Razzia beim DFB Schiedsrichter im Visier der Steuerfahndung

Der Bundesliga steht mal wieder ein handfester Skandal ins Haus. Beim DFB in Frankfurt ist es am Montag zu Hausdurchsuchungen gekommen. Ziel der Ermittlungen: Der Steuerhinterziehung verdächtige Unparteiische
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Ermittlungen in der DFB-Zentrale: Schiedsrichter im Visier der Steuerfahndung. Quelle: dpa

Ermittlungen in der DFB-Zentrale: Schiedsrichter im Visier der Steuerfahndung.

(Foto: dpa)

FrankfurtRazzia in der DFB-Zentrale: Steuerfahnder haben am Montag eine Hausdurchsuchung im Sitz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main durchgeführt. Der DFB bestätigte eine entsprechende Meldung des Express und erklärte, die Beamten seien gekommen, um „Einsicht in Unterlagen aus dem Schiedsrichterbereich zu nehmen“.

Hintergrund der Maßnahme sei nach Angaben der Steuerbeamten „der Verdacht, dass in der Vergangenheit Schiedsrichter ihre Einnahmen möglicherweise nicht ordnungsgemäß versteuert haben“.

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach erklärte, Ziel der Fahndung sei eindeutig nicht der Verband selbst. „Es gibt keinerlei Vorwürfe gegen den DFB. Wir werden die Steuerbeamten bei den Ermittlungen selbstverständlich mit all unseren Möglichkeiten unterstützen. Die korrekte Versteuerung seiner Einnahmen obliegt jedem Schiedsrichter selbst.“

Laut Express sollen mehrere Bundesliga-Schiedsrichter ihre Einnahmen aus Freundschaftsspielen nicht versteuert haben. Auch bei einem Bundesliga-Schiedsrichter aus München soll eine Hausdurchsuchung stattgefunden haben.

Auch wenn der Verband selbst nicht involviert ist, droht dem deutschen Profifußball nach dem Wettskandal um Robert Hoyzer und der öffentlichen Diskussion um sexuelle Belästigung in Schiedsrichter-Kreisen eine weitere Affäre, die unmittelbar die Referees in den Fokus hebt. Nicht nur bei den Betroffenen könnte das Image des integeren Unparteiischen leiden.

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