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Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus Mit Gänsehaut am Anstoßkreis

Bibiana Steinhaus hat sich auch in der Männer-Bundesliga als einzige Schiedsrichterin bislang bewährt. „Ich genieße jeden Einsatz“, sagt sie. Auch den Videobeweis hält sie für hilfreich – trotz Sand im Getriebe.
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Am 10. September 2017 pfiff Steinhaus als erste Schiedsrichterin in der Bundesliga die Partie zwischen Berlin und Bremen an. Quelle: dpa
Bundesliga-Debüt

Am 10. September 2017 pfiff Steinhaus als erste Schiedsrichterin in der Bundesliga die Partie zwischen Berlin und Bremen an.

(Foto: dpa)

FrankfurtWenn Bibiana Steinhaus vor dem Anpfiff so um sich schaut, dann staunt sie noch jedes Mal. „Für mich ist es immer noch ein wenig unfassbar, wenn ich als Schiedsrichterin in einem Bundesliga-Stadion stehen darf – da habe ich Gänsehaut. Ich genieße jeden Einsatz“, sagt die 38-Jährige aus Hannover in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Im September feierte sie ihre vielbeachtete Premiere in der Bundesliga. Mit „viel Elan“ startet Steinhaus nun in den DFB-Lehrgang auf Mallorca und ins neue Fußball-Jahr. Erstmal aber werden die 78 Spitzenreferees und Assistenten dort das Streitthema Nummer eins der Hinrunde aufarbeiten.

„Ich bin ein Fan des Videobeweises. Alles, was den Fußball gerechter macht, kann nur hilfreich sein. Dass in der Hinrunde noch etwas Sand im Getriebe war, ist bei technischen Neuerungen häufig so“, sagt Steinhaus und hofft auf lehrreiche Videositzungen: „Jetzt nach einem halben Jahr können wir mit ganz konkreten Situationen arbeiten.“

Die Polizeibeamtin fordert: „Es muss für den Zuschauer transparent sein, warum der Schiedsrichter so oder so entscheidet.“ Und sie betont: „Wir haben einfach gelernt, dass die Entscheidungsgewalt immer der Schiedsrichter behält. Der Unparteiische auf dem Feld hat die Möglichkeit, in der Video-Area noch mal die Szene anzuschauen, und entscheidet nach seinem Ermessen.“ Das sei „ganz, ganz wichtig“ und in der öffentlichen Wahrnehmung vielleicht etwas untergegangen. „Dass da irgendwo in einem Keller in Köln der Videoassistent allein entscheidet, das ist ja nicht korrekt.“

Von A wie Ancelotti bis Z wie Zverev
Ziel verfehlt
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Sportlich war es ein Jahr zum Vergessen für Biathletin Miriam Gössner. Weil es im Schießen nicht klappte, verpasste die 27-Jährige die WM und zählt deshalb zu den Verlierern des Sportjahres 2017. Aber immerhin privat lief es glänzend: Matilda, das erste gemeinsame Kind von ihr und Ski-Ass Felix Neureuther, kam zur Welt.

Nachdenklich
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Schulden, Schulden, Schulden – Deutschlands größter Star der Tennisszene, Boris Becker, schrieb viele Negativ-Schlagzeilen, beteuerte aber, nicht pleite zu sein. Immerhin gab es für den 50-Jährigen einen neuen Job: „Head of Tennis“ für den Männerbereich beim DTB. Trotzdem fliegen ihn die Pleitegeier auf die Verlierer-Seite.

Platzverweis
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Nach den Verwirrungen um den Videobeweis in der Fußball-Bundesliga wurde Hellmut Krug (r.), hier mit Lutz Michael Fröhlich, beim DFB als Projektleiter abgesetzt. Zudem erhob Spitzenschiedsrichter Manuel Gräfe schwere Vorwürfe unter anderem gegen den 61-jährigen Ex-Referee. Jetzt erhält der Funktionär selbst die Rote Karte und darf auf der Verlierer-Tribüne Platz nehmen.

Crash zwischen Teamkollegen
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Nichts war es mit dem fünften Weltmeister-Titel für Sebastian Vettel. Nach der Pannenserie des erfolgsverwöhnten Stars aus Heppenheim wurde der Brite Lewis Hamilton im Mercedes zum vierten Mal Formel-1-König. Auch für den 30-jährigen reicht es nur für einen Platz unter den Verlierern des Sportjahres.

Abgestürzt
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Der 29-jährige Skispringer Severin Freund verpasste nach einem Kreuzbandriss die Nordische Ski-WM in Lahti, kämpfte sich wieder heran – und erlitt erneut einen Kreuzbandriss. Die Olympischen Spiele in Pyeongchang finden ohne den früheren Weltmeister statt. Der erneute Rückschlag macht ihn zu einem Verlierer des Sportjahres.

Enttäuschung pur
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Arrivederci hieß es für den langjährigen italienischen Erfolgstrainer Carlo Ancelotti beim FC Bayern. Der 58-Jährige musste sich beim deutschen Fußball-Meister von Uli Hoeneß sogar noch nachsagen lassen, er sei der „Feind im eigenen Bett“ gewesen. Grund genug, um ihn auch auf die Verlierer-Liste zu setzen.

Vergebens gestreckt
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Ein tiefer Absturz für Angelique Kerber, der ehemaligen Nummer 1 der Tennis-Welt. Jede Menge Erstrunden-Niederlagen, auch bei den French und US Open, hagelte es für die „Sportlerin des Jahres“ 2016. Die 29-Jährige bestritt 22 Turniere, gewann keines und flog aus den Top 20. Folglich zählt Kerber mit ihrem Absturz zu den Verlierern 2017.

Vier Bundesliga-Spiele hat Steinhaus in der Hinrunde gepfiffen, viel mehr werden es nach ihrer Einschätzung auch in der zweiten Saisonhälfte nicht sein. „Wir Aufsteiger werden in unserer ersten Saison wohl so acht, neun Spiele leiten“, erklärt sie. „Unsere Topleute pfeifen natürlich deutlich mehr, die haben auch viel Erfahrung.“

Ganz ohne Fußball hat sich Steinhaus über die Feiertage bei ihrem Lebensgefährten Howard Webb, dem früheren WM-Schiedsrichter, in England erholt. „2017 war aufregend, bewegend, überragend, großartig“, sagt sie, kann den Rummel aber durchaus differenzieren: „Die Medienaufmerksamkeit in der Bundesliga ist natürlich deutlich größer, aber ich kann immer noch völlig entspannt im Supermarkt einkaufen.“

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