Schlägereien in Kiew „Die Krim ist Russland“

Dutzende Fans von Dynamo Kiew stürmten während des Europa-League-Spiels gegen EA Guingamp in Richtung des Gäste-Fanblocks. Die Franzosen sollen die Ukrainer provoziert haben. Kiews Torhüter ging dazwischen.
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Alexander Schowkowski von Dynamo Kiew stellt sich schützend vor einen am Boden liegenden Ordner. Quelle: AFP
Torhüter als Ordnungshüter

Alexander Schowkowski von Dynamo Kiew stellt sich schützend vor einen am Boden liegenden Ordner.

(Foto: AFP)

KiewNach Ausschreitungen am Rande des Europa-League-Spiels von Dynamo Kiew gegen EA Guingamp hat der ukrainische Abgeordnete Igor Mosijtschuk französischen Fans Provokation vorgeworfen. Anhänger der Gäste sollen ein Plakat mit der Aufschrift „Die Krim ist Russland“ gezeigt haben, teilte der Parlamentarier am Freitag mit.

Dies habe eine Schlägerei im Olympiastadion ausgelöst. Russland hatte sich die Krim im März 2014 einverleibt. Die Ukraine sieht die Schwarzmeerhalbinsel weiter als Teil ihres Territoriums.

„Alles wurde getan, um eine Sperre des Stadions zu erreichen und der Hauptstadt der Ukraine den großen Fußball zu nehmen“, sagte Dynamo-Sicherheitschef Stefan Reschko dem Internetportal Segodnja.ua. Dutzende Dynamo-Fans waren am Donnerstagabend in der 79. Spielminute Richtung gegnerischer Fanblock gelaufen. Gemeinsam mit Ordnungshütern konnte Dynamo-Torwart Alexander Schowkowski den Streit schlichten.

Offenbar gingen diese Kiewer „Fans“ auch auf ihresgleichen los. Zumindest hält der am Boden liegende Mann einen Dynamo-Fanschal fest. Quelle: dpa
Prügelei auf der Tartanbahn

Offenbar gingen diese Kiewer „Fans“ auch auf ihresgleichen los. Zumindest hält der am Boden liegende Mann einen Dynamo-Fanschal fest.

(Foto: dpa)

Minutenlang skandierten die Zuschauer „Schande“ in Richtung der Streithähne. Nach knapp zehnminütiger Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt.

Dynamo gewann 3:1 und qualifizierte sich nach dem 1:2 im Hinspiel für das Achtelfinale. Wegen der Krim-Krise können ukrainische Clubs in der Europa League auch in der Runde der besten 16 nicht gegen russische Vereine spielen.

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  • dpa
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