Polizei vs. FC Schalke 04 Was tun wenn's brennt?

Nach der harten Kritik am Polizeieinsatz auf Schalke hat NRW-Innenminister Jäger die Einsatzkräfte aus dem Stadion der Knappen abgezogen. Zunächst gab es Kritik an der Entscheidung – nun mehren sich aber die Fürsprecher.
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Wie die Schalker ohne die Unterstützung der Polizei nun ihre Heimspiele sicher gestalten wollen, steht noch nicht fest. Quelle: dpa

Wie die Schalker ohne die Unterstützung der Polizei nun ihre Heimspiele sicher gestalten wollen, steht noch nicht fest.

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Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat im Fall Schalke Rückendeckung von einigen Kollegen erhalten. „Ich kann das schon nachvollziehen, wenn da mal einem Innenminister der Kragen platzt“, sagte Boris Rhein (CDU), der als hessischer Innenminister Vorsitzender der 37. Sportministerkonferenz am Freitag in Wiesbaden war. Man habe das Thema bei der Tagung aber nur gestreift. Rhein geht aber nicht davon aus, dass es in anderen Bundesländer eine ähnliche Maßnahme gebe. „Ich glaube, Ralf Jäger hat ein ganz deutliches Signal gegeben. Schule wird das nicht machen“, meinte Rhein.

Unterstützung gab es für Jäger auch von Lorenz Caffier, dem Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns. „Für die Sicherheit der Zuschauer in Fußballstadien ist der Veranstalter verantwortlich - und nur dieser.“ Deshalb sei er erstaunt, „dass diejenigen, die ihre Hausaufgaben für die Sicherheit der Zuschauer und damit ihrer Gäste offensichtlich nicht vollumfänglich gemacht haben, sich hinterher und ohne das notwendige Wissen und Können über den Einsatz der Polizei beschweren“, meinte Caffier.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat im Fall Schalke die beteiligten Parteien zum Dialog aufgerufen. „Wir haben großes Verständnis für die massive Verärgerung unserer Kolleginnen und Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, die für einen mit den Verantwortlichen von Schalke 04 abgestimmten Einsatz zu Unrecht kritisiert wurden. Unterdessen haben die weit über zehn Millionen Zuschauer allein in einer Bundesligasaison das Recht auf ein sicheres Fußballerlebnis und damit auch auf die Präsenz der Polizei“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek.

Keine Polizei mehr im Stadion
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4 Kommentare zu "Polizei vs. FC Schalke 04: Was tun wenn's brennt?"

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  • Es muss endlich mal geregelt werden, dass die Vereine den Einsatz von Sicherheitskräften auch voll bezahlen.
    Die Polizei ist kein Wachdienst.
    Die Kosten können ganz einfach direkt über die Eintrittsgelder gedeckt werden, dann bezahlen die, die es verursachen.
    Das ist ein Skandal, dass der Bürger, wenn er die Polizei braucht, zur Antwort kriegt, wir haben keine Zeit wegen Personalmangel. An jedem Wochenende aber 1000e Polizisten auf Staatskosten die Bekloppten bewachen müssen.

  • Alles klar. Aber bitte nicht auf Staatskosten. Schalke ist auch kein gemeinnütziger Verein.
    Und ich möchte die Fußballproleten nicht auch noch bezahlen müssen bzw. deren Ordnung.
    Wer ausrichtet zahlt. Ganz einfach.

  • Die Diskussion geht in die falsche Richtung.

    Fakt ist doch, dass die Gästefans sowohl die Ordner von Schalke als auch die Polizei erpresst haben. Entweder, ihr macht was wir wollen oder es gibt einen Platzsturm mit Verletzten.

    Richtig wäre es gewesen diesen Idioten zu zeigen wo die rote Linie ist.





  • Wer zahlt eigentlich den Polizeieinsatz?
    Ich möchte für das Prekariat finanziell nicht dreifach geradestehen müssen.

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