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Schächter erwartet tiefgreifende Veränderungen ZDF-Intendant rechnet bereits zur WM 2006 mit Handy-TV

Markus Schächter sagt tief greifende Veränderungen auf dem Fernsehmarkt voraus. Auch im ZDF kommt es zur Fußball-Weltmeisterschaft zu einer Premiere.
Markus Schächter Foto: dpa

Markus Schächter Foto: dpa

HB MÜNCHEN. ZDF-Intendant Markus Schächter rechnet mit der Einführung des neuen Handy-Fernsehens bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2006. "Ich erwarte, dass die Industrie bereits im Frühjahr Geschäftsmodelle vorstellt, damit sie dann bei der Fußball-WM das 3:2 der deutschen Mannschaft im Halbfiliale millionenfach über das Handy jagen kann", sagte Schächter in einem Interview des Magazins "Focus". Auch im ZDF kommt es zur WM zu einer Premiere: Erstmals werde es eine "gemeinsame Show" mit Thomas Gottschalk und Johannes B. Kerner geben, kündigte Schächter an, der sich am Freitag im ZDF-Fernsehrat zur Wiederwahl stellt.

Schächter bestätigte, dass das ZDF die Zusammenarbeit mit "Wetten, dass....?"-Gastgeber Gottschalk bis Ende 2007 verlängert habe. Er denke nicht daran, einen Nachfolger für ihn aufzubauen. "Die Sorgen machen wir uns nicht. Thomas Gottschalk ist der Beste."

Der ZDF-Intendant sagte tief greifende Veränderungen auf dem Fernsehmarkt voraus. Mit dem Handy-TV und dem geplanten "Fernsehen auf Abruf", bei dem die Sendungen zu jeder Tages- und Nachtzeit empfangen werden können, werde es für den Zuschauer "wirklich etwas Neues" geben, sagte er. Dafür würden die Telekommunikationskonzerne Milliarden investieren. "Da ist viel Geld unterwegs, auch gegen uns." Mit Blick auf diese Herausforderungen und den Konkurrenten ARD sagte Schächter: "Das öffentlich-rechtliche Lager muss seine Kräfte bündeln und darf sich nicht untereinander die Kräfte rauben."

Die hohen Einschaltquoten für das ZDF führte er auch auf Einbußen der privaten Sender zurück. "So schwach wie in diesem Jahr waren die Privaten in der Tat lange nicht mehr", sagte der Intendant, dessen derzeitige Amtszeit im März 2007 endet. Entscheidend sei jedoch das erfolgreiche Hauptprogramm mit "unseren Königsdisziplinen Nachrichten, Dokumentationen und Fernsehfilmen". Als eine der herausragenden Dokumentationen des nächsten Jahres kündigte er das Projekt "2056" an, das die Welt in 50 Jahren zeigen will.

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