Neuer Sponsoring-Deal Barça wirbt im Verborgenen für Intel

Werbung auf dem Gesäß von Spitzenkickern gibt es längst, jetzt erschließt Halbleiterhersteller Intel mit dem FC Barcelona weitere Trikot-Werbeflächen. Der Deal ist für Barça in vielfacher Hinsicht ungewöhnlich.
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Einmal ein etwas anderer Lupfer im Fußball: Die FC-Spieler Gerard Pique (links) und  Carles Puyol rahmen Sandro Rosell und Deborah Conrad von Intel ein. Quelle: Intel/Pressebild

Einmal ein etwas anderer Lupfer im Fußball: Die FC-Spieler Gerard Pique (links) und Carles Puyol rahmen Sandro Rosell und Deborah Conrad von Intel ein.

(Foto: Intel/Pressebild)

Barcelona/DüsseldorfIn den Sekunden nach jedem Tor von Weltfußballer Messi für den FC Barcelona dürfte die Führungsetage des US-amerikanischen Computertechnologie-Herstellers Intel – männlich wie weiblich – sich künftig nur eine Frage stellen: Zieht er es aus?

Wenn sich die Spitzenkicker des spanischen Topklubs künftig die Unterseite ihres Trikots über den Kopf ziehen oder nach dem Spiel untereinander tauschen, dürfte der Applaus bei Intel groß sein. Denn nur dann kommt das Logo des Unternehmens zum Vorschein.

In dem am Donnerstag offiziell bestätigten Sponsoring-Deal haben Barça und Intel vereinbart, dass das der Schriftzug „Intel inside“ passenderweise auf der Innenseite des Trikots zu sehen sein wird. So spielen Trikottausch und Torjubel beim FC Barcelona ab sofort eine entscheidende Rolle für den Werbepartner.

Damit erschließt der US-Konzern weitere Werbeflächen bei den Fußballern. Bislang waren die Österreicher – aus aus chronischer Unterfinanzierung heraus – federführend bei der kreativen Suche nach mehr und mehr Werbefläche, etwa mehreren Schriftzügen auf den Trikotärmeln. In Deutschland ist Werbung auf dem Fußballer-Hintern nur in den unteren Ligen erlaubt. Vorreiter in Sachen Hosen-Werbung sind die niedersächsischen Vereine TSV Havelse und Arminia Hannover.

Der Deal ist insofern überraschend, als dass der FC Barcelona lange überhaupt kein Geld von Unternehmen für die Werbefläche auf der Spielerbrust annahm. 107 Jahre spielte der Verein mit kommerzfreier Brust. Das änderte sich allerdings schon vor sieben Jahren, als Barcelona seine Fans behutsam an kommerzielles Sponsoring heranführte.

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  • Kleine Korrektur: das links im Bild ist Puyol, nicht Pique

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