Studie zur Wirtschaftlichkeit im Fußball Goldene Zeiten für Bundesliga-Klubs

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Investoren werden immer wichtiger
Welche Klubs in der Bundesliga absahnen
AC Milan vs US Sassuolo Calcio
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Finanzspritze von der Deutschen Fußball Liga (DFL): Insgesamt werden 468 Millionen Euro für die 18 Bundesliga-Klubs aus den Erlösen der nationalen Vermarktung und 27 Millionen Euro als Anteil aus der internationalen Vermarktung gezahlt. In dem Ranking werden die Platzierungen der Klubs in den Abschlusstabellen der vergangenen fünf Spielzeiten zugrunde gelegt.

Torsten Lieberknecht
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Platz 18: Eintracht Braunschweig

Ein Jahr lang war die Eintracht Braunschweig erstklassig, doch Mitte Mai besiegelte die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht (Foto) mit einer 1:3 Niederlage gegen den TSG 1899 Hoffenheim ihren Abstieg. Die Eintracht hat es am Ende immerhin geschafft, dass kaum jemand in der Liga mehr sagte: Was wollen die hier? Sondern eher: Schade, dass sie nach nur einem Jahr schon wieder weg sind. Von der DFL erhalten sie 18,215 Millionen Euro. Am Ende seines Erstliga-Abenteuers hat Eintracht Braunschweig eine reelle, mit den Händen zu greifende Chance verpasst. 28 Punkte hätten gereicht, um sich vom letzten Platz in die Relegation zu retten. 25 hatte die Eintracht bereits Anfang April.

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Platz 17: Hertha BSC

Die Hertha BSC tritt dieses Jahr auf dem Transfermarkt offensiver auf als sonst, denn die Finanzsituation des Hauptstadt-Clubs hat sich deutlich verbessert. Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe. Zum einen zahlt sich die Zusammenarbeit mit dem Finanzinvestor KKR aus, der bei Hertha langfristig 61,2 Millionen Euro investiert und dafür zunächst eine Minderheitsbeteiligung von 9,7 Prozent erhalten hat. Zum anderen plant der Verein vor allem dank des Wechsels von Stürmer Adrian Ramos zu Borussia Dortmund mit einem Transferüberschuss von zwölf Millionen Euro. Und auch von der DFL erhält er eine Finanzspritze von 19, 385 Millionen Euro. Den Leistungen in dieser Saison wird die Summe jedoch nicht gerecht, immerhin hat Hertha die Liga auf dem elften Platz beendet. Andererseits: Der Club stieg bereits sechs Mal aus der höchsten deutschen Fußballliga ab. Unvergessen bleibt der Abstieg 2012 nach dem Skandal im Relegationsspiel gegen Fortuna Düsseldorf.

Im Bild kämpfen Herthas Verteidiger Langkamp und Dortmunds Stürmer Lewandowski um den Ball.

FC Augsburg - Hertha BSC
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Platz 16: FC Augsburg

Der FC Augsburg hat diese Saison die Qualifikation zur Europa League verpasst. Wenn die kleine Schwächephase im Februar und März nicht gewesen wäre, als Augsburg von vier Heimspielen nacheinander drei verlor und eines unentschieden spielte, wären vielleicht bald auch Hahns bisherige Kollegen über den Kontinent gereist: Augsburg wäre nun Siebter, Augsburg wäre in der Europa League. Doch der achte Platz in der Tabelle ist eine beachtliche Leistung für den Verein. In den vergangenen Jahren war das nicht immer so – in der DFL-Geldrangliste belegt der FC Augsburg nur den 16. Platz und bekommt rund 20,56 Millionen Euro.

Im Foto feiern Augsburg-Fans Mitte April den Klassenerhalt.

huGO-BildID: 36402957 Frankfurt's Jan Rosenthal, left, and Schalke's Sead Kolasinac challenge for the ball during the German Bundesliga soc
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Platz 15: Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt sucht weiter nach einem Trainer – die Saison hat die Mannschaft mit dem 13. Tabellenplatz eher mäßig abgeschlossen. Für die DFL rangieren sie sogar nur auf Platz 15. Von den 468 Millionen Euro erhalten sie deshalb nur 21,725 Millionen Euro. Besonders nötig hat die Eintracht die Millionen derzeit nicht: Wirtschaftlich geht es dem Verein so gut wie nie. Der Umsatz ist von 76 auf 93 Millionen Euro gestiegen. Mit den Erträgen sollen jetzt ein Stürmer, Mittelfeld- und Abwehrspieler eingekauft werden.

Im Foto kämpfen Frankfurts Rosenthal und Schalkes Kolasinac um den Ball.

