Spätes 0:1 gegen Augsburg Braunschweigs Hoffnung schwindet

Eintracht Braunschweig hatte die große Chance, auf den Relegationsplatz zu klettern. Doch der Aufsteiger vergeigte das Heimspiel gegen Augsburg in der 94. Minute. Den Niedersachsen bleibt nun nur noch eine Chance.
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Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht kann es nicht fassen. Quelle: dpa

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht kann es nicht fassen.

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BraunschweigNach einem 0:1 (0:0) gegen den FC Augsburg bleibt Eintracht Braunschweig Tabellenletzter in der Fußball-Bundesliga, hat aber immer noch eine Chance auf den Klassenerhalt. Vor 22.600 Zuschauern im fast ausverkauften Eintracht-Stadion besiegelte Raul Bobadilla in der Nachspielzeit (90.+4) die Niederlage der Niedersachsen. Weil aber auch die Konkurrenten Hamburger SV und 1. FC Nürnberg verloren, beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz weiter nur zwei Punkte.

Die Leistung der Norddeutschen war über weite Strecken kaum erstligareif. Sichtlich verunsichert durch eine Serie von drei Niederlagen nacheinander, präsentierten sich die Schützlinge von Trainer Torsten Lieberknecht insbesondere in der ersten Halbzeit verkrampft und ideenlos.

Die Gäste hingegen zeigten eine reife Spielanlage und erarbeiteten sich nicht nur Feldvorteile, sondern auch gute Einschussmöglichkeiten. Die beste Torchance vergab dabei in der 39. Minute Halil Altintop, der aus zwölf Metern Entfernung an Eintracht-Torhüter Danial Davari scheiterte. Der Keeper der Platzherren hatte sich zuvor bereits bei Distanzschüssen von Sascha Mölders (14.) und Daniel Baier (22.) auszeichnen können.

Dem stand auf der Gegenseite bis zum Seitenwechsel nur eine von Mannschaftskapitän Domi Kumbela vergebene Kopfballchance nach nicht einmal 120 Sekunden entgegen. Ansonsten war die Braunschweiger Offensive zunächst sehr harmlos.

„Das kann man schon hirnlos nennen“
Hamburger SV - FC Bayern München
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Hamburger SV - FC Bayern München 1:4 (0:1)

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Die Entscheidung um den Klassenverbleib des HSV ist vertagt: Gegen die Bayern zeigten die Hanseaten ihre beste kämpferische Leistung seit Wochen, mussten aber bereits ihre 20. Saisonniederlage hinnehmen – so viele wie keine andere Bundesliga-Mannschaft. Trotzdem bleibt der HSV auf dem Relegationsplatz und hat am letzten Spieltag in Mainz die Chance, diesen aus eigener Kraft zu verteidigen. Die Bundesliga-Uhr tickt weiter – nur wie lange noch?

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Mario Götze mit zwei Toren war der Mann des Spiels. Insbesondere sein erster Treffer nach Doppelpass mit Arjen Robben war sehenswert. Thomas Müller und der eingewechselte Claudio Pizarro erzielten die anderen Münchner Treffer. Hakan Calhanoglu konnte nur noch verkürzen. Die Rote Karte für Bayern-Verteidiger Jerome Boateng, der Kerem Demirbay attackierte, hat für den Nationalspieler Konsequenzen. „Das kann man schon hirnlos nennen“, schimpfte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Boateng soll eine Geldstrafe im fünfstelligen Bereich zahlen. „Es geht um die Disziplinlosigkeit. Wer nicht hören kann, muss fühlen.“

Eintracht Braunschweig - FC Augsburg
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Eintracht Braunschweig - FC Augsburg 0:1 (0:0)

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Nach dem Schlusspfiff sanken die Braunschweiger Spieler enttäuscht zu Boden. Das einzige Gegentor gegen den FC Augsburg in der 94. Minute wirkte wie ein Tiefschlag. Durch ein 0:0 wäre der Tabellenletzte wegen der Niederlagen des 1. FC Nürnberg und des Hamburger SV so etwas wie der moralische Gewinner im Abstiegskampf gewesen. So bleiben die Niedersachsen nach der vierten Niederlage in Serie ohne Torerfolg Schlusslicht.

