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Raubtiermarke profitiert von Leicester Pumas Freud und Leid in England

Das Aus von Arsenal in der Champions League ist für Puma ärgerlich. Die Sportmarke überweist dem englischen Fußballclub bis zu 40 Millionen Euro jährlich. Dafür macht Underdog Leicester City richtig Freude.
Die Raubtiermarke ist auf dem aufsteigenden Ast. Besonders das Investment in einen Underdog zahlt sich aus. Quelle: dpa
Puma

Die Raubtiermarke ist auf dem aufsteigenden Ast. Besonders das Investment in einen Underdog zahlt sich aus.

(Foto: dpa)

München Freud und Leid liegen in dieser Woche genau 1667 Kilometer auseinander: Hier das King Power Stadium in Leicester, dort Camp Nou in Barcelona. 32 262 Zuschauer passen in die Heimstatt des Leicester City FC, und am Montag waren die meisten davon wieder einmal hoch zufrieden mit ihrem Team: Mit einem 1:0 gegen Newcastle zementierte der Tabellenerste der Premier League seinen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Zweiten, Tottenham Hotspur.

Camp Nou ist mehr als doppelt so groß, weltberühmt und fraglos eines der schönsten Stadien der Welt. Für die Anhänger des FC Arsenal war die riesige Arena in Barcelona am Mittwochabend jedoch der traurigste Platz der Welt. Gegen den spanischen Meister ging ihr Team mit 1:3 unter.

Das Aus im Achtelfinale der Champions League war nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel in London zwar zu erwarten. Trotzdem ist es eine herbe Enttäuschung: Für die Fans des Londoner Kultvereins, aber auch für Puma-Chef Bjørn Gulden. Der hat die „Gunners“ vor zwei Jahren unter Vertrag genommen, um der angestaubten Sportmarke weltweit wieder neuen Glanz zu verleihen.

Bis zu 40 Millionen Euro pro Saison lässt sich der ehemalige Profikicker das schätzungsweise kosten. „Ein Sponsoring dieser Größenordnung ist sowohl in der Historie von Puma als auch für Arsenal einmalig“, jubelte Gulden bei der Vertragsunterzeichnung.

Diese 20 Fußballvereine schwimmen im Geld
Platz 20: West Ham United
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Neu in der Liste sind die „Hammers“ aus London. Der international auch durch den Film „Hooligans“ mit Tobey Maguire zu größerer Bekanntheit gelangte Premier-League-Klub machte in der Saison 2014/15 einen Umsatz von 160,9 Millionen Euro.

(Foto: Reuters)
Platz 19: Inter Mailand
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Beim Umsatz rauf, im Ranking runter. Inter Mailand, im Bild vertreten durch Trainer Roberto Mancini, steigerte in der abgelaufenen Saison seinen Umsatz von 162,8 Millionen auf 164,8 Millionen Euro. Trotzdem rutschte der Klub von Platz 17 auf Platz 19 ab.

(Foto: dpa)
Platz 18: FC Everton
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Die Saison 2014/15 schloss der Everton Football Club auf einem sehr graumäusigen 11. Platz ab. Doch der englische Fernsehgeldregen macht es möglich, dass die „Toffees“ aus Liverpool dennoch zu den 20 reichsten Klubs der Welt gehören. Mit der Verbesserung des Umsatzes von 144,1 Millionen auf 165,1 Millionen Euro kam auch eine Verbesserung um zwei Plätze im Ranking – von 20 auf 18.

(Foto: dpa)
Platz 17: Newcastle United
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In der Liga kämpft Newcastle derzeit als Tabellen 18. um den Klassenerhalt. An mangelnden finanziellen Mitteln kann das kaum liegen: Die „Magpies“ setzten in der vergangenen Saison 169,3 Millionen Euro um.

(Foto: AFP)
Platz 16: AS Rom
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Als zweiter Verein neu in der Liste: Der AS Rom. Der Umsatz der Italiener explodierte in der vergangenen Saison förmlich, stieg von 127,4 Millionen Euro in der Saison 2013/14 auf 180,4 Millionen Euro 2014/15. Das Ergebnis ist Platz 16 unter den zwanzig bestbetuchtesten Vereinen weltweit.

(Foto: dpa)
Platz 15: Atlético Madrid
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Atlético Madrid hat gut Lachen: Der Klub behauptet seinen 15. Platz. In der Saison 2014/15 setzte der spanische Klubs volle 187,1 Millionen Euro um. Eine klare Steigerung: gegenüber der Vorsaison: Da waren es „nur“ 169,9 Millionen Euro.

(Foto: dpa)
Platz 14: AC Milan
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Der Berlusconi-Klub AC Milan gehörte einst zu den erfolgreichsten Vereinen der Welt. Doch seit einigen Jahren befindet sich der AC Milan im Niedergang. Das erkennt man auch am Umsatz. Er sank in der Saison 2014/15 von 249,7 auf 199,1 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

Was Gulden zu jener Zeit nicht ahnen konnte: Nicht Arsenal lässt Puma seither in einem freundlichen Licht erscheinen, sondern Leicester. Ein Team, das noch sein Vorgänger Franz Koch verpflichtet hat. Im Frühjahr 2012 zog der Kurzzeit-CEO den damaligen Zweitligisten an Land. Seither geht es stramm bergauf in der englischen Provinzstadt: 2014 ist Leicester aufgestiegen. 2015 schloss die Mannschaft die Premier League auf Rang 14 ab, als bester Aufsteiger.

In diesem Jahr führt der Verein völlig überraschend die Tabelle der Premier League an. Sollte Leicester Meister werden, wäre das „wohl der unwahrscheinlichste Triumph in der Geschichte des Mannschaftssports“, meint Englands Fußball-Legende Gary Lineker.

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