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Sieger-Elf gegen Tunesien Ende der Rotation

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Auch gebe es keinen Grund, am angriffslustigen System zu zweifeln. "Es ist uns sehr wohl bekannt, dass es generelle Probleme im Defensivverhalten gibt. Daran arbeiten wir", sagte Klinsmann. Eine Richtungsänderung komme aber nicht in Frage, ergänzte Löw: "Wir gehen von unserer Spielweise nicht weg. Wir wollen hohes Tempo spielen und werden daran arbeiten, offensiv stark und defensiv stabil zu sein." In der Offensive steht Jungstar Lukas Podolski, der erneut mit Kumpel Bastian Schweinsteiger die linke Angriffsseite besetzt, beim Heimspiel im Brennpunkt. "Wenn wir sieben Gegentore bekommen und schießen acht, ist mir das egal", pries Schweinsteiger den Hurra-Stil.

Besonders intensiv bemühten sich die Trainer darum, Chelsea-Legionär Huth wieder aufzurichten. "Er genießt unsere absolute Rückendeckung", sagte Löw, räumte aber ein, dass der Abwehr-Hüne nicht in der Form des vergangenen Herbstes sei. "Er hat einen kleinen Durchhänger." Allerdings glaube er, dass das Nervenkostüm des 20-Jährigen stark genug sei, um dem jetzt größer gewordenen Druck standhalten zu können: "Er ist den rauen Wind ein Stück weit aus Chelsea gewohnt."

Während die Spieler nur am Vormittag trainieren mussten, setzte sich Klinsmann am Nachmittag mit dem neuen Chefscout Urs Siegenthaler zusammen, der die Tunesier im WM-Qualifikationsspiel gegen Botswana und beim 1:2 gegen Argentinien beobachtet hatte. Für Kapitän Michael Ballack sind die Nordafrikaner ein Beispiel für den zweckmäßigen Fußball, den die deutsche Elf derzeit nicht in der Lage ist, zu spielen. "Sie haben als Mannschaft sehr gut gearbeitet, da haben wir im Moment noch Probleme", sagte der Mittelfeldspieler: "Sie spielen vielleicht nicht den attraktivsten Fußball, sind aber sehr effektiv."

"Sie sind eine technisch spielstarke Mannschaft, aber ihr Spieltempo ist nicht so überragend hoch. Das ist gut für uns", glaubt der 35-jährige Lehmann. Nachdem Konkurrent Oliver Kahn gegen Australien von den Vorderleuten im Stich gelassen worden war und sich über die drei Gegentreffer aufregte, steht der Arsenal-Keeper auf dem Prüfstand. Dabei erzeugt die Rotation noch "höheren Druck", wie Lehmann zugab. Zudem will Klinsmann erst nach der Partie entscheiden, wer gegen Argentinien ins Tor darf.

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