SC Paderborn Stefan Effenberg übersteht Penis-Affäre

Stefan Effenberg bleibt Trainer des Zweitligisten SC Paderborn. Doch er steht nun stärker unter Druck. Gehen muss dagegen der Spieler Nick Proschwitz, um den sich die "Penis-Affäre" im Trainingslager drehte.
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Stefan Effenberg bleibt Trainer des SC Paderborn
(Foto: SID)

PaderbornStefan Effenberg bleibt trotz der "Penis-Affäre" um Stürmer Nick Proschwitz im Trainingslager im türkischen Belek Trainer des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn. Dies bestätigte SCP-Präsident Wilfried Finke auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Montagabend.

Auch Manager Michael Born bleibt im Amt. Finke sprach von "sehr vertrauensvollen" Gesprächen mit Effenberg und Born, die er am Montag geführt hatte, und sagte, er sehe "keine Ursache, an deren Aussagen zu zweifeln." Allerdings steigt nun der Druck auf Effenberg, mit seinem Team Erfolge einzufahren.

"Tatsache ist, dass die Herrschaften nicht dabei waren und keine Kenntnis davon hatten. Die Bettruhe war um 1.00 Uhr, der Trainer, die Co-Trainer und auch Michael Born haben diese Bettruhe eingehalten. Wir konnten bei der Befragung nicht den Ansatz einer Unregelmäßigkeit feststellen", sagte Finke.

Das machen „Effes“ Teamkollegen heute
Stefan Effenberg
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Stefan Effenberg ist neuer Trainer beim SC Paderborn. Der frühere Fußball-Nationalspieler einigte sich am Dienstag mit dem Bundesliga-Absteiger auf einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017. Für Effenberg ist es die erste Station als Trainer. „Für den Einstieg in dieses Metier ist Paderborn eine Top-Adresse, was auch die eindrucksvollen Karrieren meiner Vorgänger zeigen“, erklärte Effenberg in einer Pressemitteilung auf der Vereins-Homepage.

Debüt als Trainer?
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Bereits am Freitag wird der 47-Jährige gegen Eintracht Braunschweig sein Debüt geben. Effenberg hatte 2004 seine Spielerkarriere beendet und 2012 die Fußballlehrer-Lizenz erworben. Seither wartete er auf ein Engagement im Profigeschäft und trat als TV-Experte für „Sky“ auf. Doch was ist aus denen geworden, mit denen er 2001 die Champions League gewann?

Oliver Kahn
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Da wäre zuvorderst Oliver Kahn zu nennen, auch liebevoll als Titan geadelt. Er wurde mit drei gehaltenen Elfmetern gegen Zahovic, Carboni und Pellegrino der Held des Finals gegen den FC Valencia (5:4 nach Elfmeterschießen). 2008 beendete er seine Karriere und zog sich zunächst vom Profitum zurück. Als Experte beim ZDF kommentiert er seither die Geschehnisse wichtiger Fußball-Spiele. „Irgendwann“, sagte Kahn, wolle er zurück ins Geschäft, voraussichtlich als Manager.

Samuel Kuffour
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Einer der Abwehrrecken von einst war Samuel, genannt Sammy, Kuffour. Der gebürtige Ghanaer wechselte 2005 nach Rom, kickte zudem in Livorno und Amsterdam. So gut wie in Oberbayern ward er jedoch nie mehr. 2009 beendete er seine Karriere und kehrte in seine afrikanische Heimat zurück, wo er seither sein Geld mit Immobiliengeschäften verdienen soll. Hat er damals nicht alles falsch gemacht, dürfte er auch noch von ein paar Mark leben, die unter seinem Kopfkissen liegen.

Patrik Andersson
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„Alter Schwede“, staunten einst die Mitspieler, als sie ihr Abwehrchef wenige Tage vor dem Endspiel gegen Valencia in der Bundesliga mit seinem Freistoß-Knaller gegen den HSV zum Meister machte. Nach dem CL-Finale verkauften die Bayern ihn nach Barcelona, wo er jedoch glücklos blieb. Seit 2008 ist Andersson Sportchef beim schwedischen Klub Malmö FF.

Thomas Linke
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Er war der Ruhige. Der Konstante. Einer, der nicht viel Aufhebens um seine Person machte, sondern durch Leistung überzeugte. Vor allem in der Abwehr. 2005 wechselte Thomas Linke zu Red Bull Salzburg, kam 2007 noch einmal zu den Bayern zurück und beendete seine Karriere in der 2. Mannschaft. Mittlerweile ist er zurück in der Bundesliga – als Sportdirektor des FC Ingolstadt. Dezent. Nahezu geräuschlos. Aber erfolgreich. Thomas Linke eben.

Willy Sagnol
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„Willyyyyyyyyyy“ schallte es durchs Stadion, wenn der Publikumsliebling am Ball war. Der Franzose gewann gleich in seiner ersten Saison bei den Bayern den Champions-League-Titel. 2007 verletzte er sich schwer und fand nimmer zu seinem Top-Niveau zurück. Zwei Jahre später war die Karriere vorbei. Zunächst blieb er dem FCB als Scout und Berater treu. 2014 wurde Sagnol jedoch zu Höherem berufen: Seither trainiert er den französischen Erstligisten Girondins Bordeaux.

