Schalke-Torjäger Vielflieger Huntelaar will schnell ankommen

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Diese Ortskenntnis hat der teuerste Einkauf in der Schalker Vereinsgeschichte schon oft eindrucksvoll bewiesen. In seiner niederländischen Heimat, wo er in 107 Spielen in der Ehrendivision schier unglaubliche 93 Tore erzielte, ebenso wie in der Nationalmannschaft - erst jüngst wieder mit seinen fünf Treffern gegen San Marino (5:0) und Finnland (2:1).

Nur auf dem allerhöchsten Niveau fällt seine Bilanz bislang bescheidener aus: Bei Real Madrid und dem AC Mailand war er nur zweite Wahl, in der Champions League stand vor dem Spiel am Dienstagabend nur ein Treffer in fünf Spielen zu Buche, bei der WM in Südafrika wurde er lediglich viermal eingewechselt, traf einmal.

Huntelaar kritisiert Schalker Spielweise

"Natürlich sind Tore immer gut", sagt Huntelaar, der bei seinem Bundesliga-Debüt bei 1899 Hoffenheim beinahe sein erstes Tor für Schalke erzielt hätte. "Aber viel wichtiger ist es zu gewinnen." Dass ihm das mit den Königsblauen nicht auf Anhieb gelang, ärgerte ihn - so sehr, dass er gleich die Spielweise seiner neuen Kollegen öffentlich kritisierte. "Wir haben zu viele lange Bälle nach vorne geschlagen", sagte er: "Wenn wir dagegen kombinierten, waren wir gleich gefährlich, hatten Chancen. Wir müssen mehr und besser spielen."

Huntelaars Tore werden in dieser Saison auf Schalke besonders benötigt. Denn nach dem Radikalumbau durch Magath ist die Abwehrstärke der vergangenen Jahre dahin, vor allem in die Offensive wurde beim Großeinkauf investiert. "Einer wie er hat bei uns zuletzt gefehlt", sagte der Trainer-Manager, der den Niederländer vor allem als Partner für Spaniens Stürmerlegende Raul holte. Das Zusammenspiel der beiden habe schon gut geklappt, meinte Magath nach dem 0:2 gegen Hoffenheim. Auch Huntelaar fühlte sich neben seinem ehemaligen Real-Teamkollegen schon ganz wohl, "wir passen gut zusammen".

Doch Zählbares fehlt noch. "Wir brauchen ein gutes Resultat, dann läuft es auch", sagte der Niederländer, der in seiner Heimat "The Hunter", der Jäger, genannt wird. Den Fehlstart in die Bundesliga hält er deshalb nur für eine Momentaufnahme: "Ich denke, wir werden eine gute Saison spielen." Schließlich ist er mit einem ganz klaren Ziel nach Deutschland gekommen: "Ich möchte Titel gewinnen."

© SID

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