FC Nürnberg
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14. Platz: 1. FC Nürnberg

Für den Klassenerhalt hat es beim 1. FC Nürnberg dieses Jahr nicht gereicht. In der DFL-Geldrangliste liegen sie drei Plätze weiter vorne und erhalten 22,895 Millionen Euro – Geld, das sie in der nächsten Saison gut gebrauchen können. Denn das erklärte Ziel ist der direkte Wiederaufstieg. Am bitteren Ende stand die siebte Niederlage in Folge, die den Club zum alleinigen Rekord-Absteiger machte. Der erneute Abstieg bringt den „Klubberern“ außerdem den zweifelhaften Titel des „Bundesliga-Rekordabsteigers“ ein. Sie waren bereits in den Jahren 1969, 1979, 1984, 1994, 1999, 2003 und 2008 abgestiegen.

SpVgg Greuther Fürth - Hamburger SV
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13. Platz: Hamburger SV

Um den Klassenerhalt mussten die Spieler des Hamburger SV bis zuletzt bangen, am Ende reichte ein Unentschieden. In der DFL-Geldrangliste hingegen sind sie nicht unter den letzten drei – denn nicht jede der fünf Spielzeiten war so schlecht wie diese. Rund 24,07 Millionen Euro erhält der Hamburger SV deshalb von der DFL. Ob das so bleibt, ist fraglich – seit Jahren bettelt der Bundesliga-Dino um den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte.

Im Bild kämpfen der Fürther Nikola Djurdjic (r) und Hamburgs Johan Djourou im Relegationsspiel um den Ball.

Die wichtigste Einnahmequelle bleiben die Medienrechte: In der neuen Saison zahlen die Sender und Internet-Dienstleister insgesamt 710 Millionen Euro zu, 57 Millionen mehr als 2013/14. Auch beim Sponsoring und Merchandising rechnet etwa jeder zweite Klubmanager mit steigenden Einnahmen, aus dem Spielbetrieb und aus Spielertransfers sieht nur ein Viertel Chancen auf weiteres Wachstum.

Die Einnahmen sollen vor allem in die Kader fließen. Aber auch die Nachwuchsförderung jedes dritten Klubs werde profitieren. Weitere Investitionsziele sind Sachanlagen und der Ausbau der Infrastruktur. Vor allem in der 3. Liga soll viel passieren: 62 Prozent der Klubs planen derzeit Um- und Neubauten – vor allem in den VIP- und Hospitality-Bereichen.

Allgemein wird bei den Profivereinen mit Ausgabensteigerungen gerechnet: 43 Prozent der Erstligisten gehen davon aus, dass mehr Geld ausgegeben wird, nur jeder Zehnte glaubt an das Gegenteil. In der 2. Bundesliga erwarten sogar 47 Prozent steigende Ausgaben - allerdings wollen einige Vereine in dieser Spielklasse so stark sparen, dass sich dort im Durchschnitt ein geplanter Ausgabenrückgang ergibt. Welche Vereine das sind, ist aus der Befragung nicht ersichtlich.

Erstmals wurden auch die Finanzierungsstrukturen abgefragt. Eine Mehrheit der Klubmanager rechnet demnach damit, dass zukünftig Fremdkapital eine größere Rolle spielen wird – allerdings nicht über die klassische Kreditaufnahme beispielsweise bei Banken.

Vor allem die Bedeutung von Finanzinvestoren werde demnach steigen: Von den Bundesliga-Klubs rechnen 44 Prozent der Befragten mit einer wachsenden Bedeutung dieser Finanzierungsform, ebenfalls 44 Prozent machen zu diesem Thema keine Angaben. Vor allem von den Zweitliga-Vertretern werden beispielsweise Fananleihen als Finanzierungsmodell genannt.

Die Bewertung dessen könnte unterschiedlicher kaum sein. 28 Prozent der Bundesliga-Manager sind der Meinung, dass ein steigender Fremdkapitalanteil beziehungsweise ein größeres Engagement von Finanzinvestoren für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Profifußballs erforderlich ist. Ebenfalls 28 Prozent meinen das Gegenteil und halten eine steigende Bedeutung von Fremdkapital für schädlich. Zudem sei eine leichte Tendenz hin zu mehr Eigenkapital auszumachen.

Warum nur die Bayern international mithalten können
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2 Kommentare zu "Studie zur Wirtschaftlichkeit im Fußball: Goldene Zeiten für Bundesliga-Klubs"

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  • Panem et circenses

    Brot und Spiele

  • Kein Wunder, ist doch jeder in Deutschland gemeldete inzwischen Zwangsfan. Jeder zahlt die GEZ-Steuer, davon geht ein beträchtlicher Teil an die Fussballvereine. Kündigung, Austritt, leider nicht möglich.

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