportchef Eberl mahnt zur Ruhe

Hektisch will bei Borussia Mönchengladbach trotz des 18. Tabellenplatzes keiner werden. Stattdessen plädiert Sportdirektor Max Eberl für Gelassenheit. Die Mannschaft müsse ihr Selbstbewusstsein wiederfinden.
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Gladbach-Sportchef Eberl mahnt trotz des Null-Punkte Fehlstarts der Borussia zur Ruhe. Quelle: dpa
Max Eberl

Gladbach-Sportchef Eberl mahnt trotz des Null-Punkte Fehlstarts der Borussia zur Ruhe.

(Foto: dpa)

MönchengladbachSportchef Max Eberl redete sich nach dem 1:2 gegen den FSV Mainz 05 ein wenig in Rage. Nein, Borussia Mönchengladbach werde sich jetzt nicht für die Champions League abmelden. Und man werde jetzt auch nicht aufhören, Fußball zu spielen. Und ja: „Wenn man einen Start nach zwei Spielen beendet - dann haben wir einen Fehlstart.“ Schon lange nicht mehr hatte Eberl so viel Erklärungs- und Redebedarf. Dazu lief es am Niederrhein zu perfekt, speziell mit Rang drei der Vorsaison und dem damit verbundenen erstmaligen Start in der Königsklassen-Gruppenphase.

Wie schnelllebig das Fußball-Business ist, erfahren Eberl, Trainer Lucien Favre und die „Fohlen“ im Moment zur Genüge. 0:4 in Dortmund, 1:2 gegen Mainz - die Borussia - am Donnerstagabend in Monaco erstmals in den Lostöpfen für die Gruppenphase der Champions League - findet sich nach zwei Spieltagen am Tabellenende wieder.

„Wir haben uns nicht vorgestellt, mit null Punkten zu starten“, räumte Eberl ein. Und dass die Favre-Mannschaft noch nicht wieder das Selbstbewusstsein der Spielzeit 2014/15 habe. Momentan sei alles etwas mühsamer, ließ der Borussia-Sportdirektor wissen.

„Mit zwei Niederlagen in die Saison zu starten, ist extrem bitter“, meinte Ersatzkapitän Tony Jantschke nach den Toren von Jairo (42. Minute) und Christian Clemens (79.) für den FSV sowie von Patrick Herrmann zum zwischenzeitlichen 1:1 (54.) vor 50.172 Zuschauern.

Ruhe bewahren, „nicht hektisch werden“ (Eberl), sich darauf besinnen, was die Mannschaft kann - das wollen Favre und Co. nun tun. Auch der Schweizer hatte sich in seinem 150. Bundesligaspiel mit der Borussia Besseres gewünscht. Nun will - oder muss? - der 57-Jährige „positiv denken, auch wenn es momentan nicht so einfach ist“.

Die Borussia-Verantwortlichen erklärten es fast schon für logisch, dass es noch nicht wieder so läuft wie in der wunderbaren vergangenen Spielzeit, als nur die Bayern und Wolfsburg besser waren als der fünfmalige deutsche Meister. Das Team wurde personell kräftig durchgemischt, „man sieht, dass es nicht mehr die gleiche Mannschaft ist“, bemerkte Favre zu den zahlreichen Zu- und Abgängen.

Deutscher Meister BVB – warum eigentlich nicht?
Von De Bruyne ist nichts mehr zu erwarten
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Egal, ob es nun am Wechselwirbel mit Manchester City liegt oder nicht: Kevin De Bruyne steckt ordentlich in der Krise. Bei seinem vielleicht letzten Spiel für Wolfsburg zeigte der Belgier eine ganz schwache Leistung und konnte kaum Akzente setzen. Angeblich bieten die Citizens dem Mittelfeldstar eine Wochengage von über 250.000 Euro, da kann man schon mal ins Grübeln kommen. In seiner derzeitigen Verfassung ist er aber keine Bereicherung mehr für den VfL. Kurz vor Schluss vergab er noch die sichere Siegchance für die Wölfe.

Hakan Çalhanoğlu, Freistoßkönig von Deutschland
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Freistöße sind für Leverkusens Hakan Çalhanoğlu mittlerweile fast Elfmeter: In Hannover traf der Türke aus 25 Metern abgezockt ins linke Eck, sein erster Saisontreffer. Die Bundesligatorhüter sollten sich ernsthaft überlegen, einen Mann auf die Linie zu stellen...

Darmstadt bleibt unschlagbar
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Zweites Bundesligaspiel, zweiter Punkt: Darmstadt 98 bleibt ungeschlagen, auf Schalke hielt der Aufsteiger tapfer dagegen. Gerade in der Schlussphase musste auch das Glück nachhelfen, dennoch verdienen sich die Hessen einen gelungen Start in die Saison. Auf Schalke traf Koka Rausch (Foto).

Der Lord ist immer für dich da
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Aber Wolfsburg hat ja noch den Lord: Niklas Bendtner traf immerhin noch zum Ausgleich für die Wölfe. Der Däne kann nun auch auf mehr Einsatzzeiten hoffen.

Lewandowski sticht auch als Joker
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Lange Zeit musste Robert Lewandowski in Hoffenheim auf der Bank schmoren, dann durfte der Pole doch noch spielen. Gut so! Denn in der Nachspielzeit war es der Stürmer-Star, der den Bayern doch noch den glücklichen Sieg in Unterzahl schenkte. Zuvor flog Nationalspieler Jerome Boateng mit Gelb-Rot vom Platz.

Boateng spielt Handball
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Für Jerome Boateng war es ein eher unerfreulicher Nachmittag: Nachdem er einen Hoffenheimer Freistoß mit dem Ellenbogen abwehrte, flog er mit Gelb-Rot vom Platz. Obendrauf gab es noch Elfmeter für die TSG. Gut für Boateng, dass Polanski den verschoss. Und das Robert Lewandowski noch den Siegtreffer für die Münchener erzielte. Der Nationalspieler wird also vielleicht doch gut schlafen können.

Hoffenheim hat den Alpha-Kevin
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Das ist ein neuer Rekord: Neun Sekunden brauchte Kevin Volland, um das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte zu schießen – gegen Welttorhüter Manuel Neuer. Zu einem Punkt reichte es für Hoffenheim am Ende zwar trotzdem nicht, trotzdem kommt der Alpha-Kevin seit heute aus Hoffenheim.

Im Borussia-Park war schon vorher allen klar, dass ein Max Kruse (VfL Wolfsburg) oder ein Weltmeister wie Christoph Kramer (Bayer Leverkusen) sportliche Lücken hinterlassen würden. Die negativen Konsequenzen sind aber erst jetzt spürbar, weil die Automatismen noch nicht wieder da sind.

Für Eberl „passt das eine oder andere nicht, und das merkt man“. Zudem wackelt ohne Abwehrchef Martin Stranzl (Trainingsrückstand) und den verletzten Alvaro Dominguez die Defensive bedenklich. Insgesamt, klagte Eberl über Verletzte, Fehlende oder Abgänge. Das Absacken auf Rang 18 habe seine Ursachen in „einer Summe von vielen Gründen“. Nur nicht im Denken an Europas Königsklasse, betonte Favre: „Die Champions League hatten meine Spieler absolut nicht im Kopf.“

  • dpa
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