Nach Haftstrafe Müller hofft auf Hoeneß-Rückkehr zum FC Bayern

Chance auf ein Comeback? Fußball-Nationalspieler Thomas Müller hofft, dass Uli Hoeneß nach seiner Haftstrafe zum FC Bayern zurückkehrt. „Ich denke nicht, dass sein Lebenswerk kaputt geht“, so der Fußballprofi.
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Thomas Müller steht mit seinem Wunsch nicht allein: Der Fußball-Nationalspieler hofft auf eine Rückkehr von Uli Hoeneß zum FC Bayern nach dessen Haftstrafe. Quelle: dpa

Thomas Müller steht mit seinem Wunsch nicht allein: Der Fußball-Nationalspieler hofft auf eine Rückkehr von Uli Hoeneß zum FC Bayern nach dessen Haftstrafe.

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MünchenFußball-Nationalspieler Thomas Müller wünscht sich eine Rückkehr von Uli Hoeneß zum FC Bayern nach dessen Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung. „Ich hoffe natürlich, dass dies möglich ist“, sagte der Münchner Offensivspieler beim „Audi Star Talk“ von Sport1 über den Ex-Clubchef. „So wie ich den Uli kennengelernt habe, wird er da schon dranbleiben und nicht einfach so den Verein aus den Augen verlieren. Und der Verein wird ihn genauso wenig aus den Augen verlieren.“

Hoeneß habe trotz der Enthüllungen über seine Zockerei und der Gefängnisstrafe eine Chance auf ein Comeback. „Ich denke nicht, dass sein Lebenswerk ganz kaputt geht“, sagte der Bayern-Profi.

„Ein gutes Urteil für Millionen ehrliche Steuerzahler“
huGO-BildID: 35916673 (FILES) A picture taken on May 25, 2013 shows Bayern Munich's German President Uli Hoeness at the UEFA Champions League fi
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Hoeneß selbst äußerte sich in einer schriftlichen Erklärung zu seiner Verurteilung und erklärte seine Entscheidungen, nicht in Revision zu gehen: „Nach Gesprächen mit meiner Familie habe ich mich entschlossen, das Urteil des Landgerichts München II in meiner Steuerangelegenheit anzunehmen. Ich habe meine Anwälte beauftragt, nicht dagegen in Revision zu gehen. Das entspricht meinem Verständnis von Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung. Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens. Den Konsequenzen dieses Fehlers stelle ich mich.“

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Ex-Fußballprofi Hans Sarpei hält das Urteil für gerechtfertigt: „Ein schlechtes Urteil für Uli Hoeneß, ein gutes für viele Millionen ehrliche Steuerzahler in Deutschland.“

Christoph Metzelder beim TuS Haltern
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Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder spricht sich gegen die scharfe Kritik der Medien aus: „Jetzt, da Justitia gesprochen hat, könnte die Häme aufhören!“

EBERHARD GIENGER APPLAUDES DURING LOWER HOUSE OF PARLIAMENT SESSION IN BERLIN
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Eberhard Gienger, sportpolitischer Sprecher der CDU, sieht in der Verurteilung auch etwas Positives für Hoeneß: „Auf der einen Seite dürfte es für Uli Hoeneß eine Erleichterung darstellen, die Thematik vom Leib zu haben. Andererseits musste er damit rechnen, dass es zu Konsequenzen kommt. Und die Konsequenzen sind die dreieinhalb Jahre.“

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Hoeneß-Freund und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hielt sich mit einer Bewertung der Verurteilung zurück und fand äußerst unkritische Worte für den Steuersünder. „Ich bin zuallererst menschlich betroffen, weil eine Freiheitsstrafe natürlich für jeden Menschen, und damit auch für Uli Hoeneß, ein gravierender Eingriff ist.“

Norbert Walter-Borjans
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NRWs Finanzminister Norbert Walter-Borjans begrüßt das Urteil gegen Hoeneß. Er hofft auf positive Konsequenzen für die Steuerehrlichkeit. „Das ist ein unüberhörbares Signal an alle, die meinen, dass die Mitfinanzierung unseres Gemeinwesens in ihrem eigen Belieben steht.“

Reinhard Rauball
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Ligapräsident Reinhard Rauball hat sich zurückhaltend zum Urteil gegen Uli Hoeneß geäußert, aber an dessen Verdienste für den deutschen Fußball erinnert. „Das Gericht hat das Urteil nach einem gründlichen rechtsstaatlichen Verfahren gefällt. Angesichts des Strafrahmens des Gesetzes war eine derart harte Sanktion nicht ausgeschlossen“, sagte der Präsident von Borussia Dortmund am Donnerstag in einer Stellungnahme der Deutschen Fußball Liga (DFL). „Die Verdienste von Uli Hoeneß um den deutschen Fußball bleiben trotz seines von ihm selbst eingestandenen Fehlverhaltens unberührt.“

Hoeneß muss in wenigen Wochen die Haftstrafe antreten, am vergangenen Dienstag nahm er aber noch bei einem Mannschaftsfest in München teil. Müller glaubt, „dass ihm diese Feier auch gut getan hat“.

Bei dem Abendessen habe Hoeneß auch zum Team gesprochen, berichtete die „Bild“-Zeitung (Donnerstag). „Ich habe das erste Mal in meinem Leben Hass kennengelernt“, soll der ehemalige Bayern-Patron nach Angaben des Blattes gesagt haben. Außerdem habe er die Spieler gewarnt: „Ihr verdient alle gutes Geld. Macht so etwas nie.“ Der Verein kommentierte den Bericht nicht und verwies darauf, dass es eine private Feier gewesen sei.

  • dpa
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