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Sorge über eventuellen WM-Ausschluss Aufatmen im Iran

Die Forderungen nach einem Ausschluss des Iran von der WM 2006 haben in Teheran und anderen Städten des Landes große Besorgnis ausgelöst. Die Fifa hat solches ansinnen zwar entschieden zurückgewiesen. Doch einige Beobachter im Land trauen dem Braten immer noch nicht.

HB TEHERAN. "Was haben denn unsere Fußballer und die armen Fans hier mit Ahmadinedschad und Israel zu tun?", fragte ein iranischer Sportjournalist am Donnerstag. Er reagierte damit auf die umstrittenen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad über Israel und den Holocaust, die in Deutschland und anderen Ländern für Unverständnis und Empörung gesorgt hatten.

Die iranische Sportpresse berichtete von der Forderung mehrerer Grünen-Politiker in Deutschland und im Europaparlament an den Weltverband (Fifa), den Iran von dem Turnier auszuschließen. Das sei "schlicht unverschämt", lautete der Tenor in den Blättern. Irans Außenministeriums Hamid-Resa Assefi, der sich gerade in Moskau aufhält, wurde stets vom neuen Stand der Dinge unterrichtet. Für Beruhigung sorgte dann am Donnerstag die Nachricht, dass Fifa-Sprecher Andreas Herren die Forderungen kategorisch ablehnt.

"Das Thema ist aber noch nicht vom Tisch. Iran könnte ein zweites Jugoslawien werden, die Israelis würden nicht locker lassen", sagte ein anderer Fußball-Journalist in Teheran. Denn auf Grund einer Uno-Resolution durfte Jugoslawien 1992 nicht an der EM teilnehmen.

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