Eintracht Braunschweig - FC Augsburg
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Allerdings bleibt der Eintracht mit 25 Punkten noch eine kleine Restchance auf Relegations-Platz 16. Sie muss nächste Woche in Hoffenheim gewinnen und auf finale Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Nürnberg hat 26, der HSV 27 Zähler. „Wir sind noch nicht abgestiegen. Das ist Fakt“, sagte ein kämpferischer Braunschweig-Trainer Torsten Lieberknecht: „Der Kopf bleibt oben, wir halten es bis zum Schluss spannend.“ Lieberknecht wiederholte, was er bereits zuvor gesagt hatte: „Wir hätten es am meisten verdient drinzubleiben, auch wenn es romantisch klingt.“

1. FC Nürnberg - Hannover 96
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1. FC Nürnberg - Hannover 96 0:2 (0:1)

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Der achte Bundesliga-Abstieg des 1. FC Nürnberg ist kaum noch abzuwenden. Nach der zweitligareifen Heim-Vorstellung gegen Hannover 96 sind die völlig verunsicherten Franken der Zweitklassigkeit so nah wie seit Jahren nicht mehr. Allenfalls ein Sensationssieg kommende Woche bei Schalke 04 und ein zeitgleicher Punktverlust des Abstiegs-Mitkonkurrenten Hamburger SV könnten den neunmaligen deutschen Meister zumindest noch auf den Relegationsrang hieven.

1. FC Nürnberg - Hannover 96
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Nur wie wollen die spielerisch gänzlich ungenügenden Nürnberger auf Schalke gewinnen? Vor den letzten 90 Minuten der Saison hat der FCN keine realistischen Aussichten mehr auf Platz 16. „Wir werden trotzdem weitermachen und die Möglichkeit fürs nächste Wochenende suchen. Die, die uns jetzt schon abgeschrieben haben, wollen wir eines Besseren belehren“, kommentierte Interimstrainer Roger Prinzen. Am 15. und 18. Mai trifft der Bundesliga-16. auf den Dritten der 2. Liga. Möglicherweise ist das dann sogar Nürnbergs Lokalkontrahent Fürth. Im Moment spricht vieles dafür, dass anstatt des FCN der HSV dann in diesen beiden Partien noch eine Chance erhält.

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Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim 3:2 (3:1)

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Borussia Dortmund geht mit reichlich Rückenwind in das Pokalfinale von Berlin. Zwei Wochen vor dem Duell mit dem FC Bayern setzte der Revierclub seinen jüngsten Höhenflug fort und blieb beim Heimsieg über 1899 Hoffenheim im achten Bundesliga-Spiel nacheinander ohne Niederlage.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum. Weiterhin agierte das Team von Coach Markus Weinzierl ballsicherer und zielstrebiger. Die Platzherren hatten überdies Glück, dass Alexander Esswein sieben Minuten nach Wiederbeginn in aussichtsreicher Position das Braunschweiger Tor knapp verfehlte.

Beide Trainer wollten sich in der Folgezeit nicht mit einem Unentschieden zufrieden geben und reagierten. Bei den Gastgebern ersetzte Orhan Ademi Mittelfeldspieler Jan Hochscheidt (60.), schon in der 54. Minute kam beim FCA Shooting-Star Andre Hahn für Tobias Werner auf den Platz (54.). In der 72. Minute hatte der Südkoreaner Ji Dong-Won den Augsburger Sieg auf dem Fuß, schoss aber wenige Zentimeter am linken Torpfosten vorbei.  

Davari, der Braunschweig zum Saisonende verlässt, sowie die Leverkusener Leihgabe Karim Bellarabi waren die stärksten Akteure bei der Eintracht, die am letzten Spieltag bei 1899 Hoffenheim antreten muss. Beim Tabellenachten verdienten sich im Mittelfeld Altintop sowie Innenverteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker die Bestnoten.

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