Dagegen wurde Proschwitz mit sofortiger Wirkung freigestellt. Finke sagte, dass "der Spieler Nick Proschwitz das Trikot des SC Paderborn nicht wieder überstreifen wird". Dies sei, so Finke, das Ergebnis seiner intensiven Recherche zu den Vorfällen im Trainingslager des SCP.

Der 29 Jahre alte Proschwitz hatte beim feuchtfröhlichen Abschlussabend des Trainingslagers in der Sportsbar eines Fünf-Sterne-Hotels offenbar jegliche Kontrolle verloren, entblößte dabei in Anwesenheit einer Frau sowohl sein Geschlechts- als auch sein Hinterteil. "Mir ist völlig egal, wie tief die Hose hing. Als Spieler des SC Paderborn, als Gast in einem muslimisch geprägten Land, ist dafür einfach kein Platz. Ich verurteile und verabscheue dieses Verhalten", sagte Finke.

Man werde nun prüfen, ob "Schadensersatzforderungen zu stellen sind", sagte Finke. Dafür habe man einen "Arbeitsrechtler hoher Qualität beauftragt", der sich mit dieser Thematik auseinandersetzen werde.

Der Widerspens"Tiger"
Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund
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Mit seiner Ankündigung, für die "Initiative Borussia" als Spitzenkandidat antreten zu wollen, sorgte Stefan Effenberg für einen Paukenschlag. Bei der Initiative handelt es sich um eine Gruppe um den Geschäftsmann Norbert Kox, die beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach für frischen Wind sorgen will.

Am 29. Mai soll auf der Jahreshauptversammlung über eine Satzungsänderung abgestimmt werden, nach der das Vereinspräsidium von den Mitgliedern direkt gewählt werden kann. Auf diese Weise sollen Präsident Rolf Königs, Vize Rainer Bonhof und Sportdirektor Max Eberl entmachtet werden. Effenberg ist, ähnlich dem Bremer Modell, als neuer Geschäftsführer und Sportdirektor vorgesehen, auch die Ex-Borussen Horst Köppel und Berti Vogts sollen mit an Bord sein.

Jubel Stefan EffenbergStefan Effenberg
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Für "Effe" wäre es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. 1987 begann der gebürtige Hamburger seine Karriere bei der Borussia. Drei Jahre später zog es ihn das erste Mal zu den Bayern, von denen er 1992 nach Italien zum AC Florenz wechselte. Mit seiner ersten Rückkehr zu seiner "alten Liebe" 1994 läutete Effenberg auch die wohl erfolgreichste Zeit der "Fohlen" seit den glorreichen 1970er Jahren ein.

BERLIN/DFB-POKAL/Martin Dahlin, Heiko Herrlich, Stefan Effenberg (v.l.)
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Bei der Borussia avancierte Effenberg zum unumstrittenen Führungsspieler und Kapitän. Mit den Stürmern Martin Dahlin und Heiko Herrlich (v.l.) bildete er Mitte der Neunziger bei den Gladbachern ein kongeniales Trio, das Borussia 1995 zum ersten DFB-Pokalsieg seit 1973 sowie nur ein Jahr später in den Uefa-Cup schoss.

WM 2006 - Effenberg mit TigerfrisurStefan Effenberg mit seinem berühmten Tiger-Schnitt
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Diese berühmte Frisur verschaffte Stefan Effenberg seinen Spitznamen und wurde so zu seinem Markenzeichen. Der "Tiger" hatte 1996 bei Thomas Gottschalks "Wetten, daß..."-Show seine Wette verloren und sich als Einsatz vom englischen Punk-Friseur Collin Watkins das Antlitz dieser Wildkatze auf den Hinterkopf malen lassen. Seiner Beliebtheit bei den Mönchengladbacher Fans konnte allerdings auch dieser gewöhnungsbedürftige Look nichts anhaben, sondern steigerte seine Popularität nur noch mehr.

BERLIN/DFB-POKAL/Stefan Effenberg im Gladbach-Dress mit DFB-Pokal
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Effenberg selbst bezeichnete den Gewinn des DFB-Pokals 1995 mit Borussia Mönchengladbach mal als den schönsten und wichtigsten Titel seiner Karriere. Im Laufe der Jahre sollte "Effe" seiner Sammlung noch einige weitere Trophäen hinzufügen.

EFFENBERG
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1998 endete auch das zweite Engagement des "Tigers" in Mönchengladbach. Erneut wechselte Effenberg zum FC Bayern, der für die Verpflichtung des Ausnahme-Kickers rund acht Millionen D-Mark an Gladbach überwies. Die folgenden vier Jahre sollten die erfolgreichsten in seiner Karriere werden.

Meisterfeier FC Bayern München - EffenbergStefan Effenberg mit Meisterschale und DFB-Pokal
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Insgesamt drei Mal holte "Effe" mit den Bayern die Meisterschale an die Isar (1999, 2000, 2001), sowie ein Mal den DFB-Pokal (2000). Als "Agressive Leader" streifte er sich auch in München relativ schnell die Kapitänsbinde über und wurde zum unumstrittenen "Cheffe" auf dem Platz, der stets voranging. Seine Leader-Qualitäten brachten ihm auch bei den Fans viele Sympathien ein.

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