Premier League Rooney besiegelt Klopps Niederlage

Der englische Rekordmeister Manchester United sorgt mit der ersten Gelegenheit für die Entscheidung an der Anfield Road. Jürgen Klopps FC Liverpool müht sich vergebens – sehr zur Enttäuschung des deutschen Trainers.
„Es ist frustrierend“, kommentierte Liverpools Trainer Klopp nach dem Spiel gegen Manchester United, das er 0:1 verlor. Quelle: Reuters
Enttäuschter Coach

„Es ist frustrierend“, kommentierte Liverpools Trainer Klopp nach dem Spiel gegen Manchester United, das er 0:1 verlor.

(Foto: Reuters)

LiverpoolDurch einen Treffer von Wayne Rooney haben Jürgen Klopp und der FC Liverpool einen neuerlichen Rückschlag im Kampf um einen Europapokalplatz hinnehmen müssen. Der englische Nationalspieler in Diensten von Manchester United erzielte am Sonntag in der 78. Minute mit seinem sechsten Saisontreffer das entscheidende 1:0 (0:0) für das Team von Trainer Louis van Gaal. Die ohne den verletzten Weltmeister Bastian Schweinsteiger angetretenen Red Devils kletterten mit dem Sieg in der Premier League auf Rang fünf, Liverpool verharrt dagegen im Tabellenmittelfeld. Der FC Arsenal bleibt nach dem torlosen Remis bei Stoke City Tabellenführer.

„Es ist frustrierend“, kommentierte Liverpools Trainer Klopp nach dem Spiel enttäuscht. „Wir haben ein Spiel verloren, was wir nicht hätten verlieren dürfen. Es ist ein Derby und in einem Derby hat man die Aufgabe, es zu gewinnen. Wir haben gegen Manchester verloren, deswegen kann ich nicht glücklich sein.“

Wie „The Normal One“ die Briten verzückt
Liverpool
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Euphorie, Verletztenmisere, Trainer-Streit, ab und an sportliche Ausrufezeichen: Am 17. Januar 2016 war Jürgen Klopp mit dem Spiel gegen Manchester United 100 Tage Trainer des FC Liverpool. Den Fans hat er einige Höhepunkte beschert. Schlaglichter seit Amtsantritt des 48-Jährigen.

Hamstring
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Zuletzt sind die Liverpool-Profis unter Klopps Regie mit einer Oberschenkelverletzung (englisch: hamstring) reihenweise ausgefallen. Sehr zum Ärger des deutschen Trainers. „Hamstring is the shit word of the year for me“, schimpfte er.

Schlimm
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„Ich kannte das Wort gar nicht, bevor ich nach England gekommen bin, aber Hamstring ist für mich das schlimmste Wort des Jahres. Es heißt immer nur Hamstring, Hamstring, Hamstring.“

Trainer-Streit
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Einige Experten auf der Insel machen Klopp für die vielen Verletzungen verantwortlich. Der Vorwurf: Es liegt am Trainings- und Spielstil des früheren Dortmunder Coaches. „Weil er diese Extra-Energie, diese zehn Extra-Meter gefordert hat, sind die Jungs nach so vielen Spielen in so kurzer Zeit jetzt müde und erleiden diese Muskelverletzungen“, kritisiert beispielsweise Sunderlands Trainer Sam Allardyce den deutschen Kollegen. Mit Tony Pulis, Trainer von West Bromwich Albion, ist er während des Spiels aneinander geraten: Der hat nach dem Abpfiff den Handschlag verweigert.

Emotionen
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So viele Emotionen hat es an den Seitenlinien in der Premier League selten gegeben. Wild gestikulierend feuert er seine Mannschaft stets an. Auch die vierten Schiedsrichter kennen Klopp inzwischen gut. Doch er übertreibt gelegentlich ein bisschen. So hat Arsenal-Trainer-Oldie Arsène Wenger seinen Kollegen erst am Mittwoch möglicherweise vor einem Verweis auf die Tribüne bewahrt. „Ich habe ihm gesagt, er solle sich beruhigen“, erklärte der Franzose.

The Normal One
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In Anspielung an die gewohnt offensiven Aussagen des Portugiesen José Mourinho, der sich bei seinem Amtsantritt als Chelsea-Coach als „The Special One“ bezeichnete, macht es Klopp eine Nummer kleiner. Mit „Maybe I'm the Normale One“ stellt sich der Ex-Profi bei seiner Präsentation vor. Die Merchandising-Abteilung des Clubs reagiert umgehend und bringt T-Shirts mit Klopps Gesicht und dem Spruch „The Normal One“ heraus.

Euphorie
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Spätestens seit dem 4:1-Auswärtssieg bei Manchester City Ende November liegen die Liverpool-Anhänger ihrem neuen Idol zu Füßen. „Der Klopp-Effekt scheint in Liverpool schon viel früher zu greifen, als viele Leuten angenommen hätten“, schreibt das britische Boulevard-Blatt „Mirror“. „King Klopp“ ist geboren. Doch nach 13 Partien ist beim Tabellenneunten Ernüchterung eingekehrt. Fünf Siege, vier Unentschieden und vier Niederlagen bedeuten Mittelmaß. Vorgänger Brendan Rodgers wurde entlassen, als die Reds auf Rang zehn standen.

Freude herrschte bei den Gewinnern. „Ein großer Sieg“, urteilte Torschütze Rooney nach dem Spiel triumphierend. „Für mich persönlich konnte es kaum besser laufen.“ Auch Coach van Gaal war bestens drauf. „Ich bin sehr glücklich“, schwärmte der Niederländer. „Wenn man Liverpool schlägt, ist das wichtig für unsere Fans und für die Tabelle. Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung.“

United kam sogar zunächst nicht ein einziges Mal gefährlich vor das Tor des in den vergangenen Wochen stets unsicheren Liverpool-Keepers Simon Mignolet. „Da war kein Salz in der Suppe“, spottete die BBC in der Halbzeit über die niveauarme Begegnung.

Arsenal verteidigt Tabellenführung
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