Start in die Rückrunde der Bundesliga Die große Volkswagen-Liga

Wenn der VfL Wolfsburg und Bayern München die Bundesliga-Rückrunde eröffnen, heißt der Gewinner in jedem Fall VW. Der Autobauer ist einer der größten Sponsoren der Liga. Eine Gefahr für den Wettbewerb?
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VW-Chef Martin Winterkorn, hier links im Gespräch mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, sitzt im Aufsichtsrat der Münchener. Quelle: Imago
Enge Zusammenarbeit

VW-Chef Martin Winterkorn, hier links im Gespräch mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, sitzt im Aufsichtsrat der Münchener.

(Foto: Imago)

Wolfsburg/DüsseldorfZu einem künftigen Weltmarktführer gehört auch ein Weltmeister. So ähnlich dürften sie es in Wolfsburg in diesen Tagen sehen. Pünktlich zum Rückrundenstart will der VfL Wolfsburg den Wechsel von André Schürrle perfekt machen. 30 Millionen Euro soll der Verein dafür an den FC Chelsea überweisen.

Damit wäre Schürrle auf Anhieb der drittteuerste Einkauf, den die Bundesliga bisher gesehen hat. Sein Vertrag soll bis 2019 laufen, sein Jahresgehalt wird auf sechs Millionen Euro geschätzt. Eine stattliche Summe für einen Verein, der seit sechs Jahren kein Champions-League-Spiel bestritten hat. Und zu dessen Heimspielen im Schnitt nur 28.183 Zuschauer kommen.

Die „Wölfe“, wie sie mithin tituliert werden, können sich den Kauf des 42-maligen Nationalspielers vor allem erlauben, weil sie hundertprozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG sind. Und deswegen über eine hervorragende Geldquelle verfügen. Finanziell ist der VfL Wolfsburg vom Autobauer abhängig. VW ziert unter anderem die Spielerbrust mit Autowerbung und besetzt den Namenszug der heimischen Arena.

Die enge Verbindung von Verein und Konzern hat mittlerweile auch die Wettbewerbshüter der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hellhörig gemacht. Die UEFA überbrachte dem VfL bereits vor Weihnachten einen Fragenkatalog zum Financial Fairplay. „Wir haben Erklärungen abgegeben, wie die Zusammenarbeit mit Volkswagen funktioniert, und haben, wie ich finde, sehr plausible Begründungen für den Umfang des Engagements geliefert“, verteidigte Wolfsburgs Geschäftsführer Klaus Allofs die Zuschüsse des Autobauers.

Die Financial-Fairplay-Regeln besagen, dass Europacup-Teilnehmer im Grundsatz nicht mehr ausgeben dürfen als sie einnehmen. Öffentlich spricht man in Wolfsburg nicht darüber, wie viel der VW-Konzern jährlich in den VfL investiert.

Nach den Regeln der Uefa dürfen Sponsorengelder nicht höher ausfallen als marktüblich. Doch kaum einer weiß, wie hoch marktübliche Sponsorenverträge für einen Club sind, der in den vergangenen Jahren meist im Mittelfeld der Liga dümpelte. Für den Konzern geht es vor allem um die nationale und internationale Strahlkraft.

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1 Kommentar zu "Start in die Rückrunde der Bundesliga: Die große Volkswagen-Liga"

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  • Und das bei einer beängstigend niedrigen Rendite der Mutter VW ... von 1.4%.
    Da liegt der Arbeitsschwerpunkt wohl auf einem anderen Gebiet.

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