Steueraffäre Uli Hoeneß wird angeklagt

Er könnte bald vor Gericht stehen: Die Staatsanwaltschaft wird gegen Bayern Münchens Präsident Anklage erheben. Ob es zu einem Hauptverfahren kommt, muss nun das Landgericht München entscheiden.
Update: 30.07.2013 - 16:16 Uhr 36 Kommentare

Anklage gegen Hoeneß

MünchenDie Staatsanwaltschaft München hat gegen Uli Hoeneß Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München müsse nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Präsidenten des FC Bayern München entscheiden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Mit einer Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung ist laut Staatsanwaltschaft voraussichtlich nicht vor Ende September 2013 zu rechnen.

Der mögliche Angeklagte in spe selbst glaubt an einen für ihn versöhnlichen Ausgang seiner Steueraffäre. „Ich bin relativ zuversichtlich, dass es ein relativ gutes Ende nehmen wird", hatte der 61-Jährige vergangene Woche im ZDF gesagt.

„Angesichts des Umfangs der Ermittlungsakten sowie der Tatsache, dass der Verteidigung zunächst eine Äußerungsfrist von einem Monat zugebilligt wurde, ist mit einer Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung voraussichtlich nicht vor Ende September 2013 zu rechnen“, hieß es in der Mitteilung des OLG. Vor der Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung könnten „keine weiteren Einzelheiten zum Anklagevorwurf mitgeteilt werden“, es gelte eine „besondere Geheimhaltungspflicht“.

Ob er weiter Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender bleiben wird, werde sich „sicher in den nächsten zwei oder drei Monaten entscheiden", ergänzte Hoeneß, der zuletzt wochenlang geschwiegen hatte. In den vergangenen Wochen habe er aber „unheimlich viel Zustimmung bekommen, vor allem von den Fans, aber auch vom Aufsichtsrat".

Hoeneß hatte Anfang diesen Jahren beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Kontos in der Schweiz erstattet. Der „Spiegel“ hatte zuletzt berichtet, die Staatsanwaltschaft München II wolle zwei Jahre Haft auf Bewährung beantragen, zudem soll Hoeneß eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen zahlen.

Das mögliche Urteil könne nach dem Bericht des Nachrichtenmagazins deshalb so milde ausfallen, weil der Großteil von Hoeneß' Steuervergehen angeblich bereits verjährt ist. Er schuldet dem Fiskus angeblich 3,2 Millionen Euro.

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36 Kommentare zu "Steueraffäre: Uli Hoeneß wird angeklagt"

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  • ich hoffe dass das gericht allen sozialneid aussen vor laesst.er muss fuehlbar bestraft werden,denn er hat die gemeinschaft ,den staat beschissen.ich persoehnlich wuerde auf eine bewaehrungsstrafe von 20 jahren plaedieren um ihm fuer alle zeiten die lust am betruegen zu nehmen.aber gleichzeitig hat er die einmalig chance sein leben auf ehrliche art zurueck zu fuehren.haengt ihn oder schlagt ihn tot ist hier das absolut falsche mittel,denn das individuum hoehnes hat auch positive verdienste fuer sport und staat.

  • Gut das es wieder einen gibt auf dem man rumhaken kann. Hoeness ist der beste manager den es je gab. ich finde ihn klasse und würde mich freuen wenn er zum Schluss lachen kann. Hier in Deutschland gibt es genug andere die sich alles in die Tasche stecken und vertuschen, aber das interessiert ja auch keinen. Sparsamen Menschen das Gesparte aus der Tasche ziehen, da ist Deutschland gross drin.

  • Zu Komm. -Harlemjump-: Ja, Sie haben wohl exakt die große dumme, teilweise mit Behindertenstatus, Fussballmeute oder Fans, besonders die Spezies aus Bayern, beschrieben.

  • ER hat es nicht verdient frei zu sein. ER wird von den übrigen Gesetzlosen seines Vereins gedeckt. ER ist nach wie vor dominierend, frech und arrogant. In China wäre dieser Staatsverbrecher schon längst erschossen worden mit der ganzen Entourage seiner unehrenhaften Entourage.

  • was interessiert diesen skrupellosen Fussballmanager ob er vorbestraft ist oder nicht. Er erhofft sich einen guten Ausgang. Das ist wohl eine Warnung an jene, die von ihm gut profitiert haben. Das gilt für alle am Prozess Beteiligten. ER hat alle in der Hand. MIt der Verjährung der hinterzogenen Steuern hat dieser Betrüger noch einen Reibach gemacht. Und ER lacht, lacht lacht alle aus. Was sagt eigentlich Winterkorn dazu - und die anderen?


  • genau, der Mob will endlich Blut sehen!
    *
    Der Ausdruck Mob (englisch „mob“ aufgewiegelte Volksmenge, kurz für lat. mōbile vulgus, etwa „das wankelmütige gemeine Volk“) bezeichnet pejorativ eine Masse aus Personen des einfachen Volkes bzw. eine sich zusammenrottende Menschenmenge mit überwiegend niedrigem Bildungs- und Sozialniveau (abwertend auch gemeines Volk, Pöbel, Plebs, Gesindel, Pulk, Schar genannt).

  • ....steckt die fette Fleischwurst endlich in den Knast...!

  • @ Vicario:

    Der Ausdruck Mob (englisch „mob“ aufgewiegelte Volksmenge, kurz für lat. mōbile vulgus, etwa „das wankelmütige gemeine Volk“) bezeichnet pejorativ eine Masse aus Personen des einfachen Volkes bzw. eine sich zusammenrottende Menschenmenge mit überwiegend niedrigem Bildungs- und Sozialniveau (abwertend auch gemeines Volk, Pöbel, Plebs, Gesindel, Pulk, Schar genannt).


  • "Moralische Stricher".

    Jakob Augstein`s Gedanken zu Moral/Gesellschaft bei SPON, mehr als lesenswert.

  • Würden Sie die Hälfte Ihres Einkommens allein für Einkommensteuer aufwenden müssen, die anderen Steuern noch nicht mal angesprochen... würden Sie anders argumentieren.

    Das Steuersystem ist ungerecht und leistungshemmend.
    Wer viel verdient, soll natürlich auch mehr Steuern bezahlen. Mit Abschaffung der Progression und einem einheitlichen Steuersatz wäre da schon viel erreicht.

    Wenn man als Unternehmer bspw. Waren bei einem Händler bestellt, erhält man eine gestaffelte Rabattierung bei entsprechenden Abnahmemengen. Auf unser Steuersystem übertragen müsste das bedeuten, der Steuersatz sinkt mit zunehmenden Gewinn.
    Arbeitnehmer wäre die Entlastung ebenso spürbar.

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